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Corona in NRW: Die Meldungen von Sonntag (26. April)

Maskenpflicht auch für Kinder ab sechs Jahren: ein Überblick

Seit dem 27. April gelten neue Regeln in NRW: Mund- und Nasenschutzpflicht in Bussen und Bahnen, beim Einkaufen und in Arztpraxen. Ein Überblick.

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Düsseldorf.  Die Zahl der Neuinfektionen steigt moderat, die der Genesenen deutlich. Auch die Zahl der klinischen Patienten geht zurück. Unser Newsblog.

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  • In NRW sind 31.657 bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: Sonntag, 26. April), 21.583 Menschen gelten als genesen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 1096 Menschen an Covid-19 gestorben.
  • Demnach hält die positive Entwicklung an: Bei den Infizierten gibt es einen leichten Anstieg von 200 Fällen. Bei den Genesenen sind es 1000 mehr als am Vortag.
  • NRW führt am Montag, 27. April, eine landesweite Maskenpflicht ein. Sie gilt immer dann, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann. Die Regeln haben wir hier zusammengefasst. Die Schulen entscheiden selbst darüber, ob sie eine Maskenpflicht einführen. Zudem dürfen ab dann auch große Geschäfte öffnen - wenn sie Verkaufsfläche reduzieren.
  • Hier geht es zur aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.
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+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

22.00 Uhr: Damit schließen wir für heute unseren Newsblog und werden Sie am Montagmorgen wieder über die aktuelle Entwicklung informieren.

21.46 Uhr: Die Gratwanderung zwischen Gesundheitsschutz und Rückkehr in einen normalen Alltag wird weiter andauern. Die Situation vieler gewerblicher Unternehmen im Kreis Soest und dem Hochsauerland ist nach Ansicht der IHK Arnsberg bedrohlich.

21.05 Uhr: Die Herner CDU wirft der Stadtspitze vor, in der Corona-Krise politische Ziele durch die Hintertür durchsetzen zu wollen. Darum geht es.

20.29 Uhr: Kaum sind die Zehntklässler wieder in der Schule, ist zumindest für die Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg-Ruhrort schon wieder Schluss: Wegen eines Corona-Verdachtsfalls im Jahrgang 10.

19.37 Uhr: Drei Arzthelferinnen sind in Duisburg direkt nach getaner Arbeit in eine Corona-Kontrolle geraten. Warum sie sich über die satten Strafen ärgern.

19.22 Uhr: Grundsätzlich wirbt Laschet dafür, Fragen der Corona-Beschränkungen ganzheitlich zu diskutieren - „dass man auch mal denkt, welche Schäden richten wir eigentlich an durch den Lockdown. Was heißt das für Kinder und Jugendliche, die in Wohnungen sind, die nicht mehr in die Kita kommen?“ Man müsse viel umfassender diskutieren und nicht jeden Tag auf die Infektionszahlen schauen.

19.06 Uhr: NRW-Regierungschef Armin Laschet dämpft die Erwartungen an das nächste Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über den Kampf gegen die Corona-Epidemie. „Ich glaube, dass wir am Donnerstag keine neuen fundamentalen Entscheidungen haben werden“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag im ARD-„Bericht aus Berlin“.

Es sei verabredet gewesen, dass man nach den ersten Lockerungsmaßnahmen zwei Wochen abwarte. „Da braucht man auch ein bisschen Geduld.“ Man werde vor allem über Kinder und Jugendliche sprechen, über Amateursport, über Spielplätze sowie den Umgang mit Gottesdiensten.

18.47 Uhr: Der Vorsitzende der SPD Oberhausen Sterkrade-Süd ist Virologe. Beim Gang über den Wochenmarkt erläuterte er die Gefahren des Coronavirus.

18.22 Uhr: Weil Krankenhäuser nicht ausgelastet sind, wird über Kurzarbeit nachgedacht. Ist das notwendig? Für manche Bereiche schon, so Klinikvertreter.

