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Corona in NRW: Die Meldungen vom Montag (20. April)

Überblick: Diese Geschäfte dürfen Montag wieder öffnen

Das Kontaktverbot gilt weiterhin mindestens bis zum 3. Mai. Trotzdem gibt es ab dem 20. April Lockerungen. Einige Läden dürfen wieder öffnen.

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Düsseldorf.  Kliniken noch deutlich unter der Kapazitäts-Grenze, Maskenpflicht gilt bald in Dorsten und Münster: Der Montag im Rückblick.

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  • In NRW sind 28.935 bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: Montag, 20. April), 18.234 Menschen gelten als genesen. 857 Menschen sind in NRW nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung durch Covid-19 gestorben.
  • Die Schulen in NRW sollen ab 23. April schrittweise wieder öffnen. Nun stellt sich heraus: Es sind viel mehr Schülerinnen und Schüler betroffen, als bisher gedacht.
  • Kitas bleiben erstmal zu. Allerdings wird das Betreuungsangebot nun auch für Allenerziehende ausgebaut.
  • Großveranstaltungen, wie Festival, Volks- und Schützenfeste fallen bis Ende August aus.
  • Wie ist die Lage in Deutschland, Europa und der Welt? Alle Infos finden Sie hier.
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+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

23.05 Uhr: Wir beenden die aktuelle Berichterstattung für heute. Am morgigen Dienstag geht es mit den neusten Informationen weiter. Bleiben Sie gesund!

23.01 Uhr: Corona treibt die Digitalisierung voran: Der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Dortmund-Hellweg will nach der Absage der diesjährigen 1.Mai-Feiern "an diesem Tag nicht schweigen". Der DGB kündigte an diesem Montag an, er plane digitale Kundgebungen in sozialen Netzwerken und mit einer Live-Sendung: "Wir demonstrieren online!"

22.31 Uhr: Die Stadt Duisburg meldet inzwischen 436 genesene Patienten, 683 sind aktuell noch mit dem Coronavirus infiziert. Inzwischen seien in Duisburg 5360 Corona-Tests durchgeführt worden. In den Sichtungszentren seien bisher insgesamt 2384 Patienten untersucht worden.

21.55 Uhr: Das hat es am Schlosstheater Moers noch nicht gegeben: Die fünfte Theaterpremiere dieser Spielzeit wird wegen der Coronakrise zum Hörspiel. Theaterfans können es im Internet abrufen, eine Woche später wird es im Radio gesendet.

21.38 Uhr: Werden die Menschen in der Corona-Zeit leichtfertiger gegenüber Ansteckungsgefahren? Angesichts der seit diesem Montag geltenden ersten Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen wird darüber viel diskutiert. Die Polizei zählt am Wochenende erneut Hunderte Verstöße gegen die Corona-Auflagen.

21.14 Uhr: Die Stadt Essen hat die Spielzeit 2019/20 ihrer Bühnen wegen der Corona-Krise vorzeitig beendet. Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) sagte alle Veranstaltungen unter anderem im Aalto-Theater, in der Philharmonie Essen und im Grillo-Theater ab. „Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Situation kann der Spielbetrieb bis zum Sommer aus organisatorischen Gründen nicht wieder aufgenommen werden“, hieß es in einer Mitteilung. Unter anderem seien derzeit keine Proben möglich, sagte ein Sprecher.

20.31 Uhr: Tourismus, Gastronomie und Handel in NRW sehen sich wegen der Corona-Krise von einer Pleitewelle bedroht. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern NRW befürchten im Reisegewerbe 69 Prozent der befragten Unternehmen Umsatzrückgänge von mehr als 50 Prozent für das Gesamtjahr 2020. Im Gastgewerbe gehe mehr als jedes dritte Unternehmen von Rückgängen über 50 Prozent für 2020 aus, teilte die IHK NRW mit. Auch im Einzelhandel würden massive Umsatzeinbrüche erwartet. Einem Drittel der Einzelhändler drohten Rückgänge von 25 bis 50 Prozent, acht Prozent der Einzelhändler Rückgänge von mehr als 50 Prozent.

