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Corona NRW: Land zählt jetzt 413 Todesfälle durch Covid-19

Videointerview: Virologe über das Kontaktverbot an Ostern

Welche Rolle spielen Bärte bei der Infektion mit Viren? Wie sollten Familien Ostern feiern? Virologe Prof. Dr. Ulf Dittmer im Videointerview.

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Düsseldorf.  413 Corona-Tote gibt es jetzt in NRW. 9875 Menschen gelten als genesen. Ausflugsziele werden an Ostern gesperrt. Alle Infos im Newsblog.

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

17.17 Uhr: In der Corona-Krise entdecken die Menschen den Wald als Zufluchtsort wieder. Nicht nur der Krisenstab des waldreichen Hochsauerlandkreises kann auch gut verstehen, dass es die Menschen "jetzt, wo wir alle schon viel Zeit zu Hause verbracht haben", in die Wälder zieht. Die gute Nachricht: "Der Osterspaziergang muss nicht ausfallen." Aber es gelte weiterhin, Abstand zu halten und anderen Spaziergängern "so gut wie möglich" aus dem Weg zu gehen.

17.06 Uhr: Trotz der seit Tagen stabilen Corona-Zahlen in Bochum warnt die Ärzteschaft dringend davor, bei den Anstrengungen gegen eine Ausbreitung des Virus nachzulassen. "Wir dürfen uns keinesfalls in falscher Sicherheit wiegen. Der Virus ist noch da!", appelliert Dr. Eckhard Kampe (63), Leiter der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

16.59 Uhr: Ist die Milch aus, so ist oft der nächste Gang zum Supermarkt trotz Corona-Krise dran. Es gibt aber auch Alternativen: Etwa kontaktlos an einer Milchtankstelle zapfen. Wie am Kliedter Hof in Krefeld. In der Corona-Krise suchen der Milchbäuerin Ulrike Schulte-Bockholt zufolge mehr Menschen ihre Rohmilch-Tankstelle auf. Das könne an der Knappheit in den Supermärkten liegen, aber auch daran, dass „die Menschen wieder die Ursprünglichkeit und Echtheit haben wollen“, sagt die 61-Jährige.

16.24 Uhr: In Nordhein-Westfalen gibt es nun 413 Menschen, die an einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben sind (Stand Mittwoch, 8.4., 16 Uhr). Das teilt das Gesundheitsministerium mit. 9875 Menschen gelten als genesen. Insgesamt gibt es im Land 22.849 bestätigte Corona-Fälle. Diese Zahl verdoppelt sich derzeit alle 12,2 Tage.

16.13 Uhr: Im Schatten der Coronakrise spitzt sich am Universitätsklinikum Essen ein Konflikt um Lohnforderungen zu: Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich Reinigungskräfte der dortigen Gebäudeservice GmbH in einer Unterschriftenaktion an den Vorstand der Uni-Klinik gewandt. Sie fordern dauerhaft höhere Löhne und mehr Zeit, um die Stationen und andere Bereiche des Krankenhauses zu reinigen. Die Geschäftsführung der Service GmbH hat die Forderungen zurückgewiesen.

15.49 Uhr: Zunehmend scheuen sich Menschen aktuell selbst bei schweren Erkrankungen den Weg in die Arztpraxis oder die Klinik – entweder aus Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren oder aus Sorge die Häuser seien mit Corona-Patienten voll belegt. Es mussten bereits Zehen oder Teile des Fußes amputiert werden, sagt Dr. Michael Lichtenberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Chefarzt der Klinik für Angiologie im Klinikum Hochsauerland.

15.32 Uhr: Der FC Schalke 04 sieht sich in seiner Existenz bedroht, sollte die Saison in der Fußball-Bundesliga nicht wie geplant von Mai an weitergeführt werden können. Am Mittwoch bedankte sich der Revierclub auf seiner Internetseite bei Dauerkarteninhabern, die trotz der Saisonunterbrechung wegen der Coronavirus-Pandemie auf eine teilweise Rückerstattung von Geldern verzichten.

15.25 Uhr: Nordrhein-Westfalen legt ein Zehn-Millionen-Euro-Hilfspaket für Sportvereine in Not auf. „Es geht um jene Vereine, die hohe Verluste im ideellen Bereich zu beklagen haben, zum Beispiel, wenn Veranstaltungen ausfallen“, sagte Sportstaatssekretärin Andrea Milz (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Voraussetzung sei, dass zuvor keine staatlichen Mittel beantragt wurden.