17.53 Uhr: Die Stadt Essen meldet den ersten Corona-Todesfall mit einem relativ jungen Opfer. Am Sonntag Morgen verstarb im Uni-Klinikum ein 26-Jähriger an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

17.24 Uhr: Nach dem Vorbild der Männer-Mannschaften sind nun auch die Jugend-Teams des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) für einen Saisonabbruch. Das teilte der FLVW mit. Einig seien sich die Vereine auch darüber, dass die Saison nach dem letzten Stand gewertet werden soll. „Dies stellt uns vor große Herausforderungen und ist selbst im engen Dialog mit den Vereinen nicht mit einer Berechnungsformel zu lösen“, sagte Christian Kroker, Vorsitzender des Kreis-Jugend-Ausschusses.

17:02 Uhr: Für die Menschen in Nordrhein-Westfalen gilt von diesem Montag an landesweit die Maskenpflicht an bestimmten öffentlichen Orten. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren müssen beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen Mund und Nase bedecken - wer keine professionelle Maske hat, kann anfangs auch noch ein Tuch oder einen Schal nutzen. Die Ordnungsämter wollen die Maskenpflicht überprüfen. Supermärkte und Verkehrsbetriebe setzen vor allem auf die Vernunft der Menschen. „Wir appellieren mit Nachdruck an unsere Kunden, die Vorschriften genau einzuhalten“, sagte eine Rewe-Sprecherin.

16.26 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul hat positiv auf die Durchführung von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga reagiert und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Geisterspiele seien vertretbar, meinte der CDU-Politiker. „Ich freue mich darauf, dass der Ball bald wieder rollt. Wir bereiten uns in der Polizei intensiv darauf vor, weil es Probleme geben könnte“, sagte Reul im Interview der „Welt“.

15.46 Uhr: Zivilfahnder haben in Köln ein illegal betriebenes Bordell aufgespürt und stillgelegt. Dort hatte ein 28-Jähriger in einem Mehrfamilienhaus entgegen der Corona-Schutzverordnung sechs Prostituierte arbeiten lassen. Sie und ein anwesender Freier wurden ordnungsbehördlich belangt. Der Betreiber muss sich strafrechtlich verantworten, wie es in einer Mitteilung am Sonntag hieß.

Die Polizei hatte das Bordell in dem Wohnhaus zufällig bei Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt entdeckt. Dabei waren die Fahnder eigentlich einem 41-Jährigen auf den Fersen, der in dem Haus vermutet wurde. In Ganz NRW registriert die Polizei, dass sich die Prositution aufgrund Kontaktbeschränkungen weitgehend in die Illegalität zurückgezogen hat. Eine Entwicklung, die für die Prostituierten hohe Risiken birgt.

15.09 Uhr: Seit rund sechs Wochen legt der Sport aufgrund der Corona-Pandemie eine Zwangspause ein. In NRW gibt es nun einen Vorstoß des Landessportbundes, der sich für einen Wiedereinstieg stark macht. Die Sportverbände und mehr als 18.000 NRW-Vereine seien darauf vorbereitet, so der Verband in einer Stellungnahme. Über fünf Millionen Vereinsmitglieder warten darauf, wieder ihren Sport auszuüben, etwas für ihre Gesundheit und Mobilität zu tun. Der Dachverband DOSB legt dafür ab Montag Sportarten-spezifische Verhaltensregeln vor.

14.37 Uhr: Die Stadt Essen wird ab Montag, 27. April, kontrollieren, ob Bürger der Pflicht nachkommen, beim Einkaufen und in Bus und Bahn eine Atemschutzmaske zu tragen.

Die Kontrollen führt der „Kommunale Ordnungsdienst“ (KOD) des Ordnungsamtes aus, kündigte Stadt-Sprecherin Silke Lenz am Freitag an. Strafen soll es aber nicht geben für jene, die der Pflicht, eine Maske zu tragen, nicht nachkommen.

13.52 Uhr: Hasan Alkas, Ökonomie-Professor der Hochschule Rhein-Waal, hat mit vier Mitarbeitern ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem man den künftigen Verlauf der Coronainfektionen darstellen und daraus Prognosen ableiten könne. Sein Ergebnis: Bis Ende Juni gebe es in Deutschland maximal 200.000 Fälle. Das heißt: Wenn die jetzigen Maßnahmen und Regeln beibehalten und beachtet werden, bleibe die Pandemie in Deutschland sehr gut beherrschbar.