19.54 Uhr: Die Arbeit der schwarz-gelben Landesregierung in der Corona-Krise scheint viele Bürger zu überzeugen. Laut einer Umfrage von infratest dimap für den WDR sind 70 Prozent der Befragten mit der Arbeit der CDU/FDP-Regierung zufrieden. Das sind 26 Prozentpunkte mehr als vor einem halben Jahr und der beste Wert, den eine Landesregierung in 20 Jahren je erzielte. Ganz hoch im Kurs steht Ministerpräsident Armin Laschet. Aber dennoch nicht so hoch, wie seine SPD-Amtsvorgängerin Hannelore Kraft vor ein paar Jahren.

19.18 Uhr: Vor der NRW-Staatskanzlei in Düsseldorf gab es an diesem Montag eine Schüler-Demo. Von 15 Personen. Mehr waren nicht wegen der Kontaktsperre nicht genehmigt.

2000 Intensivbetten mit Beatmungs-Technik in NRW zurzeit noch frei

18.54 Uhr: Die Infizierten-Zahlen sind aus Sicht von Experten keine wirklich zuverlässige Angabe, um die Corona-Lage zu bewerten. Grund: Sie sind abhängig von der Zahl der Corona-Tests, die jedoch nicht an feste Kriterien gebunden sind. Besser sei es, die Lage in den Krankenhäusern zu betrachten. Aus dieser Perspektive ist die Lage in NRW aktuell vergleichsweise gut: Von 7790 Intensivbetten in den Krankenhäusern sind aktuell 2937 noch verfügbar, das sind gut 38 Prozent. Insgesamt 5269 der Intensivbetten in NRW sind mit Beatmungs-Technik ausgestattet. Stand Montagabend waren dort noch 1943 frei, das sind knapp 37 Prozent der vorhandenen Plätze. Dies teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. 461 Patienten mit Covid-19 wurden - Stand Montag - in NRW intensivmedizinisch behandelt und mussten künstlich beatmet werden. Im Vergleich zum Vortag waren das neun Patienten weniger. Insgesamt sind derzeit 1995 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung in stationärer Behandlung. Diesen Zahlen, weist das Ministerium, hin, "sind eine Momentaufnahme".

18.47 Uhr: Der Schulstart am kommenden Donnerstag, 23. April, in NRW betrifft gut 100.000 mehr Schülerinnen und Schüler als bisher gedacht. Jetzt ist sogar von Boykott die Rede.

18.18 Uhr: Seit diesem Montag sind in NRW die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Viele Geschäfte sind wieder geöffnet, dementsprechend mehr Menschen sind unterwegs. Die Landesregierung will aber trotzdem vorerst auf die Einführung einer Maskenpflicht verzichten. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appelliert stattdessen an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

17.56 Uhr: Geisterspiele der Fußball-Bundesliga sollen ab 9. Mai möglich sein. Das sagten Markus Söder und Armin Laschet, die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen am Montag im Live-Programm der "Bild". Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt, betonte Laschet.

17.54 Uhr: Beim gerade verabschiedeten Pandemie-Gesetz für Nordrhein-Westfalen ist es bei der Verkündung zu einer Panne gekommen. Wie ein Sprecher am Montag bestätigte, sei es in der Landtagsverwaltung „bedauerlicherweise“ versehentlich zu einem „redaktionellen Übertragungsfehler“ gekommen, wodurch ein Absatz im verkündeten Gesetzestext entfallen sei. Über die Konsequenzen ist ein komplizierter Streit zwischen SPD und CDU entbrannt.

