Bezirksvertretung

Beschleunigung nicht messbar

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Eickel. Mit den Auswirkungen der Straßenbahn-Baumaßnahme 306 und dem Dauerleerstand in der alten Hülsmann-Brauerei hatten die Eickeler Bezirksvertreter gleich zwei Themen auf der Tagesordnung, die die Gemüter der Bürger erhitzen.

Dass auch ein halbes Jahr nach den offiziellen Feierlichkeiten zum erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten zur „Beschleunigung der Straßenbahn-Linie 306“ de facto immer noch nicht alles fertiggestellt worden ist, bestätigte denn auch Josef Becker, Leiter der städtischen Abteilung Tiefbau und Verkehr: „Noch ausstehende Markierungsarbeiten und Restarbeiten im Gleisbau werden demnächst abgeschlossen.“ Die CDU-Fraktion im Bezirk Eickel hatte das Dauerthema 306 erneut eingebracht. Unter anderem wollte der Fraktionssprecher Andreas Barzik wissen, wie es denn nun um die Beschleunigung der Fahrtzeit stehe, einem der Hauptargumente für die Notwendigkeit der Baumaßnahme. Auch hier musste Verwaltungssprecher Becker um Geduld bitten: „Weil die Lichtzeichen noch nicht komplett abgestimmt sind, lässt sich die Zeitersparnis noch nicht messen.“ Barzig stellte einen Zeitgewinn generell in Frage: „Wenn jetzt auch noch am Wanner Stadttorcenter eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet wird, ist jegliche Zeitersparnis ohnehin futsch.“ Josef Becker wusste zu berichten, dass der Bogestra bislang keine schriftlichen Beschwerden in Sachen Beschleunigung und Pünktlichkeit der 306 vorlägen.

Schriftlich gemeldet haben sich indes bislang 17 Bürger, die Schäden an ihren Gebäuden in Folge der Arbeiten entlang der 306-Strecke geltend machen. Dazu Josef Becker: „Davon wurden vier noch nicht bearbeitet, und in neun Fällen wurde eine Schadenserstattung abgelehnt. In vier Fällen wurde eine Einigung mit den Besitzern erreicht, dabei wurden insgesamt 8000 Euro als Regulierung gezahlt.“ Anfang Mai wolle die Bogestra, so Becker, eine Lösung für das leidige Kurven-Quietschen der Bahn präsentieren.

Den Sachstandsbericht zur Verpachtung der Gastronomie im Hülsmann-Sud- und Treberhaus legte Stadt-Gebäude-Manager Thomas Fath vor. Bislang fand sich kein geeigneter neuer Pächter für die seit dem 18. November 2007 leer stehende Gaststätte. Zahlreiche Gespräche, so Fath, seien geführt worden. Die Palette der vorgelegten Nutzungskonzepte reicht vom Brauhaus über Restaurant bis zur Cocktail-Bar. Letztlich aber fanden Stadt und potenzielle Pächter nie zueinander. Allerdings, so Fath, stünden noch weitere Gespräche mit den Interessenten – darunter auch ein Eickeler Gastronom, aus.

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