Kommentar

Wandernde Kunst im öffentlichen Raum

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Foto: Fischer / WAZ

Schade. Schade, dass es das „Dislike“ am Bügeleisenhaus nicht mehr gibt. Ich finde, dass diese­ Kombination aus dem alten Fachwerk und der grellen Moderne wunderbar zusammengepasst hat. Kunst soll auch mal provozieren, Kunst darf polarisieren – wie gut das funktionieren kann, hat ein heimischer­ Künstler an einer Hattinger Landmarke gezeigt.

Was ich jetzt schön fände: Wenn beispielsweise die Stadt das Kunst­objekt übernehmen würde (ich bin mir sicher, dass Marienfeld damit keine Millionen scheffeln will). Waru­m nicht wandernde Kunst im öffentlichen Raum erfinden? Konkret: Das „Dislike“ könnte dann mal am Alten Rathaus aufgehängt werden, mal am Stadtmuseum, auch mal am Eingang zum Bürgerbüro. Oder auch mal am Zollhäuschen oder wieder am Bügeleisenhaus, wenn es dem Heimatverein zur Verfügung gestellt würde.

Auch an diesen Standorten wäre es bestimmt ein Streitobjekt, gar keine Frage, aber ich finde es gut, wenn genau darüber diskutiert wird. Denn Kunst muss provozieren, sie muss polarisieren.

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