92 Prozent weniger Staus auf den Autobahnen in den Osterferien

17.37 Uhr: Genau 1795 Staumeldungen hat der ADAC von 3. April bis zum vergangenen Sonntag auf den Autobahnen in NRW registriert. Das seien in Folge der coronabedingten Kontaktbeschränkungen 81 Prozent weniger gewesen als in den Osterferien 2019, teilte der ADAC am Montag mit. Im entsprechenden Zeitraum des vergangenen Jahres sei 9427 Mal Stau oder stockender Verkehr gemeldet worden. Die gesamte Staulänge habe sich von gut 17.000 auf 1350 Kilometer verringert. Das sei ein Rückgang von 92 Prozent.

17.17 Uhr: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat am vergangenen Wochenende weniger Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen registriert. Wie das Innenministeriums mitteilte, mussten die Beamten seltener eingreifen als zuvor am Osterwochenende. Vom vergangenen Freitag bis Sonntag habe es in NRW 1213 Ordnungswidrigkeiten und 38 Straftaten gegeben - deutlich weniger als am langen Wochenende von Karfreitag bis Ostermontag, das allerdings einen Tag länger dauerte. Über Ostern wurden 1734 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht und 68 Strafanzeigen gestellt.

17.06 Uhr: Bei ihren Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei Anträgen für Corona-Soforthilfen in Nordrhein-Westfalen geht die Staatsanwaltschaft Köln auch „Hinweisen auf konkrete Personen“ nach. Ob sich die Hinweise zu einem Tatverdacht verdichteten, sei aber noch nicht abzusehen, sagte der für Cybercrime zuständige Staatsanwalt Christoph Hebbecker am Montag. Unklar ist weiterhin, ob und in welchem Umfang Geld an Kriminelle geflossen ist.

16.56 Uhr: Die Gefängnisse und Justizbehörden in NRW sollen für mögliche Folgen der Corona-Krise ausgestattet werden: Das Land will dazu unter anderem 50.000 Handschuhe, 800 Corona-Tests, 277.000 Schutzmasken und drei neue Beatmungsgeräte für das Haftkrankenhaus in Fröndenberg kaufen. Demnach sollen auch rund 61.000 Schutzkittel beziehungsweise Overalls, 13 400 Liter Handdesinfektionsmittel und ein eigenes Corona-Test-Gerät für das Haftkrankenhaus angeschafft werden. Geplante Gesamtkosten: Rund 2,96 Millionen Euro.

16.48 Uhr: Die Stadt Herne prüft nun eine Cranger Kirmes im Oktober 2020. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll ein Termin für den Rummel bekannt gegeben werden. Ob die Kirmes dann aber stattfinden kann, sei weiter ungewiss: „Bis dahin gibt es so viele Unwägbarkeiten, die wir nicht beeinflussen können“, sagt OB Frank Dudda.

16.32 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 28.935 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden. 857 davon sind an der Erkrankung gestorben. 18.234 gelten als genesen. Es gibt allerdings keine Meldepflicht. Gesunde können sich auf freiwilliger Basis bei den Behörden melden. Die Zahlen veröffentlichte das NRW-Gesundheitsministerium. Die Angaben stammen vom Landesinstitut Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW), das diese auch an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Das (LZG.NRW) erfasst diese Daten auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Zum Stichtag 20. April - also seit diesem Montag - hat das Land die Erfassung der Zahlen vereinheitlicht. Um die Kommunen zu entlasten, entfallen ab sofort Meldungen kommunaler Krisenstäbe an das Land. Die an diesem Montag veröffentlichten Zahlen liegen unter denen, die das Land noch am Sonntag veröffentlicht hatte, sie sind damit aber auch nicht mehr direkt vergleichbar.

Keine Masken-Pflicht in NRW

16.19 Uhr: Die NRW-Landesregierung wird nach Angaben von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann nicht dem Beispiel Bayerns folgen und eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit anordnen. „Nordrhein-Westfalen folgt dem letzte Woche von Bund und Ländern gefassten Beschluss: Wir empfehlen den Menschen - insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel - dringend den Gebrauch von Alltags- oder Community-Masken“, sagte Laumann der Rheinischen Post.

