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Corona in NRW: 79 Tote in Pflegeheimen - kein Aufnahmestopp

Corona-Krise: Freiwillige können als Erntehelfer arbeiten

Das verhängte Einreiseverbot für Erntehelfer trifft die Landwirtschaft in NRW hart. Wer möchte, kann die Landwirte mit Arbeit unterstützen.

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Düsseldorf.  In 134 Pflegeheimen sind 79 Menschen an Corona gestorben. Neuaufnahmen sollen zunächst in Isolation. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

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  • 18.534 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet (Stand 2. April, 16 Uhr). 220 Menschen sind in NRW nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben.
  • In den Seniorenheimen in Nordrhein-Westfalen gibt es nun 79 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid 19-Infektion.
  • Zwischenbilanz der Polizei: In den ersten Tagen des Kontaktverbots wurden 6500 Menschen bei Verstößen erwischt.
  • Die Zahl der weltweit Infizierten ist auf über eine Million gestiegen: unser Newsblog zum nationalen und internationalen Geschehen.
  • Hier finden Sie unsere Newsblogs aus den Städten.

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

12.57 Uhr: Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat an die Bürger appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten. Das betreffe nicht nur Reisen innerhalb von NRW, sondern auch die beliebten Osterurlaube in den Niederlanden und in Belgien, sagte der Minister am Freitag in Düsseldorf. „Nicht notwendige Grenzübertritte müssen unterbleiben.“ Auch touristische Reisen innerhalb Nordrhein-Westfalens müssten in diesen Zeiten unterlassen werden.

Dennoch blieben die Grenzen grundsätzlich offen, unterstrich Holthoff-Pförtner. Die Lieferketten müssten sichergestellt und Pendlerverkehr im Arbeitsleben ermöglicht werden. „Geschlossene Grenzen lösen kein einziges Problem“, sagte der Minister. „Offene Grenzen sind eine europäische Errungenschaft.“ Dieses Gut dürfe man nicht auf dem „Altar vermeintlich einfacher Lösungen opfern“.

12.34 Uhr: Trotz der steigenden Zahl an Corona-Todesfällen in Pflegeheimen will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann keinen Aufnahmestopp. Es werde aber bei Neuaufnahmen eine 14-tägige Isolierung der neuen Bewohner und ausnahmslos Corona-Tests geben, sagte er am Freitag in Düsseldorf.

In 134 Pflegeheimen seien bisher 79 Menschen an Covid-19 gestorben. Das zeige, dass Pflegeheime „der sensibelste Bereich“ in der Corona-Krise seien. Laumann forderte außerdem die Heimaufsichten der Kreise auf, Einrichtungen verstärkt zu beobachten, da es ja ein striktes Besuchsverbot gebe. Er wolle das aber nicht als Kontrolle verstehen.

12.31 Uhr: Die Polizei Essen hat ihre Razzien gegen Clan-Kriminalität wegen der Corona-Krise nur wenig reduziert. Darauf hat Polizeisprecher Thomas Weise am Freitag hingewiesen. In den vergangenen 14 Tagen seien weiterhin Gaststätten, Einzelhändler oder Autohäuser überprüft worden, betonte der Sprecher. Allerdings habe die für diese „Präsenzmaßnahmen“ zuständige Bereitschaftspolizei zuletzt „in Sachen Corona auch andere Aufgaben übernehmen müssen“. Weise machte keine Angaben darüber, wie viele Einsätze genau es in den vergangenen Wochen gab. In den Monaten vor der Corona-Krise seien es im Schnitt vier pro Woche gewesen.

12.15 Uhr: Der Märkische Kreis bestätigt einen weiteren Corona-Todesfall. Danach ist ein 56 Jahre alter Mann aus Iserlohn in einem Krankenhaus an den Folgen einer Infizierung mit Sars-CoV-2 gestorben. Weil der Mann in einem anderen Kreis im Krankenhaus lag, liegen in Lüdenscheid dazu noch keine detaillierten Informationen vor.

