Rosten eigentlich alle Metalle?

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Wissen für KinderLetzte Woche habt Ihr erfahren, dass Eisen gerne chemisch mit Sauerstoff und Wasser reagiert (man sagt: es oxidiert). ...

... Dabei entsteht eine rötlich-braune, blätterige Schicht auf dem Eisen - Eisenoxid und Eisenhydroxid -, die wir umgangssprachlich "Rost" nennen.

"Wir Chemiker meinen mit dem Begriff Rosten die Oxidation von Eisen", sagt der Dortmunder Chemieprofessor Bernd Ralle, "obwohl auch andere Metalle ein ähnliches chemisches Verhalten zeigen." Zink und Aluminium zum Beispiel reagieren ebenfalls mit Luft und Sauerstoff; es entstehen Zinkoxid und Aluminiumoxid.

"Der Unterschied zu Eisen ist aber, dass diese Stoffe fest und nahezu undurchlässig auf der Metalloberfläche haften bleiben", erklärt Professor Ralle. Während Eisen-Rost abblättert und das Eisen regelrecht kaputt frisst, schützt die feste Oxidschicht bei Aluminium und Zink die Metalle vor weiterer chemischer Zersetzung.

So eine Schutzschicht ist sehr praktisch, deshalb lässt man Aluminium für Flugzeuge zum Beispiel künstlich "rosten", man sagt "elektrolytisch oxidieren", sodass eine zehn Mal so dicke Oxidschicht wie gewöhnlich entsteht.

Während Eisen, Aluminium, Magnesium und Zink sehr leicht rosten, reagieren Metalle wie Gold, Silber und Platin nicht so gerne mit Luft und Sauerstoff. Diese Metalle, die nicht leicht rosten, nennt man daher "Edelmetalle". Aeneas Rooch Nächste Woche: Was macht ein Metall edler als ein anderes?

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