16.03 Uhr: Trotz der Sonderregeln des Landes, auch Möbelhäuser wieder zu öffnen, blieben die elf Filialen der Kette IKEA in NRW zunächst geschlossen, weil mehr Zeit für die Vorbereitung der neuen Hygiene-Vorgaben benötigt werde. Zu Hardeck in Bochum, mit einer Verkaufsfläche von rund 40.000 Quadratmetern eines der großen Möbelhäuser des Landes, kamen am Montagmittag immerhin etwa 350 Kunden.

15.59 Uhr: Nach mehrwöchigen Schließungen haben in Nordrhein-Westfalen am Montag etliche Geschäfte zum ersten Mal wieder geöffnet. Der Andrang der Kunden hielt sich zunächst jedoch in Grenzen. Die Düsseldorfer Königsallee blieb trotz vieler wiedereröffneter Geschäfte von großem Andrang verschont. Auch in Köln standen maskierte Verkäufer in vielen kleinen Geschäften erst einmal recht einsam da und hatten Zeit, ihre Auslagen neu zu sortieren.

15.51 Uhr: Seit Montag haben die ersten 60 Shops im Centro Oberhausen geöffnet. Die Kunden tragen Masken, das Ordnungsamt kontrolliert. „Alle Parkhäuser sind wieder geöffnet“, erklärt Center-Chef Markus Remark. Die üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr könnten in der Sondersituation aber noch von Shop zu Shop variieren. Remark geht von einer Kernzeiten von 11 bis 19 Uhr aus, einige Läden öffnen länger.

15.24 Uhr: Knapp 780.000 Studierende an 70 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind im Online-Modus in das Sommersemester 2020 gestartet. „Es sind sowohl von den Lehrenden als auch von den Studierenden große Flexibilität und viel Kreativität gefordert. Zwar fällt der Präsenz-Unterricht komplett aus, aber wir sind guten Mutes, dass der digitale Betrieb gut läuft“, sagte Matthias Jaroch, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Hochschulverband in Bonn, auf dpa-Anfrage am Montag.

15.18 Uhr: Viele Parkplätze sind noch mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, auf den nutzbaren Stellplätzen entdeckt man aber schon einige Autos. Ins Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim kehrt wieder Leben ein, 57 Geschäfte (von derzeit 114) sind am heutigen Montag wieder geöffnet, weitere Läden wollen in den nächsten drei Tagen den Betrieb wieder hochfahren.

Krankschreibungen am Telefon bleiben möglich

15.05 Uhr: Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, am Montag mit.

14.46 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf ist am Montag zum Training wieder in den Arena-Sportpark am Stadion zurückgekehrt und hat dort am Vormittag die erste Einheit absolviert. Die Profis hatten zuvor zwei Wochen das Nachwuchsleistungszentrum des Clubs am Flinger Broich für die eingeschränkten Übungseinheiten genutzt.

14.32 Uhr: Mehr als 410 Medikamente von insgesamt 103.000 zugelassenen Arzneimitteln sind derzeit nicht lieferbar. Allein im April sind nach Zählung der Redaktion mehr als 40 Medikamente dazu gekommen, bei denen ein Lieferengpass besteht. Der Apothekerverband Nordrhein erwartet in den nächsten Monaten, dass sich durch die Corona-Pandemie die Lieferung von Medikamenten verzögern kann.

14.15 Uhr: Die ersten Spaziergänger haben sich am Montag den Park der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort angeschaut. Auf einem festgelegten Rundweg durften sie über das weitläufige Gelände schlendern - als kleiner Ersatz für die verschobene Eröffnung. Offiziell hat die Schau wegen der Corona-Krise nämlich noch nicht begonnen. Alle Einrichtungen und Attraktionen bleiben vorerst geschlossen, darunter die Blumenhalle und die Ausstellungsgärten.