15.15 Uhr: Die Stadt Bottrop hat an dem beliebten Ausflugsziel Grafenmühle die Notbremse gezogen: Die gastronomischen Betriebe dort müssen von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag dichtmachen. Weil der Stadt vermehrt Verstöße gegen das Kontaktverbot am Biker-Treff „Zur Grafenmühle“ gemeldet wurden, gibt es bereits seit dem vergangenen Dienstag Einschränkungen. Bis Dienstag, 14. April, werden sämtliche Zufahrtsstraßen sowie die Parkplätze gesperrt. Zusätzlich sind am Wochenende Kontrollen des Ordnungsdiensts mit der Polizei und privaten Sicherheitsunternehmen geplant.

15.12 Uhr: Infektiologe Dr. Klaus Becker sagt: „Wir merken jetzt einen deutlichen, aber nicht bedrohlichen Anstieg der Patientenzahlen.“ Dennoch ist der Chefarzt der Inneren Medizin am St.-Clemens-Hospital (Katholisches Klinikum Oberhausen) beunruhigt. Er fordert: „Lasst uns die zunehmende Diskriminierung der Corona-Patienten stoppen!“ Oberhausen gehört noch immer zu den Städten, die bislang nur wenige Coronavirus-Fälle verzeichnen.

15.09 Uhr: Ab Donnerstag, 9. April. werden alle Parkplätze rund um den Diemelsee bei Marsberg wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres gesperrt. Dies betrifft auch den Großraumparkplatz auf der Helminghauser Seite. Die Toilettenanlage auf diesem Parkplatz bleibt ebenfalls geschlossen. Der Parkplatz am Fährhaus ist ein beliebter Treffpunkt für Biker und Ausgangspunkt für Ausflüge am Diemelsee.

14.56 Uhr: NRW wolle einen „erheblichen Anteil der Produktion von Schutzkleidung“ im eigenen Land fertigen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Denn auf den internationalen Märkten gebe es in vielen Bereichen „Wild West“-Methoden. NRW habe bereits 3,7 Millionen Schutzmasken landesweit ausgeteilt.

14.43 Uhr: Die Todesrate in Deutschland sei europaweit mit weitem Abstand die geringste, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Sie liege bei 1,8 Prozent der bestätigten Fälle. Schon in den Niederlanden liege diese bei knapp unter zehn Prozent.

14.39 Uhr: Das "Epidemie-Gesetz" hält NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) weiter richtig. Wegen der darin enthaltenen Vorschriften, unter anderem die Zwangsverpflichtung von Medizinern, hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kritik von Seiten der Opposition gegeben.

14.24 Uhr: Die Landesregierung hat ein Unternehmen in Bielefeld gefunden, das allein für Nordrhein-Westfalen 320.000 Masken pro Tag herstellen soll. Dennoch sei das nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Außerdem setzt die Landesregierung darauf, dass Konzerne ihre Kontakte nach China nutzen sollen, um eher und einfacher an Schutzmaterialien zu kommen.

14.21 Uhr: Wie lange bleibt es noch bei dem Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen? Die Landesregierung will zu dieser Frage den Rat von Experten einholen.

14.18 Uhr: In Alten- und Pflegeheimen soll es vorerst weiter keinen Aufnahmestopp geben, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

14.14 Uhr: 7500 Intensivbetten gibt es in den Krankenhäusern in NRW, 5000 davon verfügen über Beatmungsplätze. Im Zuge der Corona-Krise werden derzeit 682 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch in Krankenhäusern behandelt, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). 547 davon müssen künstlich beatmet werden.

14.12 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Land verdoppelt sich derzeit innerhalb von zwölf Tagen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Sollte diese Dynamik so bleiben, gäbe es in NRW aber am Ende dieses Monats 164.000 Corona-Infizierte. Ziel sei es, auf einen Verdoppelungszeitraum von 16 Tagen zu kommen. Dann wären es rund 97.000 Infizierte.

