Garten

Alles außer Elektro

Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool

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Herne. Ab 9.30 Uhr sollte es eigentlich erst losgehen, die ersten Gartenfreunde kamen am Samstag bereits um 8.15 Uhr zum Lehr- und Lerngarten am Haus der Natur in der Vinckestraße.

Dort fand die 27. Herner Pflanzentauschbörse der Verbraucherzentrale Herne und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Herne (BUND) statt. Hobbygärtner hatten hier Gelegenheit, Ableger aus ihrem Garten gegen andere Pflanzen zu tauschen oder Pflanzen für den eigenen Garten oder Balkon gegen eine Spende zu erwerben.

Silke Gerstler freut sich, dass die Pflanzentauschbörse so gut angenommen wird und dass viele Besucher selber Pflanzen mitgebracht haben. „Teilweise war es allerdings noch arg früh, als die ersten Leute vorbei gekommen sind. Da waren wir noch beim Aufbau. Wahrscheinlich wollten sie das gute Wetter nutzen und die neuen Pflanzen direkt einpflanzen“, so die Abfall- und Umweltberaterin der Verbraucherzentrale Herne.

Besonders gut angekommen sei außerdem die Gartenhelferbörse, die zum ersten Mal stattfand. Gebrauchtes Werkzeug und Gartenzubehör – Hauptsache keine elektrischen Geräte – sowie viele teils bunt glasierte Blumentöpfe fanden neue Besitzer. „Wir hatten sogar eine nagelneue Astschere dabei. Und einen solarbetriebenen Wühlmausvertreiber“, lacht Gerstler.

Auch BUND-Vorsitzende Hiltrud Buddemeier ist zufrieden. „Wir sind ja eigentlich keine Profis, was die Organisation von solchen Veranstaltungen angeht“, sagt sie, „da ist man im Vorfeld immer ein bisschen nervös. Wie viele Leute kommen wohl? Hoffentlich wird das kein Totläufer, jetzt klappt es ja schon so lange so toll“, seien ihre Gedanken gewesen.

Angesichts des Zulaufs waren die Sorgen offensichtlich unbegründet. Die Besucher schlendern durch den Garten und tragen kleine Körbchen und Eimer mit Ablegern verschiedener heimischer Pflanzen nach Hause. „Sogar der Walnussbaum hat einen neuen Besitzer gefunden“, so Silke Gerstler.

Hilde Käding kommt jedes Jahr zur Pflanzentauschbörse. Mit ihrer Ausbeute ist sie mehr als zufrieden. In den Blumenkübeln und -kästen auf dem Balkon sind Pfefferminz, Schafgarbe und Veilchen zu viel geworden. „Die konnte ich gegen Heilkräuter, Lungenkraut, Kissenprimeln, Monatserdbeeren und Porzellanröschen tauchen“, freut sie sich und verspricht: „Im nächsten Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder.“

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