Wenn Kinder unter Armut leiden

Rund 1,7 Millionen Kinder unter 15 Jahren leben in Hartz-IV-Haushalten und sind von Kinderarmut betroffen. Ohne Intervention sehen Experten „eine körperliche und psychische Verwahrlosung - bis zu dem Punkt, an dem das ganze Leben nicht mehr zu reparieren ist“.

In Deutschland leben rund 1,7 Millionen Unter-15-Jährige in Hartz-IV-Haushalten. Die generelle Diagnose von Kinderarmut ist jedoch schwierig. Besonders häufig von Armut betroffen sind Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, aus kinderreichen Familien oder von Eltern ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss. Das höchste Armutsrisiko haben Kinder von Alleinerziehenden mit Migrationshintergrund. Die Folgen von Kinderarmut können verheerend sein: So rauchen und trinken Kinder aus armen Familien häufiger, sie leiden häufiger unter Fettsucht und Übergewicht, zeigen häufiger Verhaltensauffälligkeiten und neigen eher zu Gewalt. Ohne Intervention sehen Experten am Ende „eine körperliche und psychische Verwahrlosung, bis zu dem Punkt, an dem das ganze Leben nicht mehr zu reparieren ist“.