Krupp-Arbeitskampf in Duisburg-Rheinhausen

Der 26. November 1987 war Initialtag für den längsten Arbeitskampf in der deutschen Nachkriegsgeschichte: die Kruppianer gehen gegen die Schließung des Hüttenwerks in Duisburg-Rheinhausen auf die Barrikaden. Zunächst ist der Protest erfolgreich, fünf Jahr später wird das Werk dennoch geschlossen.

Sie können es kaum glauben, die Männer von der Nachtschicht im Krupp-Hüttenwerk von Duisburg-Rheinhausen, was sich da am 26. November 1987 wie ein Lauffeuer durch ihre Reihen verbreitet: Ihre Hütte soll dicht gemacht werden. Der längste Arbeitskampf in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Rheinhausen ist dank dieses Aufbäumens der Stahlarbeiter wenig später bundesweit in den Medien präsent. Rückhalt gibt es von vielen Menschen aus dem ganzen Ruhrgebiet, die sich an den Protestaktionen beteiligen. Doch der Arbeitskampf der Kruppianer ist vergeblich. Die Mahnwachen und Protestmärsche konnten daran ebenso wenig ändern wie die Unterstützung von Duisburgs Oberbürgermeister Josef Krings, Tatort-Ikone Horst Schimanski (Götz George) oder die Brückenblockaden. Im Herbst 1988 endet der erste Arbeitskampf. 1993 folgt der zweite, doch am 16. August 1993 wird das Werk endgültig geschlossen. Heute steht dort Logport - ein modernes Logistikzentrum.

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