12.08 Uhr: Die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 steht in der Corona-Krise zurück, grundsätzlich will Sportmanager Michael Mronz aber an ihr festhalten. „Aktuell gibt es sicherlich andere Themen, die die Menschen interessieren als 2032. Themen wie allen voran die Gesundheit der Menschen und wann und wie kann das öffentliche Leben wieder aufgenommen werden und damit das wirtschaftliche Zusammenleben“, sagte Mronz.

12.01 Uhr: Der deutsche Amateur-Fußball steht auf unbestimmte Zeit still. Die 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich gemeinsam auf eine Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ab den Regionalligen bis auf Weiteres verständigt. Das teilten die Verbände am Freitag mit. Eine mögliche Fortsetzung werde mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen angekündigt, um allen Vereinen ausreichend Planungssicherheit zu gewähren. „Nur Mediziner und die zuständigen Behörden können seriös beurteilen, wann Fußballspielen ohne Risiko wieder möglich ist“, sagte Bernd Neuendorf, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM).

11.48 Uhr: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes NRW, hat auf Antenne Düsseldorf eine große Lieferung an Schutzkleidung in Aussicht gestellt. “Zusammen mit großen Unternehmen aus NRW werden wir mehrere Millionen an Schutzkleidung schon in den nächsten Tagen haben”, sagte er. Er gehe von Ende nächster Woche aus. Aktuell sei es für Laschet eines der leidigsten Themen überhaupt.

10.45 Uhr: Nach Informationen des Ministeriums waren am Donnerstagnachmittag (Stand 16 Uhr) 17.614 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Freitagmorgen sind es nun 920 mehr.

10.38 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat in drei Sprachen an Deutsche und Belgier appelliert, über die Osterfeiertage nicht in sein Land zu reisen. „Kom niet naar Nederland, Bleib zu Hause, restez à la maison!“, sagte Rutte am Donnerstag nach einer Krisensitzung des Kabinetts, wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtete. Auch die Niederländer rief der Regierungschef angesichts der Corona-Pandemie auf, keine Reisen zu unternehmen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Rutte setzt dabei auf Freiwilligkeit. Von einem Verbot könne keine Rede sein, sagte er laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Grenzkontrollen soll es demnach über Ostern nicht geben.

10.17 Uhr: Nach Informationen des Ministeriums ist es in drei Städten und Gemeinden noch zu keinem Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gekommen: Stand Freitag (10 Uhr) ist in Bielefeld, Herne und Oberhausen noch kein Patient verstorben. Am Donnerstag meldete die Stadt Dortmund den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

10.10 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht: Das Ministerium spricht aktuell von 18.534 Infizierten und 220 Todesfällen. Köln ist derzeit die Stadt mit der größten Anzahl an Corona-Infektionen (1657). Dahinter folgt der Kreis Heinsberg (1406). Mit 40 Todesfällen hat Heinsberg die meisten Opfer zu beklagen.

9.42 Uhr: Ein Minus von 90 Prozent beschert der Coronavirus dem Unternehmen Taxi Stern. Denn die Kunden fragen Taxifahrten kaum mehr nach. So geht es derzeit den meisten Taxiunternehmen in Hattingen. Einige haben bereits Hilfen beim Land beantragt.

9.35 Uhr: Betreiber von Hilfetelefonen in Nordrhein-Westfalen berichten von deutlich mehr Anrufen in der Corona-Krise. „Was wir jetzt gerade erleben, ist wirklich einmalig“, sagt Stefan Schumacher, Leiter der Telefonseelsorge in Hagen. Pausen gebe es für die vielen ehrenamtlichen Telefonseelsorger derzeit kaum. Auf der anderen Seite höre er von seinem Team, dass die Menschen sehr dankbar seien, weil das Reden wirklich helfe.

9.17 Uhr: Sportphilosoph Gunter Gebauer ist Fußballfan. So wie alle, muss auch er in der aktuelle Situation auf Fußballspiele verzichten. "Es ist eine harte Zeit für jemanden, der die Gewohnheit hat, Bundesliga-Spiele zu schauen und mit der Familie darüber zu reden", sagt er. Im Interview spricht er über den Stillstand, eine mögliche Chance durch die Krise und die Sehnsucht nach Spielen.

