Staatliche Gewalt im Zeichen Justitias

Der Rechtssystem in Deutschland fußt auf der klassischen Dreiteilung staatlicher Gewalten: Die Justiz ist das dritte Element dieses Systems, neben der Gesetzgebung durch die Parlamente und der Kontrolle durch Staatsorgane wie die Polizei.

"In dubio pro reo" - im Zweifel für den Angeklagten: Der Satz, der prägend war für das römische Recht, ist bis heute Leitsatz der Rechtsprechung, wie sie in Deutschland praktiziert werden soll. Die hiesige Justiz sieht sich im Zeichen Justitias, der Frauenfigur, die mit verbundenen Augen, Waage und Schwert in den Händen die Maximen der Rechtsprechung symbolisiert. Die deutsche Rechtsbarkeit besteht aus Ermittlungsbehörden (etwa der Staatsanwaltschaft) und den Gerichten. Die Gerichte sind unterteilt in allgemeine Gerichte (etwa Amtsgericht und Landgericht) und spezielle Gerichtsbarkeiten wie Arbeits- oder Sozialgericht. Höchstes Rechtsorgan in Deutschland ist - neben dem Staat als Gesetzgeber - das Bundes-Verfassungsgericht.

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