13.14 Uhr: Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi plant der Flughafen Düsseldorf trotz Kurzarbeit und Rettungsschirm den Abbau von 600 Arbeitsplätzen. Darüber habe die Geschäftsführung die Belegschaft am Freitag per Videonachricht informiert.

Da der Luftverkehr dauerhaft um 25 Prozent sinke, soll bis zum Jahresende in gleichem Maße Personal abgebaut werden.

12.48 Uhr: Das Landesgesundheitministerium hat die aktuellen Zahlen zur Ausbreitung des Corona-Virus veröffentlicht: Demnach hält die positive Entwicklung an: Es sind 31.657 Menschen in NRW an Covid-19 erkrankt. Ein leichter Anstieg von 200 Fällen. Als genesen gelten 21.583 Fälle, das sind rund 1000 mehr als am Vortag. An der Krankheit gestorben sind 1.096 Menschen. Die Anzahl der Patienten in stationärer Behandlung sinkt weiter: Stand Sonntag werden 1.470 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, das sind 40 weniger als am Vortag. 525 dieser Patienten werden auf der Intensivstation behandelt. Von den insgesamt 7924 Intensivbetten in NRW standen am Freitag nach Ministeriumsangaben noch 2876 zur Verfügung.

Rund 39 Prozent der Todesfälle in NRW wurden in Pflegeheimen registriert: Dort verstarben seit Beginn der Pandemie 409 Bewohnerinnen und Bewohner. In den vollstationären Pflegeheimen des Landes sind aktuell rund 1.000 Bewohner und 800 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. In Bochum lassen erste Altenheime wieder Kontakte zu den Bewohnern zu - besonders nahe dürfen Angehörige ihren Liebsten aber

12.35: Der Parkplatz des Restaurants „Bar Celona“ an der Gahlenschen Straße in Hamme war am Sonntagmorgen Schauplatz des ersten Bochumer Auto-Gottesdienstes in Corona-Zeiten.

Veranstalter war die Evangelische Freikirche „Ruhr City Church“. 40 Pkw durften auf das Gelände. Zwei Personen pro Wagen waren erlaubt, bei Familien auch mehr. Ebenso außergewöhnlich wie der Ort war die Beteiligung der Gläubigen: Ein Winken aus dem geöffneten Autofenster bedeutete Beifall. Bei jedem „Amen“ sollte die Warnblinkanlage betätigt werden.

Auch auf zwei Gottesdienste im Autokino am Fort Fun gab es einen regelrechten Ansturm. Unter dem Motto „Not macht erfinderisch“ hatte die katholische Kirche im pastoralen Raum Meschede-Bestwig am Sonntag dorthin eingeladen. Und die Gläubigen kamen in Strömen. Bereits für den ersten Gottesdienst um 10 Uhr waren 101 Autos angemeldet, für den darauf folgenden Familiengottesdienst sogar 103.

Ebenfalls sehr gut besucht war der Autokino-Gottesdienst in Essen: Hier gab es zum Abschluss ein kräftiges Hupkonzert der Gläubigen.

12.17 Uhr: Ab morgen gilt die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen. Wir zeigen in der Übersicht, wo Sie noch eine Maske kaufen können.

Indem Mund und Nase mit Stoff bedeckt werden, soll die Gefahr minimiert werden, Mitmenschen mit dem Virus anzustecken. Auch selbstgenähte Stoffmasken oder über das Gesicht gezogene Schals und Tücher sind erlaubt.

11.22 Uhr: Weil zwei Familien immer wieder gegen die angeordnete Corona-Quarantäne verstoßen haben, werden in Grevenbroich bei Düsseldorf alle 450 Bewohner eines Hochhaus-Komplexes auf das Virus getestet. 115 Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Rotem Kreuz begannen am Sonntag mit den Tests, wie ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss sagte.

10.55 Uhr: Die laufende Spargelernte stellt die Landwirte in Nordrhein-Westfalen angesichts der Corona-Krise weiterhin vor große Herausforderungen. „Die Situation ist nach wie vor schwierig, weil zu wenig Erntehelfer da sind“, sagte der Geschäftsführer des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Peter Muß. Die wenigen eingereisten Helfer aus Osteuropa und die einheimischen Kräfte könnten die Lücken bislang nicht füllen.