13.42 Uhr: Die Stadt Duisburg richtet ein zentrales Sichtungs- und Probezentrum für Corona-Verdachtsfälle an der MSV-Arena ein. Die Verwaltung habe sich dazu entschlossen, um die Abläufe in den medizinischen Sichtungsstellen und dem Corona-Testzentrum zu optimieren. Aufgrund der zentralen Lage und einer guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sei der neue Standort für alle Duisburger gut zu erreichen. Im Stadion von Borussia Dortmund gibt es seit einigen Tagen ein Corona-Behandlungszentrum.

13.32 Uhr: Es ist die letzte von einst etwa einem Dutzend Brauereien in Bochum. Nun muss die Privatbrauerei Moritz Fiege zum ersten Mal in ihrer 142-jährigen Geschichte Kurzarbeit anmelden. Der Coronavirus hat das Fassbiergeschäft der Brauerei zum Erliegen gebracht, nachdem vor knapp drei Wochen Restaurants und Kneipen geschlossen werden mussten. Ist Bochums letzte Brauerei in Gefahr?

13.19 Uhr: "Kemnade in Flammen" ist wegen des Coronavirus abgesagt. Das Festival hätte vom 29. Mai bis zum 1. Juni stattgefunden. Nach mehr als 30 Jahren ist das die erste Absage des Festivals am Kemnader See im Städtedreiecke Bochum/Witten/Hattingen. Als Headliner war in diesem Jahr Mia vorgesehen. Für das Zeltfestival und Bochum Kulinarisch wird nach Ostern eine Entscheidung erwartet. Fragezeichen stehen noch hinter Bochum Total.

12.52 Uhr: In der Corona-Krise wird jede helfende Hand gebraucht. Die Essener Uniklinik startete deswegen einen Aufruf an Medizinstudenten, die im Kampf gegen das Virus helfen wollen. Anna Romanowicz (33) und Luisa Kärner (27) sind zwei der aktuell 50 Studenten, die Hörsaal und Bücher gegen den Klinikalltag getauscht haben.

12.40 Uhr: Die Zahl der Ehrenamtler ist unverändert hoch. Nun schlägt die Ehrenamt-Agentur Essen (EAE) jedoch Alarm: Nur ein Bruchteil der älteren und vorerkrankten Menschen nehme die Hilfe in Anspruch. Die Zahlen muten absurd an: Auf zehn Helfer kommt der EAE zufolge bisher lediglich eine Person, die Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Außerdem auffällig: Mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer nehmen das Angebot wahr.

12.28 Uhr: Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf.

12.20 Uhr: Die Zahl der Toten und Infizierten in den Seniorenheimen in Südwestfalen nimmt zu: Im Schmallenbachhaus in Fröndenberg ist ein fünfter Bewohner an den Folgen des Virus gestorben. Von den 250 Senioren und 400 Mitarbeitern sind 85 infiziert. In Wohn- und Pflegeheimen in der Region wurden vorsorglich hunderte Proben genommen.

12.11 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie hat der Flughafen Düsseldorf nur fünf Prozent des üblichen Verkehrsaufkommens. In 70 Kilometer entfernten Weeze gibt es vorerst keine regulären Flüge. An den Airports herrscht statt Ostertrubel gespenstische Leere.

12.06 Uhr: Handy, Tablet und Computer in der Kita? Bislang werden digitale Medien beim Lernen und Spielen im Vorschulalter eher selten eingesetzt. Wie weit die Digitalisierung in der frühen Bildung vorangeschritten ist, wie sie genutzt wird und welche Kompetenzen aufgebaut werden müssen, untersucht eine aktuelle Studie aus dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen (UDE).

11.57 Uhr: Die wegen der Corona-Krise verschobenen schriftlichen Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen können nach derzeitiger Einschätzung des Schulministeriums vom 12. Mai an starten. Das sagte Schulstaatssekretär Matthias Richter am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Auch in den anderen Bundesländern könnten die schriftlichen Abiprüfungen vermutlich abgehalten werden. Für NRW gehe er davon aus, dass die Prüfungen unter der Beachtung des Infektionsschutzes durchgeführt werden könnten.

11.51 Uhr: Der abgesagte Metro-Marathon soll in diesem Jahr nicht nachgeholt werden. Das teilen die Organisatoren auf ihrer Internet-Seite mit. Statt dessen wurde jetzt ein "virtueller Lauf" als Ersatz kreiert. Teilnehmer weltweit können sich dabei unter dem Titel "Keep Mooving" individuell - und alleine - im "freundschaftlichen Wettkampf" messen. Die Anmeldung erfolgt online und ist kostenlos.

