Corona-Lage

Corona in NRW: 15 Kommunen liegen über der 200er-Marke

Lesedauer: 8 Minuten

Schulen und Corona: Kinderärzte sollten entscheiden

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Schulunterricht in der Pandemie? Darüber sollten Kinderärzte entscheiden, sagt Virologe Dittmer. Und: Steigen die Zahlen, weil wir mehr testen?

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Essen.   Die Corona-Zahlen in NRW steigen weiter: Am Sonntag meldete das RKI 4438 Neuinfektionen. Impfquote (Erstimpfung) bei 19,7 Prozent. Der Überblick:

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW ist Daten des Robert-Koch-Instituts weiter gestiegen, am Samstag um 4438 (Stand Sonntag, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 19.185 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW ist erneut gestiegen auf 167,1.
  • Insgesamt 14.868 Menschen in NRW sind seit Beginn der Pandemie mit oder an einer Corona-Infektion verstorben.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 4438 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW und Deutschland steigen weiter an. 679.133 Corona-Fälle (Stand: Sonntag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 4438 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 19.185 neue Fälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 167,1 (bundesweit: 162,3).

In NRW sind gestern 14 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Seit Beginn der Corona-Pandemie waren dies insgesamt 14.868 Todesfälle in NRW (Stand Sonntag, 0 Uhr)


Coronazahlen vergangene Woche und letzten Monat

Am vergangenen Sonntag lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 4326 (bundesweit: 17.855).

Vor vier Wochen waren am Sonntag bis 0 Uhr in NRW 2917 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 13.733).

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Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die rechnerische Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt nach RKI-Angaben am Samstag bei 167,1. Das bedeutet, dass sich in NRW innerhalb einer Woche rechnerisch fast 167 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es nach wie vor in Remscheid mit einem Wert von 342,2 (Stand: Sonntag). Gestern lag der Wert dort bei 353,0 (-10,8). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für die Stadt Bottrop mit 84,2 (+2,5). Insgesamt lagen am Sonntag nur sechs der 53 Kommunen in NRW unterhalb der Inzidenzwertes von 100.

Am stärksten gestiegen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Leverkusen (+ 20,2) im Vergleich zum Vortag. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Mülheim an der Ruhr (-32.9).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Köln gemeldet (358). Dahinter folgen Dortmund (228), der Kreis Recklinghausen (198) und Duisburg (176).

Notbremse ab einem Inzidenzwert von 100

Ab einem Inzidenzwert von 100 wird in NRW die "Notbremse" gezogen. Lockerungen werden dann zurückgenommen und das öffentliche Leben wieder stärker eingeschränkt. Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnelltest erlauben.In NRW haben aktuell 45 der 53 Städte und Kreise eine Inzidenz höher als 100 (Stand: Sonntag)

In 15 Städten und Kreisen liegt der Inzidenzwert sogar über 200:

  • Remscheid (342,2)
  • Hagen (269,2)
  • Oberbergischer Kreis (253,3)
  • Wuppertal (241,6)
  • Kreis Unna (226,4)
  • Krefeld (223,4)
  • Solingen (221,0)
  • Kreis Mettmann (220,8)
  • Leverkusen (220,5)
  • Märkischer Kreis (216,0)
  • Hamm (212,9)
  • Gelsenkirchen (211,1)
  • Duisburg (209,8)
  • Herne (204,5)
  • Kreis Gütersloh (202,5)

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5059 der 5716 Intensivbetten belegt (Quelle: Divi). 657 Betten sind noch frei. Das entspricht 11,49 Prozent. (Stand: 18.04.2021, 06.19 Uhr).

In mehreren Städten melden erste Kliniken, dass sie an die Grenzen ihrer Notfallkapazitäten angekommen seien. Intensivmediziner erwarteten weiter deutlich steigende Fallzahlen. Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Corona NRW: Zweitimpfung für unter 60-Jährige mit mRNA-Impfstoffen

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 4.669.248 an. Davon sind 3.539.529 Erstimpfungen und 1.129.719 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 19,7 Prozent. 6,3 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 19,1 Prozent (Zweitimpfung: 6,5 Prozent). Seit Dezember wurden in ganz Deutschland 21.332.342 Corona-Imopfdosen verabreicht.

Auf kommunaler Ebene veröffentlichen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Nordrhein und Westfalen-Lippe Impfdaten. Dort stehen jedoch nur Zahlen aus Impfzentren, Hausarztpraxen und von Impfteams zur Verfügung. Die Zahl der Impfdosen in Krankenhäusern fehlt also. Ohne die Kliniken ergibt sich für ganz NRW aus den KV-Daten eine Zahl von 3.356.300 Erst- sowie 1.045.452 Zweitimpfungen, summiert 4.401.752. In dieser kommunalen Statistik fehlen demnach 267.496 Impfdosen gegenüber den Angaben des Robert-Koch-Instituts.

Legt man die Statistik der Kassenärztlichen Vereinigungen zugrunde, gibt es die höchste Erstimpfquote im Kreis Olpe (23,8 Prozent). Auf Platz 2 liegt die Stadt Hagen (23,6 Prozent), gefolgt von Münster (23,3 Prozent). Schlusslicht ist der Rhein-Sieg-Kreis mit einem Anteil von 15,3 Prozent. Die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein sind auf Stand vom 16. April, die der KV Westfalen-Lippe ebenfalls vom 16. April.

Bei den Zweitimpfungen liegt die Stadt Bonn vorn mit einem Anteil von 7,9 Prozent. Die geringste Zweitimpfquote hat aktuell Dortmund (4,6 Prozent).

Seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt. Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen. Das haben Bund und Länder nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission entschieden.

Corona-Regeln in NRW: Schulen starten am 19. April in den Wechselunterricht - aber nicht nicht in Hotspots

Die Schulen sind nach den Osterferien vorerst mit Distanzunterricht gestartet. Ab dem 19. April starten die Schulen in NRW wieder in den Wechselunterricht. Das allerdings ist davon abhängig, inwieweit im jeweiligen Landkreis oder der Großstadt die Sieben-Tages-Inzidenz über bzw. knapp unter der Marke von 200 liegt.

Lockdown bis zum 25. April verlängert

Der derzeitige Lockdown ist in NRW bis zum 25. April verlängert worden. Der für den 12. April geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern war abgesagt worden, stattdessen soll es einheitliche Regeln zur Pandemie-Bekämpfung geben. Welche neuen Regeln bald gelten könnten.

Die Details zum Corona-Gipfel lesen Sie hier:

In Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf ist weiterhin ein medizinischer Mund-Nase-Schutz Pflicht, FFP2-Masken sind ebenfalls möglich. Nicht zugelassen im ÖPNV und Geschäften sind Alltagsmasken.

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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