Coronavirus: Darum könnten Lebensmittel jetzt teurer werden
Coronavirus: Darum könnten Lebensmittel jetzt teurer werden

Um die Ernte zu retten, hatte die Bundesregierung für April und Mai jeweils die Einreise von 40.000 Helfern zugelassen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes haben sich bislang für April 21.000 und für Mai 9000 Einreisende angemeldet. Viele langjährige Helfer aus Osteuropa verzichten aus Sorge vor Ansteckung in diesem Jahr auf die Saisonanstellung. Hinzu kommt, dass viele der heimischen Helfer, die sich vor einigen Wochen für die Spargelernte gemeldet hatten, nun Schritt für Schritt in ihren vorherigen Alltag zurückkehren und daher weniger Zeit haben. Studierende starten ins neue Semester, die ersten Schüler kehren in die Schulen zurück und durch die Öffnung von Geschäften haben dort viele Angestellte wieder Arbeit. Ob die Helfer bis zum Ende der Spargelsaison ausreichen oder letztlich doch einiges Gemüse in der Erde bleiben wird, können die Verbände noch nicht vorhersagen.

10.18 Uhr: Die westfälischen Fußballvereine sind sich größtenteils einig: Die Saison 2019/20 soll wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen werden. Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis der Verband dieses Votum umsetzt – aber die Alternativen zum Abbruch sind aktuell nicht mehr auf dem Tisch.

Da es im Abbruchfall keine Absteiger geben soll, ist die spannendste Frage, wer aufsteigen darf. FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders hat unserer Redaktion im Interview erklärt, wie darüber entschieden wird.

10.03 Uhr: Die Tierheime in NRW fühlen sich in der Corona-Krise von der Regierung im Stich gelassen. Weil Spenden fehlen und kaum Tiere vermittelt werden können, seien die wirtschaftlichen Folgen gravierend, sagen Tierheim-Verantwortliche in mehreren Städten. Die von der Landesregierung für Tierheime aufgesetzten Hilfen für Futterkosten von einmalig bis zu 2000 Euro pro Einrichtung reichten nicht aus. Insgesamt hat die Landesregierung 400 000 Euro zur Unterstützung der Tierheime im Westen zur Verfügung gestellt. Bis Freitag hatten allerdings erst 22 Tierheime einen Hilfs-Antrag gestellt, wie ein Sprecher des Umweltministeriums mitteilte. Insgesamt hätten rund 200 Tierheime einen Anspruch.

Die 2000 Euro nehmen wir natürlich gerne, aber genau genommen ist das ein Witz. Wie soll ich denn von dem Geld die Betriebskosten und das Gehalt zahlen?“, sagt Doris Hoffe vom Tierschutzverein Münster. Die Personalkosten machten den größten Teil der Ausgaben aus. Trotzdem würden Tierheime bei den Corona-Hilfen anders behandelt als etwa Unternehmen. Tierheime dürften keine Soforthilfen beantragen, weil sie nicht als Wirtschaftsunternehmen eingestuft würden, kritisiert auch der Landestierschutzverband.

09.46 Uhr: Die ab Montag erweiterte Notbetreuung an Schulen und Kindergärten in NRW gilt auch für Alleinerziehende, die selbst noch zur Schule gehen und kurz vor Abschlussprüfungen stehen sowie für Studierende in der gleichen Situation. Diese Regelungen gehen aus der entsprechenden Verordnung hervor, die am Freitagabend veröffentlicht wurde. Bislang war bekannt, dass die Notbetreuung für alleinerziehende Erwerbstätige gelten wird.

Bislang gilt die Notbetreuung in NRW für Kinder von Arbeitnehmern und Selbständigen, die in „systemrelevanten Berufsgruppen“ arbeiten. Die Liste war zuletzt bereits erweitert worden. Voraussetzung ist in allen Fällen, dass keine anderweitige Betreuung möglich ist.

09.41 Uhr: In der neu veröffentlichten Coronaschutz-Verordnung für NRW ist erstmals auch der Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien als Verhaltensregel festgeschrieben. Kann man aus bestimmten Gründen den Mindestabstand nicht einhalten, gilt die Schutzmaskenpflicht - wie sie ab Montag unter anderem für Busse, Bahnen und Läden in Kraft tritt.