14.06 Uhr: Nach der Stadt Dorsten führt nun auch Münster eine Maskenpflicht ein. Sie soll ab kommendem Montag (27. April) in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt Münster am Montag. Der Krisenstab habe sich zu dieser Maßnahme entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien.

13.54 Uhr: Ärzteverbände üben massive Kritik am Ende der Corona-Ausnahmeregelungen für Krankschreibungen. Seit Montag müssen auch Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege wegen einer Krankschreibung wieder in die Arztpraxis gehen. Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft und Dermatologe in Essen, nannte die Aufhebung der Sonderreglungen „empörend“ und „unverantwortlich.“ Die Gefahr sei nun viel größer, dass Ärzte und Praxispersonal angesteckt werden könnten.

13.49 Uhr: Nordrhein-Westfalen will zunächst keine weiteren beitragsfreien Kita-Monate wegen corona-bedingter Betreuungsausfälle garantieren. „Ich halte es für ein falsches Signal, bereits jetzt festzulegen, dass Kitas und Tagespflege auch im Juni und Juli nur in der Notbetreuung laufen sollen“, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

13.30 Uhr: Die Corona-Krise scheint die Geldautomaten-Gangster in Nordrhein-Westfalen zu beflügeln statt zu lähmen. Fast täglich werden derzeit Geldautomaten in die Luft gejagt. Die Zahl der Attacken hat sich in diesem Jahr bislang weit mehr als verdoppelt. Während bis Montag 64 Fälle gezählt wurden, waren es im Vorjahr bis zum Stichtag 20. April erst 28 Taten gewesen, wie das Landeskriminalamt am Montag auf dpa-Anfrage mitteilte. Die nächtlichen Sprengkommandos zeigen sich unbeeindruckt von Festnahmen, tödlichen Unfällen auf der Flucht und missglückten Versuchen.

13.22 Uhr: Die schrittweise Öffnung der nordrhein-westfälischen Schulen schon ab dieser Woche stößt im Kreis der Rektoren und Direktoren auf große Skepsis. In einem Offenen Brief warnt die Schulleitungsvereinigung (SLV) NRW, an den meisten Standorten seien weder die räumlichen noch die personellen Voraussetzungen für eine Schulöffnung gegeben. Die Schulen haben bis Mittwoch Zeit, alles so vorzubereiten, dass Prüflinge der Abschlussklassen ausreichende Schutzmaßnahmen vorfinden, um wieder in die Bildungseinrichtungen kommen zu können.

Corona-Pandemie hält sich in JVAs in NRW noch in Grenzen

13.17 Uhr: Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen führte am Montagmorgen einen Massenabstrich bei den 60 Bewohnern der beiden Häuser durch, die derzeit von Ordnungsamt und Polizei bewacht werden. Damit will die Behörde herausfinden, wer außer den drei bislang positiv auf das Corona-Virus getesteten Bewohnern ebenfalls infiziert worden ist. Um die Betroffenen vor Schaulustigen und Medienvertretern abzuschirmen, wurde ein Sichtschutz vor dem Rettungswagen, in dem eine Ärztin die Abstriche vornahm, aufgebaut.

13.01 Uhr: Innerhalb des Justizvollzugs in Nordrhein-Westfalen halten sich die Folgen der Corona-Pandemie bisher noch in Grenzen. Bis zum vergangenen Freitag seien drei Häftlinge und 30 Beschäftigte positiv getestet worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Montag. Die drei Inhaftierten befinden sich demnach im offenen Vollzug. Einer wurde in seiner Wohnung in Quarantäne gesetzt, die anderen innerhalb der jeweiligen JVA.