11.45 Uhr: Nach der Absage des diesjährigen Vivawest-Marathons, gibt es nun zwei mögliche Ersatz-Termine. Statt am 17. Mai könnte es im Herbst auf die Strecke im Ruhrgebiet gehen.

11.40 Uhr: Das Museum Folkwang in Essen muss vier Ausstellungsprojekte wegen der Corona-Pandemie verschieben. Die Keith-Haring-Schau, die ursprünglich ab Mai geplant war, soll nun im Spätsommer starten.

11.34 Uhr: Im Kreis Recklinghausen ist jetzt auch ein Corona-Testmobil im Einsatz. Der vom Deutschen Roten Kreuz betriebene Dienst ist in den zehn Kreisstädten unterwegs. Er ist gedacht für Gehbehinderte, Heimbewohner, Alleinerziehende mit kleinen Kindern oder Patienten in Quarantäne, die nicht zu den Diagnosezentren fahren können, um einen Corona-Test machen zu lassen.

11.12 Uhr: 450 Spontanhelfer kämpfen in Duisburg gegen Corona. Die Mediziner und Pfleger in den Sichtungszentren. Die Näher und Schneider in Nähstuben.

11.05 Uhr: Weil sich dort am vergangenen Wochenende gut 200 Motorradfahrer versammelt hatten, wird der Parkplatz des Bigge Grills am Biggesee zwischen Olpe und Attendorn an Karfreitag durch das örtliche Ordnungsamt gesperrt.

11.01 Uhr: Im Niederrhein Therapiezentrum Duisburg (NTZ) stehen Mitarbeiter und Patienten durch Corona vor besondere Herausforderungen. 140 drogenkranke Straftäter werden in der forensischen Klinik in Hohenbudberg therapiert und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Bislang sieht die Klinik davon ab, Mund-Nasen-Schutzmasken für die Mitarbeiter anzuordnen, obwohl diese in der NTZ-eigenen Schneiderei für den internen Gebrauch angefertigt werden. Die „Entscheidung zwischen Pest und Cholera“ sei Ergebnis einer schwierigen Risikoabwägung durch die Psychologen: „Etwa ein Drittel unserer Patienten kann aufgrund schwerer Persönlichkeitsstörungen eine solche Maßnahme nicht so einschätzen wie ein gesunder Mensch. Es könnte sein, dass sie den Effekt als dramatisch ansehen.“

Zahl der bestätigten Infektionen steigt auf bald 23.000

10.49 Uhr: Corona stellt Unternehmen vor Probleme. Einige Branchen trifft die Krise im Hochsauerlandkreis mit großer Wucht. Doch in der gewaltigen Not steckt eine Chance.

10.36 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen zu den bestätigten Corona-Infektionen veröffentlicht. Demnach wurden 22.669 Menschen positiv getestet worden. 408 sind durch das Coronavirus gestorben. 9636 vormals Infizierte gelten als genesen.

10.25 Uhr. Wibke Bayer, Forscherin der Virologie am Uniklinikum Essen, sucht Teilnehmer für eine Studie zum Coronavirus. Die Studie soll wichtige Daten liefern, um Krankheits-Symptome besser zu verstehen. Als Teilnehmer gesucht werden Personen, die auf Corona getestet worden sind oder nicht getestet wurden, "aber vermuten, dass sie infiziert sind oder waren", teilt Bayer via Facebook mit. Die Umfrage erfolgt online.

9.58 Uhr: Die Bäckerei-Kette Kamps hat ihren Produktionsbetrieb am Standort in Schwalmtal im Kreis Viersen wegen Corona umgestellt. Der Betrieb sei auf voneinander unabhängige Schichten umgestellt worden, teilt das Unternehmen mit. Trotz erschwerter Bedingungen werde fast das gesamte Produkt-Sortiment angeboten. Um Andrang in Filialen einzudämmen, könnten Kunden Backwaren nun auch telefonisch vorbestellen.