Das „Abstandsgebot“ wurde mit der Maskenpflicht in einem neuen Paragraphen der bisherigen Schutzverordnung hinzugefügt. Ausgenommen vom Abstandsgebot sind unter anderem direkte Verwandte oder Eheleute. In Läden müssen neben den Kunden grundsätzlich auch alle Angestellten Masken tragen - wenn sie nicht zum Beispiel hinter Plexiglas sitzen. Die Maskenpflicht gilt laut Verordnung auch beim Ausgeben oder Abholen von Essen, für Handwerker, auf Märkten und beim Arzt.

Feste Bußgelder legt die Verordnung nicht fest. Das Land überlässt die Höhe den Ordnungsämtern der Kommunen. Das Bußgeld soll auch nicht sofort angeordnet werden. Sondern erst, wenn sich Betroffene nach einem entsprechenden Hinweis weigern, Masken aufzusetzen

09.32 Uhr: Harter Schnitt: Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, hat sich seinen Vollbart abrasiert - damit er eine Schutzmaske tragen kann. Der langjährige Bartträger dokumentierte in einem Video bei Twitter am Samstag, wie er in seinem Büro zum Trimmer greift - und sich den Haarwuchs entfernt. „Super, passt“, kommentiert Kutschaty in dem Video danach die Anprobe einer SPD-roten Schutzmaske: „Jetzt kann ich wieder sicher rausgehen.“

Im Landtag muss Kutschaty die Maske übrigens nicht zwingend tragen. Da das Plenum bereits seit mehreren Wochen unter Berücksichtigung des Mindestabstands zwischen den Abgeordneten tagt, wird es laut Landtagsverwaltung ab Montag keine Maskenpflicht geben.

08.29 Uhr: Spielplätze gesperrt, Freunde oder Oma treffen verboten, Kitas und Schulen weitgehend geschlossen: Auch für Kinder gibt es wegen der Corona-Krise massive Einschränkungen. Experten fürchten: Je länger die Maßnahmen andauern, desto mehr könnte sich das negativ auf die Entwicklung auswirken. „Durch das Kontaktverbot und das Eingesperrtsein drohen psychosoziale Schäden“, sagt Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit Sitz in Köln. „Die Bedürfnisse von Kindern werden bisher überhaupt nicht berücksichtigt.“

Für Kinder ab dem Kita-Alter sei der Kontakt zu Gleichaltrigen sehr wichtig, weil sie dadurch soziale Kompetenzen erlernten, erläutert Maria Große Perdekamp, Fachliche Leiterin des Kinderschutzbunds Köln. „Auch wenn Eltern sich noch so sehr bemühen, können sie das Spielen mit anderen Kinder nicht ersetzen.“ Je länger das Kontaktverbot dauere, desto gravierender. Denn mehrere Monate seien für Kinder ein sehr langer Zeitraum, in denen ihnen eine altersgemäße Förderung fehle

Kinder seien bislang „absolute Verlierer“ der Corona-Krise, sagt Fischbach. „Das ist einfach unglaublich traurig.“

8.09 Uhr: Die Corona-Pandemie erhöht Experten zufolge das Risiko für Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie das Zocken im Online-Casino. Zugleich könnten sich geschlossene Kneipen und Spielhallen aber möglicherweise auch positiv auf das Suchtverhalten auswirken, hieß es beim Fachverband Glücksspielsucht und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

Vielen Menschen fehle eine feste Tagesstruktur, sie seien isoliert und in Sorge um ihre Zukunft, schilderte DHS-Expertin Christina Rummel. „Die Leute wollen Druck rausnehmen und sich - vermeintlich - mit Alkohol entspannen.“ Dabei sei vielen nicht bewusst, dass das Trinken schnell zur Gewohnheit werden könne, die Dosis dann steige, um „besser drauf zu sein“ - und so eine Alkohol-Abhängigkeit drohe. Laut NRW-Gesundheitsministerium haben mindestens zwei Millionen Menschen in NRW Alkoholprobleme und rund 400 000 gelten als alkoholabhängig.

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