12.56 Uhr: Keine Menschenmenge, kein Getümmel – um die Coronavirus-Pandemie einzudämmen, wollen Bundesregierung und Länder Großveranstaltungen bis zum 31. August verbieten. Aber was ist mit kleineren Veranstaltungen? Beispielsweise nur im privaten Kreis? Hier gibt es noch viele offene Fragen – denn deutschlandweit gibt es keine gültige Definition von „Großveranstaltung“. Stattdessen müssen die Bundesländer nun selbst erarbeiten, was in ihren Landesgrenzen eine Großveranstaltung ist – und welche Events, Hochzeiten oder Messen bis zum 31. August erlaubt sind.

12.40 Uhr: Das vor wenigen Tagen verabschiedete Pandemie-Gesetz für Nordrhein-Westfalen ist nach Ansicht der SPD ungültig. Im verkündeten Gesetzestext sei ein Passus entfallen, der im Landtag so noch von CDU, FDP, SPD und Grünen beschlossen worden sei. „Folglich sind alle behördlichen Anordnungen und Maßnahmen, die im Vertrauen auf dieses Gesetz in der letzten Woche veranlasst wurden, ohne Rechtsgrund erfolgt“, heißt es in einem Schreiben von SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty an den Landtagspräsidenten. Der SPD zufolge fehlt im Text ein Passus zur Veränderung der Rechte von Stadträten bei einer Haushaltssperre.

12.24 Uhr: Aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020 muss auch das Traumzeit-Festival in diesem Jahr ausfallen. "Wir sind sicher tief traurig über die Absage dieses für Duisburg so wichtigen Festivals. Doch wir stehen hinter dieser richtigen Entscheidung, denn sie ist eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme für die Gesundheit unserer Besucher, unserer Künstler, unseres Teams und letztlich auch der gesamten Bevölkerung", kommentiert Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg diese Entscheidung.

11.41 Uhr: Die Mülheimer Feuerwehr hatte am Sonntag mehrere Einsätze sowie über 30 Rettungseinsätze zu bewältigen. Vor allem Kinder, die sich gefährliche Spielplätze ausgesucht hatten, hielten die Feuerwehr auf Trab.

11.16 Uhr: Die Stadt Dorsten führt eine Maskenpflicht in ihren städtischen Verwaltungsgebäuden ein. Ab Dienstag würden die rund 1200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Gebäude bis auf Weiteres grundsätzlich nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS) betreten, teilte die Stadt am Sonntag mit. Die Regelung gelte auch für Bürger. Ab Donnerstag gelte die Pflicht auch in den Kindertagesstätten der Stadt, allerdings nur für Erwachsene. Der Bürgermeister der 76.000 Einwohner zählenden Kommune, Tobias Stockhoff (CDU), empfahl das Tragen der Schutzmaske auch in Kindertagesstätten kirchlicher und freier Träger sowie in Schulen.

10.42 Uhr: Mittlerweile füllt sich die Bochumer Kortumstraße. Vor der Mayerschen Buchhandlung kontrolliert ein Mitarbeiter die Anzahl der Kunden. „Bei uns dürfen sich gleichzeitig höchstens 250 Menschen, einschließlich unserer Mitarbeiter, aufhalten“, sagt die Filialleiterin. Nach Beobachtung unserer Reporter sind schon deutlich mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs als in den vergangenen Wochen. Blick nach Weitmar-Mark: Hier bereiten am Morgen auch die Händler die Ladenöffnung vor. Sie sind erleichtert, dass sie ihre Geschäfte nach der langen Zwangspause wieder öffnen dürfen. „Man freut sich total, jetzt geht es wieder los“, sagt die Inhaberin eines Dekorationsladens.

10.26 Uhr: Gestörter Schlaf, eine hohe Stromrechnung und die Sorge vor dem Finanzamt – Darius Ozimek spürt wie viele andere die Auswirkungen der Coronakrise. Der Unterschied: Der Oberhausener ist für seine Lage in erster Linie selbst verantwortlich. Er stellt Tag und Nacht ehrenamtlich Schutzausrüstung her.

