Corona-Überblick

Corona in NRW: Mehr Neuinfektionen als vor einer Woche

Virologe Dittmer: Schweden ist den falschen Weg gegangen

Virologe Dittmer beantwortet Fragen zur aktuellen Lage. Unter anderem geht es um Antigen-Tests vor Weihnachten, Übersterblichkeit und Schweden.

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Essen.   Die Zahl der Neuinfektionen in NRW ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Fünf Städte und Kreise mit Inzidenz über 200. Der Überblick.

  • 4796 Corona-Neuinfektionen in NRW hat das Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages registriert (Stand: Samstag, 0 Uhr). Vor einer Woche waren es 4231 Neuinfektionen.
  • In Deutschland zählte das RKI 23.318 neue Corona-Infektionen an einem Tag.
  • 99 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind in NRW gemeldet worden. Damit sind es nun 3892 Todesfälle allein in NRW.
  • Hagen hat in NRW die höchste Sieben-Tage-Inzidenz mit 263,4 gefolgt von Solingen (236,7) und Wuppertal (230,6)

Corona in NRW: Leichter Anstieg bei Neuinfektionen im Wochenvergleich

281.491 Corona-Fälle (Stand: Samstag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 4795 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 23.318 neue Fälle.

Im Vergleich zum Vortag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz NRW leicht um 2,3 auf 140,4. Anfang November hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit 177,9 ihren vorläufigen Höchststand erreicht. Noch ist NRW von einer echten Trendwende wohl weit entfernt: So wurden am 5. Dezember mehr Neuinfektionen gemeldet als noch vor einer Woche (4231 Neuinfektionen).

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Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Hagen mit einem Wert von 263,4 (Stand, 5.12. 0 Uhr). Am Vortag lag der Wert in Hagen noch bei 242,7 (+20,7). In Solingen sank die Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 236,7 (Vortag 246,2).

In Remscheid ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 46,7 und damit am stärksten gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Euskirchen (-19,1). Die meisten Neuinfektionen wurden in Dortmund gemeldet (298). Dahinter folgen Köln (242), die Städteregion Aachen (237) und der Kreis Recklinghausen (214). Keine neuen Fälle gemeldet haben der Kreis Euskirchen, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter - dies kann aber auch durch Meldeverzögerungen begründet sein.

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Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren mitunter. Unterschiedliche Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. An Sonn- und Montagen werden zudem meist weniger Neuinfektionen gemeldet, weil es durch das Wochenende in Behörden zu einem Meldeverzug kommen kann.

Corona in NRW: Fünf Städte und Kreise mit Inzidenz über 200

Seit Wochen gelten alle 53 Städte und Kreise in NRW als Corona-Risikogebiet, weil dort die Risikostufe von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten ist. Auch in Münster, wo der Wert am Freitag erstmals wieder unter 50 lag, ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder gestiegen, auf 58,7 (Stand 5.12., 0 Uhr).

In fünf Großstädten und Landkreisen liegen die Inzidenzwerte über 200: Hagen (263,4), Solingen (236,7), in Wuppertal (230,6), im Kreis Lippe (224,2) und in Duisburg (217,0). Sieben Städte und Kreise haben aktuell eine Inzidenz unter 100, den niedrigsten Wert meldet Münster mit 58,7 (Vortag: 49,5).

Seit dem 1. Dezember gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung, die strengere Kontaktregeln und weiter harte Einschränkungen für die Gastronomie vorsieht. Sie soll eine „Gesundheitsnotlage“ abwenden, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Das Einhalten der Kontaktbeschränkungen wird auch in der privaten Wohnung „dringend empfohlen“. Scharf kontrolliert wird das aber nicht. Laumann: „Wir schicken nicht am Heiligen Abend die Polizei in die Wohnzimmer.“

Corona: Das ist die Lage in den NRW-Krankenhäusern

Auch in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen ist die Lage sehr viel angespannter als noch im Frühjahr, wie aus den Daten der NRW-Landesregierung hervorgeht. Demnach lag zum Beispiel die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern zum Höhepunkt am 14. April bei 2101 Menschen – laut jüngsten Daten vom Freitag (4.12., 0 Uhr) lagen laut Statistik der Landesregierung NRW 4178 (Vortag 4165) an Covid 19 erkrankte Menschen im Krankenhaus.

Auch auf den Intensivstationen hat die Zahl der Corona-Patienten das bisherige Rekordhoch aus dem April übertroffen. Nach Zahlen des "DIVI-Intensivregisters" werden aktuell 948 Patienten (Vortag 951) mit Covid-19 auf Intensivstationen in NRW behandelt (Stand Freitag, 0 Uhr). Mitte April waren es 657. Aktuell müssen 611 Corona-Patienten auf Intensivstationen in NRW beatmet werden (Vortag 579).

Laut dem NRW-Gesundheitsministerium ist eine „deutliche Verengung“ der freien Kapazitäten festzustellen. Aufgrund lokaler Ausbrüche müssten sich auch immer wieder Krankenhäuser vorübergehend als nicht mehr aufnahmebereit abmelden. Aktuell sind rund 80 Prozent der Intensivbetten in Nordrhein-Westfalen belegt.

Corona: Lockdown bis 10. Januar 2021 verlängert

Seit dem 2. November und noch bis zum 10. Januar gilt für ganz Deutschland ein "Lockdown Light": Zahlreiche Betriebe geschlossen, zudem gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Welche Regeln in NRW im Einzelnen gelten, lesen Sie hier.

Hier gibt es die Corona-Regeln und Bußgelder für NRW in der Übersicht.

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