Fehler in der Prävalenz

Täuschen die Statistiken bei geimpften Covid-Patienten?

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Corona: Wie weit können die Infektionszahlen in NRW steigen?

Corona: Wie weit können die Infektionszahlen in NRW steigen?

In Bayern liegt die Wocheninzidenz bei über 600, in einigen Kreisen über 1.000. Dittmer erklärt, warum er in NRW nicht mit diesen Werten rechnet.

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Essen.  Wirkt die Impfung bei Corona-Patienten nicht? Das behaupten zumindest Impfskeptiker hartnäckig. Stimmt diese Behauptung aber tatsächlich?

  • Stand 26.01.2022: 61,1 Millionen in Deutschland sind doppelt gegen Corona geimpft.
  • Bei der Statistik der Geimpften und Ungeimpften muss nach absoluten Zahlen unterschieden werden.
  • Der Fachbegriff heißt Prävalenzfehler und ist ein statistisches Phänomen.

Immer wieder wird von Querdenkern, Impfgegnern und Corona-Leugnern behauptet, dass die Wirkung der Impfung überschätzt wird. Stimmt diese Behauptung?

Kurze Antwort: Nein. Die These ignoriert nämlich die absolute Zahl der Geimpften und Ungeimpften. Dieses statistische Phänomen nennt sich Prävalenzfehler (auch Base Rate Fallacy genannt). Übrigens stimmt auch die Angabe „die Hälfte“ nicht, aber dazu später mehr.

Prävalenzfehler: Verhältnis der Geimpften und Ungeimpten verstehen

Ein Beispiel: Gruppe G (Geimpft) besteht aus 1000 Personen. In Gruppe U (Ungeimpft) befinden sich 100 Menschen. Aus beiden Gruppen erkranken nun jeweils 10 Personen durch das Coronavirus und müssen behandelt werden. Im Krankenhaus liegen 20 Personen – davon ist die Hälfte ungeimpft.

Hier darf die Betrachtung der Daten aber nicht enden. Die Wahrscheinlichkeit, in einer der beiden Gruppen zu erkranken ist nicht gleich: Bei den Ungeimpften ist jeder Zehnte in Behandlung, bei den Geimpften jeder Hundertste.

Knapp 61,1 Millionen Deutsche (Stand: 26.01.) sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) vollständig, also zweimal, geimpft. Das ist eine Quote von rund 73 Prozent.

Dass es mit fortlaufender Impfkampagne zu vermehrten Impfdurchbrüchen kommt, war dem RKI zufolge so zu erwarten und lässt sich wie folgt erklären: Wenn der Anteil der Geimpften in der Gesamtbevölkerung steigt, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter allen Personen, die sich infizieren, auch Geimpfte befinden. „Wenn alle Personen einer Population geimpft sind (Impfquote 100 Prozent), beträgt der Anteil der Impfdurchbrüche an den Erkrankten 100 Prozent“, erklärt das RKI auf seiner Internetseite. Dadurch lasse sich aber nicht ableiten, dass die Impfung nicht wirkt.

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