Die Cranger Kirmes: Das größte Volksfest in NRW

„Piel op no Crange!“: Mit dem Fassanstich des Oberbürgermeisters und diesem Ausruf im voll besetzten Festzelt beginnt in jedem Jahr am ersten Freitag im August die Cranger Kirmes. Mit durchschnittlich vier Millionen Besuchern ist sie das größte Volksfest in Nordrhein-Westfalen. Es dauert elf Tage, und zum Rummel gehören unter anderem ein Pferdemarkt, der Auftritt eines Stargasts, ein großer Festumzug durch Wanne-Eickel, Andachten in der Cranger Kirche und ein großes Feuerwerk. Auf die Besucherinnen und Besucher warten rund 50 Fahrgeschäfte, darunter Karussells, Autoscooter, Riesenrad, Achterbahn, Geisterbahn, Schaukeln und eine Boxbude.

Groß ist auch das kulinarische Angebot, zu dem selbst Anwohner des Cranger Kirmesplatzes beitragen: Sie öffnen ihre Hinterhöfe und bieten Essen und Getränke an.

Cranger Kirmes: Es herrscht Ausnahmezustand

Während der Cranger Kirmes herrscht in Wanne-Eickel Ausnahmezustand. Die Menschen lieben und leben Crange. Nicht nur während des Rummels ist die Kirmes deshalb ein Thema in der Stadt, sondern (fast) das ganze Jahr über. Das Kirmes-Maskottchen Fritz, ein Grubenpferd mit Schutzhelm und Kopflampe, steht als Bronzefigur an der Hauptstraße, am Eingangsbereich der Kirmes. Außerdem ist er die Hauptfigur des Fritz-Pins, einer jährlich wechselnden Anstecknadel, die zum großen Sammelobjekt geworden ist.

Die Ursprünge der Cranger Kirmes sind nicht geklärt. Bis zum 18. Jahrhundert ist außer ihrer Existenz nichts bekannt. Das erste belegbare Datum stammt aus dem Jahr 1441. Ein gewisser Derick von Eickel wurde am 10. August 1441, dem Laurentiustag, mit Haus Crange belehnt. Deshalb, so die Vermutung, wurde auch die Dorfkapelle eingeweiht und ein Pferdemarkt abgehalten.