Corona-Überblick

Corona in NRW: Dramatischer Einbruch am Flughafen Dortmund

Corona-Maßnahmen werden in NRW um zwei Wochen verlängert

Die Corona-Maßnahmen werden in NRW um zwei Wochen verlängert. Dazu zählt auch die Maskenpflicht. Der Kreis Gütersloh bleibt weiter im Lockdown.

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Essen.  Die Corona-Pandemie traf auch den Dortmunder Flughafen mit voller Wucht. Bei Tönnies gibt es neuen Ärger. Die wichtigsten Infos im Überblick.

  • 146 Neu-Infizierte in NRW // 43.436 Infizierte in NRW insgesamt // 37.853der Infizierten gelten als genesen // 1684 Todesfälle in NRW im Zusammenhang mit Covid-19 (Stand Donnerstag, 2. Juli). Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen weiter, aber langsamer.
  • Abstands- und Maskenpflicht bleiben wohl bis über den 15. Juli hinaus bestehen. Insgesamt werden die Corona-Regelungen in NRW weiter gelockert: Was in NRW erlaubt ist und was nicht.
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Flughafen Dortmund: Passagierzahlen brechen in Corona-Krise ein

Die Corona-Pandemie hat auch den Flughafen Dortmund mit voller Wucht getroffen: Die Passagierzahl brach im ersten Halbjahr um 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie der Airport am Donnerstag mitteilte. Nur 544 145 Reisende wurden gezählt. Im Januar und Februar sei man mit einem deutlichen Plus noch auf dem besten Wege gewesen, erneut einen Passagierrekord aufzustellen. Mit dem Shutdown im März sei es zu einem dramatischen Einbruch, im April und Mai dann fast vollständig zum Erliegen des Flugverkehrs gekommen. Seit Juni gehe es langsam wieder aufwärts.

Man starte „voller Zuversicht in die zweite Jahreshälfte“, sagte Flughafen-Chef Udo Mager laut Mitteilung. Für den Juli sei mit einer Steigerung auf 30 Prozent und im August auf 50 Prozent des Vorjahresniveaus zu rechnen.

Chef-Epidemiologe rechnet mit schneller Entwarnung für Gütersloh

Die Menschen in Gütersloh können mit einem baldigen Ende des "Lockdowns" rechnen. Davon geht Professor Andreas Stang aus. Der Chef-Epidemiologe der Uniklinik Essen berät die Landesregierung. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Stang, er sei optimistisch, dass der Lockdown im Kreis Gütersloh spätestens in der nächsten Woche aufgehoben werden kann.

Die NRW-Landesregierung hatte Stang nach dem Covid-19-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zur Beratung hinzugezogen. Stang wertet täglich die Covid-19-Infektionszahlen aus und hat hier speziell die Tagesgrenzwerte im Blick, die bei der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sind.

"Warnstufe Rot" nach Corona-Fall bei MAN in Oberhausen

Nachdem am Mittwoch ein Mitarbeiter des Oberhausener MAN-Werks positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, hat das Unternehmen seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft: Die Mitarbeiter sind angehalten, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Die Maskenpflicht gilt je nach Lage teilweise nun auch an einzelnen Arbeitsplätzen. Kantinen-Mahlzeiten gibt es lediglich zum Abholen, Fremdfirmen dürfen nur noch auf das Gelände fahren, wenn es gar nicht anders geht, sie beispielsweise wichtige Ersatzteile liefern müssen.

Rund 150 Mitarbeiter hatte MAN bereits am Mittwoch freigestellt, weil sie mutmaßlich Kontakt zu dem Infizierten hatten. Alle wurden getestet, die ersten 30 Ergebnisse liegen mittlerweile vor: negativ – sie sind also nicht mit Corona infiziert. Weitere Ergebnisse der Abstriche erwartet Oberhausens Krisenstabsleiter Michael Jehn für Freitagmorgen.

Schlechte Versorgung von Leiharbeitern in Quarantäne: Vorwürfe gegen Tönnies-Subunternehmer

Die unter Quarantäne stehenden Leiharbeiter, die in den Tönnies-Fleischfabriken arbeiten, sollen von den Subunternehmen nicht ausreichend versorgt werden. Volker Brüggenjürgen, Geschäftsführer des Caritasverbandes im Kreis Gütersloh, berichtet von einer Familie, die von dem Subunternemer ein Lebensmittel-Paket erhalten habe in dem sich einzig Kartoffeln und Salat befunden hätten.

Außerdem lebten in vielen Unterkünften zu viele Menschen auf engstem Raum. Dafür würden den Arbeitern exorbitant hohe Mieten berechnet. Die Missstände gebe es schon lange, sie seien erst durch die Corona-Krise ins Bewusstsein der Menschen gerückt.

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