Auf dem Kraftwerksgelände in Elverlingsen entsteht einer der größten stationären Batteriespeicher Deutschlands. Das Herzstück: ausgediente Akkus.

Strom aus einem Abfallprodukt: Auf dem Kraftwerksgelände in Werdohl-Elverlingsen entsteht einer der größten stationären Batteriespeicher Deutschlands. Dabei arbeiten die Stuttgarter Autoschmiede Daimler und The Mobility House, eine Spezialfirma für Lade- und Elektromobiltechnik aus München, zusammen; Mark-E vermarktet dafür eine Halle am Rande des Geländes.

Das Vorbild für das Vorhaben ist, keine 80 Kilometer entfernt, in Lünen bereits in Betrieb: Dort haben die beiden Kooperationspartner auf dem Gelände des Recyclingriesen Remondis 2015 begonnen, einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 14 Megawatt aufzubauen – und damals als die größte Anlage dieser Art in Deutschland beworben. Der Werdohler Speicher soll sogar 17 MW Leistung bekommen: Das würde reichen, um eine Stadt mit rund 90 000 Einwohnern eine Stunde lang mit Strom zu versorgen.

Der Speicher gleicht dabei einem Hochregallager, das mit ausgedienten Akkus aus Elektrofahrzeugen von Daimler bestückt wird: Ist zu viel Strom auf dem Markt, werden die zur einer XXL-Batterie verbundenen Akkus geladen; steigt der Verbrauch, wird der Strom aus dem Speicher ins Netz eingespeist.