Corona-Lage

Corona-Inzidenz in NRW steigt auf 24,5 - über Bundesschnitt

Lesedauer: 6 Minuten
Testpflicht für Reiserückkehrer ab Sonntag

Testpflicht für Reiserückkehrer ab Sonntag

Ab kommenden Sonntag soll eine allgemeine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer gelten. Die Verordnung sollte am Freitag vom Bundeskabinett beschlossen werden.

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Essen.   244 neugemeldete Corona-Infektionen in NRW: Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt nach RKI-Angaben jetzt bei 24,5. Der Corona-Überblick für NRW.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Montagmorgen bei 24,5 (bundesweit 17,8).
  • 244 Corona-Neuinfektionen registrierte das RKI binnen eines Tages in NRW.
  • Seit dem Wochenende gelten neue Regeln für Reise-Rückkehrer


  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 244 neue Fälle beim RKI gemeldet

827847 Corona-Fälle (Stand: Montag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 244 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 847 neue Fälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 24,5 (bundesweit: 17,8).

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Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Solingen mit einem Wert von 47,7 (Stand: Montag). Gestern lag der Wert bei 45,2 (+2,5). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Euskirchen mit 8,3 (+0,0).

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +5,2 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Leverkusen (-1,8).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf gemeldet (32). Dahinter folgen der Kreis Recklinghausen (32), Duisburg (19) und der Kreis Mettmann (16).

Der Tabelle entnehmen Sie, zu welcher der Inzidenzstufen Ihre Stadt derzeit gehört. Wie der Stufenplan genau aussieht und was er bedeutet, lesen Sie hier.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird. Seitdem die Daten des RKI entscheidend für die Notbremse und Inzidenzstufen sind, geben einige Städte nur noch diese Werte an.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 4919 der 5994 Intensivbetten belegt. 1075 Betten sind noch frei. Das entspricht 17,9 Prozent. (Stand: 01.08.2021, 12.15 Uhr).

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 53,3 Prozent der Bürger haben vollen Impfschutz

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 21194354 an. Davon sind 11625986 Erstimpfungen und 9568368 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 64,8 Prozent. 53,3 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 61,5 Prozent (Zweitimpfung: 51,5 Prozent). Seit Dezember wurden in ganz Deutschland 93957605 Corona-Impfdosen verabreicht.

Legt man die Statistik der Kassenärztlichen Vereinigungen zugrunde, gibt es die höchste Erstimpfquote im Kreis Olpe (77,6 Prozent). Auf Platz 2 liegt der Kreis Steinfurt (73,7 Prozent), gefolgt von Bottrop (73,5 Prozent). Schlusslicht ist der Kreis Gütersloh mit einem Anteil von 57,0 Prozent. Die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein sind auf Stand vom 30.07., die der KV Westfalen-Lippe vom 30.07..

Bei den Zweitimpfungen liegt der Kreis Olpe vorn mit einem Anteil von 63,4 Prozent. Die geringste Zweitimpfquote hat aktuell der Kreis Herford (46,0 Prozent).

Seit dem 7. Juni ist die Impf-Priorisierung in NRW aufgehoben. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson waren in Arztpraxen bereits zuvor für alle freigegeben. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich nun impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat eine eingeschränkte Empfehlung der Impfung von Kindern abgegeben. In der EU ist der Impfstoff von Biontech für alle Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt hat die EMA auch den Impfstoff von Moderna bei Kindern ab 12 Jahren freigegeben.

Am 1. Juli hat die Stiko ihre Impfempfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

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