Protest

Aktivisten planen Menschenkette vor RWE-Hauptversammlung

Der Essener Energiekonzern RWE stellt sich auf Proteste zur Hauptversammlung ein.

Foto: Volker Hartmann

Der Essener Energiekonzern RWE stellt sich auf Proteste zur Hauptversammlung ein. Foto: Volker Hartmann

Essen.   Der Energiekonzern RWE rechnet mit Protesten vor der Hauptversammlung in Essen. RWE-Chef Schmitz mahnt: „Aber bitte friedlich.“

Der Energiekonzern RWE stellt sich auf Demonstrationen vor der Hauptversammlung am Donnerstag in Essen ein. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre kündigte eine Menschenkette vor der Grugahalle an. Er gehe von etwa 100 Teilnehmern aus, sagte der Organisator Markus Dufner.

Mit der „Aktion Rote Linie“ solle darauf aufmerksam gemacht werden, dass RWE bestimmte Grenzen beim Braunkohle-Tagebau im Rheinischen Revier nicht überschreiten dürfe. „Die Braunkohle wird nicht mehr gebraucht“, sagte Dufner. Eine Blockade des Aktionärstreffens sei allerdings nicht geplant, betonte er. „Wir werden die Aktionäre nicht am Zugang zur Halle hindern.“

„Es ist zu befürchten, dass es erneut zu Störungen kommt“

Die Essener Polizei bestätigte auf Anfrage, dass eine Kundgebung vor der Grugahalle angemeldet sei. „Wir tun im Vorfeld alles, um einen ordnungsgemäßen Verlauf unserer Hauptversammlung zu gewährleisten“, sagte RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz unserer Redaktion. „Es ist allerdings zu befürchten, dass es erneut zu Störungen kommt. Deshalb mein Appell: kontroverse Debatten ja – aber bitte friedlich und im Rahmen der Versammlungsregeln.“

Im vergangenen Jahr musste der damalige RWE-Chef Peter Terium seine Rede unterbrechen, weil es im Veranstaltungssaal zu Tumulten kam und Demonstranten wieder und wieder „Eure Zeit ist abgelaufen“ skandierten.

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