Duisburg/Essen. Tausende Beschäftigte demonstrierten vor den Werkstoren von Thyssenkrupp Steel. Personalvorstand Grolms sagt: „Es steht viel auf dem Spiel.“

Rund 10.000 Beschäftigte haben Gewerkschaftsangaben zufolge vor den Werkstoren von Thyssenkrupp Steel in Duisburg für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze demonstriert. In den energieintensiven Betrieben ist die Sorge groß, dass hohe Stromkosten auf Dauer die bestehenden Standorte und Stellen gefährden. Auch Markus Grolms, der Personalvorstand von Deutschlands größtem Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel, zeigt sich besorgt. Bislang steht erst die Finanzierung, um einen Thyssenkrupp-Hochofen in Duisburg zu ersetzen. Bei Thyssenkrupp gibt es aber noch drei weitere Hochöfen in Duisburg. Der benachbarte Konzern HKM, an dem Thyssenkrupp Steel zur Hälfte beteiligt ist, hat noch zwei weitere Hochöfen. „Bislang haben wir erst eine Perspektive für ein Viertel der 27.000 Arbeitsplätze bei uns im Unternehmen geschaffen“, sagt Grolms im Gespräch mit unserer Redaktion. „Deshalb benötigen wir jetzt von der Bundesregierung ein klares Signal, wie es weitergehen soll.“