9.51 Uhr: Essen hat eins, Duisburg ebenso - fast hätte Dinslaken auch ein Autokino bekommen. Nun verhindern die neuen Corona-Vorgaben des Landes das Vorhaben. Denn in der neuen Verordnung sind auch Auflagen für den Betrieb von Autokinos enthalten: So müssen die Betreiber sicherstellen, dass „die Besucher bei geschlossenen Fenstern, Sonnendächern, Verdecken in ihren Autos verbleiben.“ Nicht umsetzbar, finden die Betreiberinnen der Lichtburg in Dinslaken.

Ordnungsamt in Hagen überwacht zwei Corona-Quarantäne-Häuser

9.11 Uhr: Die Bundesrepublik will die Kosten für die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten aus EU-Partnerstaaten in deutschen Krankenhäusern übernehmen. Mit der Kostenübernahme demonstriere Deutschland „unser Verständnis von europäischer Solidarität“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag vor der Sitzung des so genannten Corona-Kabinetts, das dazu einen Beschluss fassen soll. „Deutschlands Krankenhäuser versorgen auf ihren Intensivstationen bereits mehr als 200 schwer kranke Corona-Patienten aus europäischen Partnerländern“, erklärte der Minister. Einige werden auch in NRW behandelt. Betroffen sind vor allem Patienten aus Frankreich, Italien und den Niederlanden.

8.57 Uhr: In Hagen wird die Corona-Quarantäne in zwei Mehrfamilienhäusern seit Samstag vom Ordnungsamt und der Polizei überwacht. Nicht alle der rund 60 Bewohner hätten sich an die Maßnahme gehalten und ihre Wohnungen trotzdem verlassen, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montagmorgen. Daher stehe jetzt rund um die Uhr ein Wagen des Ordnungsamtes vor der Tür, um die Einhaltung der Quarantäne zu kontrollieren. Unterstützung erhalte die Stadt dabei von der Polizei. Es sei das erste Mal, dass in Hagen die Quarantäne ganzer Häuser auf diese Weise kontrolliert werden müsse.

8.31 Uhr: Auch viele der 250 Läden des Einkaufszentrums Centro in Oberhausen dürfen heute wieder öffnen, weil sie weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweisen. Doch Centro-Manager Marcus Remark warnt die Kunden vor zu hohen Erwartungen. „Wir werden ganz gemütlich öffnen. Viele Läden, die öffnen dürfen, werden es nicht schaffen, bereits am Montag ihre Türen aufzuschließen, die Erlaubnis dafür kam da zu schnell.“

7.58 Uhr: Während es in anderen Städten immer wieder stärkere Anstiege gab, hält sich in Mülheim die Zahl der Corona-Infizierten seit rund vier Wochen verhältnismäßig konstant. Woran liegt das? Was macht Mülheim anders als umliegende Städte? Ein Blick hinter die Zahlen.

7.21 Uhr: In der Debatte um die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas stellt sich vor allem eine Frage: Welche Rolle spielen Kinder bei der Verbreitung des Coronavirus? Eine breit angelegte Studie aus Island macht Eltern jetzt Hoffnung: Demnach sind Kinder weit weniger von Sars-CoV-2 betroffen als Erwachsene.

Trotz Corona: Betreiber bereiten Freibäder auf Saison vor

6.49 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie ist die Freibad-Saison ungewiss. Trotzdem bereiten viele Betreiber jetzt die Bäder für den Sommer vor. Zum Teil hoffen sie auf eine eingeschränkte Nutzung.

6.23 Uhr: Für Schausteller war diese Nachricht in der vergangenen Woche ein Schock: Keine Großveranstaltungen bis Ende August. Davon betroffen ist neben der Cranger Kirmes in Herne auch die Rheinkirmes in Düsseldorf. Zwar gibt es noch keine offizielle Absage der größten Kirmes am Rhein. Dennoch scheint es mehr als fraglich, dass sie stattfinden kann. So ganz die Hoffnung aufgeben wollen die Schausteller aber noch nicht.