9.31 Uhr: Das Fluggeschehen am Flughafen Düsseldorf bleibt auch an diesem Mittwoch sehr überschaubar. Insgesamt 25 Flüge zeigt der Flugplan an, davon sind vier als annulliert ausgewiesen. Am Flughafen ist ohnehin nur noch eines der drei Terminals geöffnet. Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Eine komplette Schließung des Flughafens ist wegen seiner "Systemrelevanz" als Großflughafen nicht möglich, teilte die Flughafengesellschaft mit. Der Flughafen Dortmund verzeichnet für diesen Mittwoch zwei Starts und zwei Landungen.

Polizei rät Motorradfahrern von Oster-Touren ab

9.15 Uhr. Die Kreispolizei Recklinghausen warnt Motorradfahrer vor Touren am kommenden Osterwochenende: Die seien zwar nicht verboten, "widersprechen aber dem Sinn der Corona-Schutzverordnung". Schon alleine das Verletzungsrisiko spräche gegen solche Touren, teilt die Polizeibehörde mit: "Jeder, der sich angesichts der derzeitigen Entwicklungen selbst unnötig in Gefahr begibt und sich hohen Verletzungsrisiken aussetzt, handelt unsolidarisch. Die Betten in unseren Krankenhäusern brauchen wir derzeit für andere Herausforderungen."

8.52 Uhr: Der Waldbauernverband NRW mahnt, beim Osterspaziergang im Wald "auf Abstand" zu bleiben - auch mit Blick auf Bäume: Spaziergänger sollen auf Anpflanzungen Rücksicht nehmen und diese nicht betreten. "Auch sollten Waldbesucher in abgestorbenen Waldbeständen besonders aufmerksam sein", teilte der Verband mit: "Trockene Bäume und trockene Äste können unvermittelt herabfallen. Auch ist die Waldbrandgefahr jetzt besonders hoch. Rauchen und offenes Feuer müssen unterbleiben."

8.37 Uhr: In Supermärkten gibt es jetzt in der Regel einen Einkaufswagen-Zwang. Das soll helfen, die Abstandsregeln einzuhalten. Auf Wochenmärkten herrscht mitunter nach wie vor Gedränge. Die Stadt Dortmund reagiert nun: Beim nächsten Wochenmarkt auf dem Hansaplatz werden unter anderem Marktstände verlegt oder verkleinert, Markierungen als Abstandshalter angebracht - und bestimmte Stände sollen Abhol-Termine für Kunden vergeben, teilt die Stadt mit.

8.11 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf hat sich in seinem Online-Shop auf Corona eingestellt. Im Angebot ist seit Jüngstem ein "Behelf-Mund-Nase-Schutz" in Vereinsfarben mit F95-Logo für 6,95 Euro pro Stück. Motto: "Unsere Defensivstrategie: Maske auf!"

7.44 Uhr: Blick auf die Straßen. Man hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass auf den Autobahnen wegen Corona selbst in der morgendlichen Rushhour - auch wenn nun Osterferien sind - weitestgehend freie Fahrt ist. Sechs Kilometer Stau zählt der WDR aktuell auf den Autobahnen - NRW-weit.

Verband warnt vor gewaltiger Lücke bei häuslicher Betreuung Älterer

7.38 Uhr: Die Corona-Pandemie offenbart auf allen Ebenen bisher nicht gekannte Probleme. So weist der Verband Haus und Grund Rheinland-Westfalen jetzt darauf hin, dass Eigentümerversammlungen bei Wohnungseigentümern, die üblicherweise in der ersten Jahreshälfte Saison hätten, derzeit verboten sind, wenn mehr als zwei Teilnehmer zu erwarten sind, was die Regel sei. Video- und Telefonkonferenzen als Ausweichmöglichkeit aber seien "im Gesetz bislang nicht vorgesehen". Rat des Verbandes: Man sollte sich auf die zweite Jahreshälfte vertagen. "Einen konkreten Zeitpunkt schreibt das Gesetz nicht vor".

7.12 Uhr: Inmitten der Corona-Krise droht Experten zufolge in der häuslichen Betreuung alter und kranker Menschen nach Ostern eine gewaltige Lücke. Ein großer Teil der osteuropäischen Betreuerinnen werde nach den Feiertagen wegen der Pandemie nicht mehr aus ihren Heimatländern zurück in die deutschen Haushalte kommen. Schrittweise würden voraussichtlich bis zu 200.000 Betreuungspersonen aus Osteuropa, überwiegend Polinnen, fehlen. Auch in NRW könnte sich nach Einschätzung des Landesverbands freie ambulante Krankenpflege (LfK) bald ein Defizit ergeben.

