Sozialticket im VRR - befürwortet und dennoch umstritten

Das Sozialticket soll Menschen mit geringem Einkommen eine ermäßigte ÖPNV-Nutzung im VRR ermöglichen. Die Einführung des günstigen Bus- und Bahntickets iist umstritten - Nachrichten, Berichte und Hintergründe.

Von den einen befürwortet, bei den anderen heftig debattiert: Das Sozialticket für den öffentlichen Nahverkehr sorgt bei den Beteiligten für Kontroversen. Das Ticket soll Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen, öffentliche Verkehrsmittel im VRR zu ermäßigten Preisen zu nutzen. Anspruch auf das vergünstigte Monatsticket für die eigene Stadt hat unter anderem jeder Empfänger von Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV. Zum November 2011 wurde das Ticket im Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr zum monatlichen Preis von 29,90 Euro zwecks Erprobung eingeführt. In Dortmund beispielsweise existierte das Sozialticket bereits seit Ende 2009 für einen deutlich geringeren Preis von monatlich 15 Euro. Nach der Anhebung auf den doppelten Monatsbeitrag brach die Zahl der Abonnenten dann deutlich ein. Bereits die geplante Einführung des Sozialtickets löste heftige Diskussionen in den Räten diverser Revierstädte aus, da diese enorme finanzielle Nachteile befürchteten. Gewerkschafter und andere Kritiker bemängeln wiederrum, dass die Kosten über dem Satz liegen, den das Arbeitsamt für Bus- und Bahnfahrten zahlt. Sie fordern ein Ticket für 15 Euro, oder sogar kostenfrei.