HIV und AIDS

Die Verbreitung von HIV hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einer Pandemie entwickelt. Etwa 33,3 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Virus infiziert, rund 28 Millionen hat es bereits das Leben gekostet. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt aber seit 1997 stetig und lag 2009 bei 2,6 Millionen.

Eine unbehandelte HIV-Infektion (HIV steht für human immunodeficiency virus, also humanes Immundefizienz-Virus) führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen Inkubationszeit in der Regel zu AIDS (engl. acquired immunodeficiency syndrome‚ erworbenes Immundefizienzsyndrom). Übertragen wird das HI-Virus durch Kontakt mit den Körperflüssigkeiten Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch. Die häufigsten Infektionswege sind Anal- oder Vaginalverkehr ohne Verwendung von Kondomen sowie die Benutzung unsteriler Spritzen bei Drogenkonsum. Besonders gefährdet sind Jugendliche, die nicht ausreichend über HIV aufgeklärt sind. So glauben viele Heranwachsende noch immer, dass AIDS heilbar sei, obwohl dies nach wie vor nicht möglich ist.