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Ein Tacken für das Ruhrgebiet

Die RVR-Kampagne

Die RVR-Kampagne

Foto: RVR

Essen.   Der Regionalverband Ruhr ist vor zwei Jahren angetreten, das Image des Ruhrgebiets zu verbessern. Alte Bilder aus der industriellen Vergangenheit sollen durch die Realität ersetzt werden. Ziel ist es vor allem, für Investoren, Unternehmen und Fachkräfte auf die Landkarte der spannenden Regionen zu kommen und sich im Wettbewerb mit anderen Metropolregionen in Deutschland und Europa zu positionieren.

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Der Regionalverband Ruhr ist vor zwei Jahren angetreten, das Image des Ruhrgebiets zu verbessern. Alte Bilder aus der industriellen Vergangenheit sollen durch die Realität ersetzt werden. Ziel ist es vor allem, für Investoren, Unternehmen und Fachkräfte auf die Landkarte der spannenden Regionen zu kommen und sich im Wettbewerb mit anderen Metropolregionen in Deutschland und Europa zu positionieren.

„In vielen Köpfen herrscht immer noch das Bild vor, dass hier Briketts durch die Luft fliegen“, sagt Carola Geiß-Netthöfel, Direktorin des RVR. „Dieses Bild wollen wir langfristig geraderücken und zeigen, dass sich das Ruhrgebiet zu einer sehr lebenswerten Region mit viel Grün und einem großen kulturellen Angebot gewandelt hat.“

Die zweite Herausforderung für die Macher im RVR war die polyzentrische Struktur des Reviers. „Das ist auf den ersten Blick ein Vermarktungsnachteil, denn andere Metropolregionen haben einen Kern, wir aber nicht nur 53 Städte, sondern auch verschiedene lokale Identitäten.“

Um aus der vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu formulieren und ein klares Bild zu zeichnen, entstand die Kampagne mit dem Titel „Stadt der Städte“: ein übergeordnetes Bild, das die Einzigartigkeit der Region ausdrückt. „Für die Menschen vor Ort sind es 53 Städte, der Investor aus Amerika oder Asien versteht das aber nicht“, sagt Richard Röhrhoff, Vorsitzender der Tacken-Jury.

„So gesehen schafft der Claim auch Aufmerksamkeit, weil man sich fragt, was das eigentlich ist.“ Der RVR begann mit Anzeigen und vor allem in sozialen Medien damit, für das Revier zu werben. So erfolgreich, dass 2018 fünf große Konzerne ihre Bereitschaft erklärten, die Kampagne zu unterstützen. „Dadurch konnten wir nochmal deutlich mehr an Fahrt aufnehmen“, so Geiß-Netthöfel, „und vor allem auch die internationalen Standorte und Netzwerke der global agierenden Unternehmen nutzen.“

Für die Tacken-Jury ist das preiswürdig. „Das Ruhrgebiet kann gar nicht genug Werbung bekommen, denn der Strukturwandel in den Köpfen ist längst nicht abgeschlossen“, so Burghard Hermeier, Rektor der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in seiner Laudatio. „Die Kampagne macht Spaß, spielt mit dem selbstironischen und direkten Menschenschlag und stellt die Region in ein authentisches und sympathisches Licht.“

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