Corona-Lage

Corona NRW: 1647 Neuinfektionen – 871 Covid-Kranke in Klinik

| Lesedauer: 8 Minuten
Erkältungszeit und Corona: Wie sollte man sich verhalten?

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Essen.   Das RKI meldet am Freitag 1647 Corona-Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt klar unter dem Bundesdurchschnitt. Der NRW-Überblick.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Freitag bei 48,5 (Vortag: 49,6). Der bundesweite Wert bei 68,7 (Vortag: 67,0).
  • 1647 Corona-Neuinfektionen registrierte das RKI in NRW.
  • 303 Covid-19-Patienten werden in NRW im Krankenhaus auf einer Intensivstation behandelt.
  • 73,2 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 69,0 Prozent haben vollen Impfschutz.


  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 1647 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 1647 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 978.762.

In ganz Deutschland wurden 11.518 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 4.354.158 (Stand Freitag 0 Uhr).

Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Künftig sollen über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt werden, für die es aber kein festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Hagen mit einem Wert von 132,0 (Stand: Freitag). Gestern lag der Wert bei 139,9 (-7,9). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Coesfeld mit 13,6 (-2,3).

In Bottrop ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +11,1 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Minden-Lübbecke (-13,5).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Köln gemeldet (121). Dahinter folgen der Kreis Recklinghausen (86), der Kreis Minden-Lübbecke (71) und Düsseldorf (62).

In jeder Stadt und in jedem Kreis wurden neue Fälle an das RKI gemeldet (Stand 0 Uhr).

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird. Seitdem die Daten des RKI entscheidend für die Notbremse und Inzidenzstufen sind, geben einige Städte nur noch diese Werte an.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten steigt in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern bewegt sich auf gleichbleibendem Niveau. Aktuell werden 871 Menschen in Krankenhäusern behandelt, 303 von ihnen auf einer Intensivstation. 189 müssen derzeit beatmet werden (Stand 14. Oktober).

Am Vortag lag die Zahl der in NRW Hospitalisierten bei 892 (intensvimedizinisch: 300, beatmet: 190).

Zum Vergleich: Die Zahl der generell mit Covid behandelten Menschen erreichte Ende Dezember 2020 ihren höchsten Wert mit 6000. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember und Anfang Mai mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in Kliniken des bevölkerungsreichsten Bundeslandes behandelt werden.

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5151 der 5971 Intensivbetten belegt. 820 Betten sind noch frei. Das entspricht 13,7 Prozent. (Stand: 14. Oktober, 12.15 Uhr).

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 5,59 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 1,56 (Stand 14. Oktober, 0 Uhr).

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Freitag 11 neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 18.006 Menschen seit Beginn der Pandemie an einer Covid-19-Infektion gestorben.

Nach Angaben der Landesregierung NRW liegt der R-Wert im Sieben-Tage-Schnitt bei 0,93. Der Wert lag zuletzt im Bereich von 0,7. Damit deutet sich eine neue Verschärfung der pandemischen Lage an. Sollte der Wert auf 1 und höher steigen, bedeutet das, dass eine Person im Schnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. Seit Ende September steigt der R-Wert an.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 68,9 Prozent der Bürger haben vollen Impfschutz

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 25.501.092 an. Davon sind 13.126.863 Erstimpfungen und 12.374.229 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 73,2 Prozent. 69,0 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 68,7 Prozent (Zweitimpfung: 65,5 Prozent). Seit Dezember wurden in ganz Deutschland 111.614.210 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 7. Juni ist die Impf-Priorisierung in NRW aufgehoben. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson waren in Arztpraxen bereits zuvor für alle freigegeben. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich nun impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung der Impfung von Kindern abgegeben. In der EU ist der Impfstoff von Biontech für alle Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt hat die EMA auch den Impfstoff von Moderna bei Kindern ab 12 Jahren freigegeben.

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Am 1. Juli hat die Stiko ihre Impfempfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Impfpriorisierung ist gefallen: Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Die Impfzentren sind zum 30. September geschlossen worden. Im Anschluss läuft die Impfung vor allem über die Arztpraxen weiter, aber es gibt je nach Kommune auch mobile Impfangebote und zentrale Impf-Stellen. So soll es im Anschluss weitergehen.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die nach Schließung der Impfzentren auch Praxis-fremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

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