5.45 Uhr: Die Schulen öffnen heute ebenfalls nach Wochen wieder ihre Pforten - allerdings noch nicht für die Schüler, sondern zunächst nur die Lehrer und das übrige Personal. Für einige Tausend Schüler gilt ab Donnerstag im Land wieder die Schulpflicht. Bis dahin müssen die Schulen mit Hochdruck daran arbeiten, die Hygiene-Vorgaben des Landes umzusetzen. Die zentrale Regel dabei lautet: Abstand halten. Der Städtetag, die Opposition und viele Schüler kritisierten den Schulstart als verfrüht.

5.31 Uhr: Nach Wochen des Stillstands gehen in NRW heute etliche Türen wieder auf: Mit der ersten Lockerung der Corona-Regeln werden vielen Einzelhändlern die Fesseln gelöst. Dabei gilt Abstand halten als A und O. So dürfen etwa Im Limbecker Platz in Essen dürfen die meisten der rund 200 Geschäfte wieder öffnen. Geschlossen bleiben müssen aber die großen, meist zugkräftigen Läden: Galeria Karstadt-Kaufhof, Karstadt-Sport, Saturn, C&A, New Yorker.

20.29 Uhr: Die Bundesliga ruht, das BVB-Stadion bleibt leer. Wo sonst Fans jubeln, fühlen sich nun Tiere wohl. Wie fühlt sich die Leere auf Europas größter Stehplatztribüne an? Unser Kollege war dort.

19.04 Uhr: Nach einem wochenlangen Shutdown soll in Nordrhein-Westfalen am Montag ein Stück Normalität zurückkehren. Viele Geschäfte dürfen ihre Türen wieder öffnen. Dazu gehören alle Läden mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, außerdem gelten Ausnahmen etwa für Autohäuser, Fahrradläden, Möbelhäuser und Babyfachmärkte.

Sommersemester an den Hochschulen startet ohne Präsenzveranstaltungen

An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen startet außerdem für Hunderttausende Studierende das Sommersemester - aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ausschließlich online. Bis Präsenzveranstaltungen an den 70 Hochschulen in NRW wieder möglich sind, werden viele Studierenden im Land zum großen Teil vor dem Bildschirm im Videochat statt im Hörsaal sitzen.

18.35 Uhr: Das Coronavirus macht in diesem Sommer die Schützenfestsaison kaputt. Warum ein Verschieben nichts bringt und welche Chancen die Vereine haben.

17.12 Uhr: Für einige Tausend Schüler gilt ab Donnerstag in Nordrhein-Westfalen wieder die Schulpflicht. Dazu gehören nach Angaben des Schulministeriums Schüler in Abschlussklassen an weiterführenden Schulen, Förderschulen und Berufskollegs, die vor Prüfungen stehen. Dies konkretisierte das Schulministerium am Wochenende in einer Mail an alle Schulen. Eine Ausnahme bilden die vor dem Abitur stehenden Abiturienten: Sie können die Schule ab Donnerstag freiwillig besuchen. Zuvor hatte es Unklarheiten bei einigen Betroffenen geben. Schüler mit Vorerkrankungen können nach Rücksprache von der Schulpflicht befreit werden. Durch diese Regelung finde für maximal zehn Prozent der Schüler ab Donnerstag in NRW wieder verpflichtender Unterricht statt, hieß es am Sonntag aus dem Schulministerium. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, hat das Land den Schulen entsprechende Hygienevorgaben gemacht. Dabei steht das Abstandhalten im Vordergrund, eine Maskenpflicht soll es nicht geben.

Ihnen fällt zu Hause die Decke auf den Kopf? Dann schauen Sie doch mal auf unserer neuen #wirhaltenzusammen-Seite vorbei. Dort finden Sie Tipps für Do-it-yourself-Projekte, Übungen zum Fitbleiben in den eigenen vier Wänden und - für die Eltern unter Ihnen - Spielematerial für Kinder.

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