8.57 Uhr: Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko im Freien? Wie gefährdet sind Schwangere? Virologe Prof. Dr. Ulf Dittmer beantwortet Fragen zur Coronakrise im Video. „Wenn man direkt an anderen Personen vorbei joggt, die gerade husten, niesen oder auch nur sprechen, kann man sich auch beim Joggen oder Spazierengehen eventuell anstecken“, sagt Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts der Virologie an der Uniklinik Essen.

Coronavirus: Virologe über die Ansteckungsgefahr im Freien
Coronavirus: Virologe über die Angesteckungsgefahr im Freien

8.41 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat an die Bevölkerung appelliert, am bevorstehenden milden Wochenende besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren“, sagte er am Freitagmorgen dem WDR - zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt. Bisher seien die Auflagen wegen des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen gut eingehalten worden, bilanzierte Reul. Bis zum 1. April habe es landesweit 7300 Verstöße gegeben - bei 18 Millionen Einwohnern. Es sei nicht verboten, für Spaziergänge in andere Städte zu fahren, stellte der Innenminister klar. Aber er wolle auch nicht dafür werben. „Am besten ist es, Sie bleiben im häuslichen Umfeld.“

8.26 Uhr: Kliniken im Revier bereiten sich in der Coronakrise auch auf ethische Fragen und Triage vor. Im Elsass werden Corona-Patienten über 80 Jahre nicht mehr beatmet, auch in Italien haben ältere Menschen bei der Triage das Nachsehen.

8.07 Uhr: Kontaktverbote, geschlossene Geschäfte und Gaststätten. Seit gut zwei Wochen steht das Leben im Land weitgehend still. Doch viele Menschen im Revier haben sich mit der Ausnahmesituation arrangiert und versuchen, das Beste daraus zu machen – zumindest vorübergehend. Drei Beispiele, stellvertretend für viele.

7.53 Uhr: Die Corona-Krise bringt den Transfermarkt durcheinander - das betrifft auch die BVB-Profis Jeremy Toljan, Mahmoud Dahoud und Mario Götze. Die Fußballspieler müssen in der aktuellen Situation umdenken.

7.42 Uhr: Ausfallendes Gemeindeleben in der Corona-Krise macht erfinderisch: Um den Gläubigen über Ostern etwas an die Hand zu geben, verteilt eine Gelsenkirchener Gemeinde tütenweise christliche Symbole für das Osterfest daheim. Für die Zeit ab Palmsonntag sind dort beispielsweise ein gesegneter Palmzweig, eine Osterkerze oder ein Taschentuch für den Karsamstag zu finden - Symbol für Trauer über den Tod von Jesus Christus. „Das Ganze ist gemeint als tägliche Raststation von Palmsonntag bis Ostern“, sagte Pfarrer Bernd Steinrötter. Dazu gibt es jeweils „Beipackzettel“ mit Hinweisen und Impulsen für die innere Einkehr.

7.28 Uhr: Egal ob die klassische dreilagige Variante, die luxuriöse vierlagige oder die umweltschonende aus recyceltem Papier: Wer dieser Tage Toilettenpapier kaufen möchte, steht vor einer Herausforderung. Toilettenpapier ist gefragter denn je.

Corona: Verstärkte Kontrollen am Wochenende angekündigt

7.21 Uhr: Am 1. März ist im Kölner Museum Ludwig eine Ausstellung über den Konzeptkünstler Wade Guyton zu Ende gegangen - doch die rund 200 Leihgaben aus den USA stehen immer noch im Museum. Die Kosten für den Rücktransport seien aufgrund der zusammengestrichenen Flüge in Zeiten der Corona-Krise jetzt massiv von 75 000 auf 330 000 Euro gestiegen. Das sei allerdings noch nicht einmal der ausschlaggebende Grund, sagte Direktor Yilmaz Dziewior der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist sicherer, wenn die Arbeiten bei uns sind als wenn sie irgendwo im Transit stehen.“ Ausgeliefert würden sie derzeit sowieso nicht. Das Vorgehen sei mit Museen und privaten Leihgebern abgesprochen worden.