6.58 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht eine Verschiebung der Kommunalwahlen in NRW im Zuge der Corona-Krise kritisch. „Wahlen sind in einer Demokratie mit die höchsten Güter, die verschiebt man nicht mal eben leichtfertig“, sagte Laschet dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Blick auf die für den 13. September geplanten Kommunalwahlen. In einem gemeinsamen Brief an das Innenministerium hinterfragten Städte- und Gemeindebund, Städtetag und der Landkreistag unter anderem die bestehenden Fristen, etwa zur Listenaufstellung, die nach bisherigem Stand bis Mitte Juli erfolgen muss. Eine reine Briefwahl, wie zuletzt in Bayern, sei für NRW keine Option, teilte das Landes-Innenministerium mit: „Nach dem derzeit geltenden Kommunalwahlgesetz ist eine reine Briefwahl - also ohne gleichzeitige Urnenwahl - nicht zulässig.“

6.30 Uhr: Der Ausstiegspfad aus den corona-bedingten Einschränkungen muss aus Sicht der nordrhein-westfälischen Grünen im Landtag erörtert werden, bevor Regierungsentscheidungen fallen. Eine parlamentarische Debatte darüber könne auch kurzfristig in Sondersitzungen in der zweiten Osterferienwoche geführt werden, schlägt die Spitze der Oppositionsfraktion in einem Brief an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor. Es reiche nicht aus, über die Zukunft des Landes im Expertenrat zu beraten, den Laschet berufen habe.

Corona-Krise macht Kirchen an Rhein und Ruhr erfinderisch

4.12 Uhr: Für die Christen in NRW wird es ein Ostern, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben: Der Besuch von Gottesdiensten ist wegen der Corona-Krise verboten. Das ist einmalig in der Kirchengeschichte. Doch sowohl Protestanten als auch Katholiken haben sich als Ersatz einiges einfallen lassen: Alle übertragen Gottesdienste im Internet und haben dort Material für Gebetszeiten in der Familie bereitgestellt. Darüber hinaus gibt es einige besondere Ideen, in Düsseldorf zum Beispiel Ostergottesdienste im dortigen Autokino.

3.20 Uhr: Während Lichtspielhäuser nach wie vor geschlossen sind, erleben Autokinos einen ungeahnten Boom. In Düsseldorf startet an diesem Mittwoch ein Autokino auf einem Messeparkplatz. Die Vorstellung sind für die kommenden Tag bereits ausverkauft. In Marl öffnete am Montag ein Autokino, weitere in Herne und in Kleve stehen vor der Eröffnung. An Rhein und Ruhr gab es bis dato nur ein Autokino in Essen.

0.10 Uhr: Der TÜV war gerade da und hat sein OK gegeben, die meisten Fahrgeschäfte glänzen in der fast sommerlichen Sonne in frischen Farben – eigentlich sollte im "Wunderland Kalkar" am Karfreitag Saisoneröffnung sein. Daraus wird wegen Corona nichts: Der Familienpark kämpft stattdessen ums Überleben.

0.00 Uhr: In einer Pressekonferenz in Düsseldort hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag einen "Fahrplan zurück in die Normalität" gefordert. Auflagen und Maßnahmen würden weiterhin nötig sein, jedoch "in Abstufungen", sagte Laschet. Nach Ostern werde über das weitere Vorgehen entschieden, kündigte Laschet an. Die Zahl der bestätigten Infektionen hat sich am Dienstag der 22.000er-Marke genähert. Allerdings wird nun auch ein anderer Wert erfasst: Fast 8900 Infizierte gelten inzwischen als genesen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit.

Ihnen fällt zu Hause die Decke auf den Kopf? Dann schauen Sie doch mal auf unserer neuen #wirhaltenzusammen-Seite vorbei. Dort finden Sie Tipps für Do-it-yourself-Projekte, Übungen zum Fitbleiben in den eigenen vier Wänden und - für die Eltern unter Ihnen - Spielematerial für Kinder.

#wirhaltenzusammen

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