7.00 Uhr: Auch Star-DJ Felix Jaehn ist von der Kontaktsperre betroffen, findet die Regel aber angemessen. "Ich glaube, das ist jetzt unsere Bürgerpflicht. Wenn es einen Kurs gibt, müssen wir den auch alle gemeinsam durchziehen. Ansonsten kann das nicht funktionieren", sagt Jaehn im Interview. Damit er aber nicht komplett auf Festivals verzichten muss, hat sich der 25-Jährige etwas einfallen lassen.

6.42 Uhr: Am vergangenen Wochenende fuhr die Polizei in NRW 700 Einsätze, um Verstöße gegen die soziale Distanz zu ahnden und das Kontaktverbot durchzusetzen. Für Samstag und Sonntag werden Temperaturen um die 20 Grad erwartet. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat dementsprechend in der Aktuellen Stunde am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass Polizei und Ordnungskräfte am Wochenende verstärkt kontrollieren werden. Bisher hätten sich die Menschen laut Reul weitestgehend vernünftig verhalten. Daher plane das Land auch kein Verbot mit Blick auf Tagesausflüge. "Wenn wir ein solches Verbot hätten, dann müssten wir am Ende auch Grenzkontrollen zwischen NRW und den Niederlanden und Belgien einrichten", so Reul im WDR.

Freitag, 6.14 Uhr: Trotz der steigenden Zahl von Corona-Tests haben viele Labore nach Branchenangaben noch ausreichend Kapazitäten. Personalengpässe gebe es nicht, da die Laboruntersuchungen in anderen Bereichen derzeit stark rückläufig seien, sagte ein Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL) der Deutschen Presse-Agentur in Köln: „Wer jetzt nicht unbedingt zum Arzt gehen muss, der geht nicht.“ Probleme bereite inzwischen allerdings die Materialbeschaffung. Die Verbrauchsmaterialien wie Tupfer und Plastikplättchen sind knapp und teuer geworden“, sagt auch Fabian Wisplinghoff, ärztlicher Leiter eines großen Kölner Labors. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Lieferanten habe er Engpässe bisher aber ausgleichen können. Im dem Labor werten die Mitarbeiter momentan täglich rund 5000 Corona-Tests aus. „Wir könnten aber die doppelte Anzahl schaffen“, sagte Wisplinghoff.

Donnerstag, 22.52 Uhr: Die Zahl der weltweit Infizierten ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf über eine Million gestiegen. Alle deutschlandweiten und internationalen Nachrichten der Corona-Krise können Sie hier in unserem Newsblog verfolgen.

21.36 Uhr: Wann rollt der Ball wieder? Und: Ist das in der gegenwärtigen Situation überhaupt die richtige Frage? Darüber sprechen unsere Sport-Redakteure im Podcast "Fußball inside". Hier können Sie reinhören!

21.04 Uhr: Geschäftsleitung und Betriebsrat von Trilux haben für die Standorte Hüsten und Köln eine Regelung für Kurzarbeit getroffen. So versucht das Unternehmen, die Gehaltseinbußen für die Mitarbeiter möglichst gering zu halten.

Corona in Seniorenheimen: "Eine unerträgliche Situation"

20.28 Uhr: Einsamkeit - das ist gerade auch in den Seniorenheimen ein großes Thema in dieser Zeit. Das Besuchsverbot macht es den Bewohnern oft unmöglich, ihre Angehörigen zu sehen. Ein Essener Heim hat eine Alternative gefunden.

20.05 Uhr: „Es ist eine unerträgliche Situation, dass wir die, die derzeit so Großartiges leisten, unser Personal, nicht richtig schützen können.“ Hier schildern Leiter von Seniorenheimen, wie sie sich auf Corona-Fälle in ihren Einrichtungen vorbereiten - und wo sie dabei auf Probleme stoßen.

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