Impfkampagne in NRW

Corona-Impfung in NRW - Stiko empfiehlt Impfung ab 12 Jahren

Lesedauer: 8 Minuten
Corona-Impfung von Kindern soll Schul-Alltag erleichtern

Corona-Impfung von Kindern soll Schul-Alltag erleichtern

Die Stiko empfiehlt derzeit keine Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Dennoch wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern die Immunisierungen vorantreiben, unter anderem auch mit Impfangeboten an Schulen. Damit will die Politik auch den Präsenzunterricht aufrecht erhalten.

Beschreibung anzeigen

NRW.  Übersicht zur Covid 19-Impfung in NRW: Stiko empfiehlt Corona-Impfungen bei Kindern ab 12 Jahren. Auffrischimpfung beginnt im September.

  • Seit Juni gibt es bei der Corona-Impfung in NRW bei allen Impfstoffen keine Priorisierung mehr.
  • Auch Kinder und Jugendliche können in NRW geimpft werden. Die Stiko empfiehlt die Impfung nun für alle ab 12 Jahren.
  • NRW hat Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene gelockert.
  • Ab September soll mit den Drittimpfungen gegen das Coronavirus begonnen werden
  • Informationen zu den Corona-Impfstoffen, ihrer Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen.

Seit Ende Dezember 2020 werden die Bürger in NRW gegen das Coronavirus geimpft. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Corona-Impfstoffe, die Impfkampagne in NRW, wo Sie sich impfen lassen können und wieviele Menschen in NRW bereits geimpft sind.

Corona-Impfungen in NRW - Wer wird wann in NRW geimpft

Seit dem 7. Juni ist die Impfpriorisierung in NRW komplett aufgehoben, es kann also jeder Impfwillige einen Termin für eine Corona-Impfung vereinbaren. Nachdem in der Anfangszeit recht wenig Impfstoff zur Verfügung stand, gibt es bei Ärzten und in den Impfzentren mittlerweile ausreichend Impfstoff. Wer sich impfen lassen möchte, kann das in NRW mittlerweile sogar oft schon ohne Termin, außerdem gibt gibt es vielerorts niederschwellige Impfaktionen.

Seit Juli bieten die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen, die die Impfzentren in NRW betreiben, auch Corona-Genesenen die Buchung von Einzelterminen an.

Corona-Drittimpfungen: So plant NRW die Auffrischungs-Impfungen

Ab September sollen besonders gefährdete Gruppen wie Menschen mit Immunschwäche, Pflegebedürftige und Hochbetagte zuerst eine Drittimpfung erhalten. Das entschieden die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am 2. August. In Pflegeeinrichtungen sollen diese Impfung mobile Impfteams übernehmen, wer zu Hause wohnt, soll sich beim behandelnden Arzt impfen lassen.

In NRW haben die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen bereits angeboten, dass niedergelassene Ärzte in den Pflegeheimen die Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus übernehmen.

Neben den Risikogruppen sollen auch all diejenigen, die bislang mit den Vektor-Impfstoffen von Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden, im Herbst mit einem mRNA-Vakzin nachgeimpft werden. Das könne in den Impfzentren, bei Betriebsärzten oder in den Hausarztpraxen erfolgen. Konkrete Pläne seitens des Landes NRW sind hier aber noch nicht bekannt.

Was Mediziner zur Corona-Impfung bei Schwangeren sagen

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben, werden wegen fehlender Studienergebnisse derzeit aber noch nicht systematisch geimpft. Mittlerweile haben zwei Fachgesellschaften dafür ausgesprochen, Schwangere und Stillende gegen Covid-19 zu impfen. Eine allgemeine Empfehlung der Stiko gibt es aber bisher nicht.

Lesen Sie auch: Omni calculator - Wann erhalten Sie die Corona-Impfung?

Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen in NRW

In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nun generell gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlung nun ausgeweitet. Bei ihnen muss aber einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer oder Moderna) genutzt werden.

Nachdem die EMA bereits im Mai beziehungsweise Juni die Impfung für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen hatte, aktualisierte Mitte August auch das deutsche unabhängige medizinische Beratergremium am 16. August seine Empfehlung.

Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf.

Die Stiko hatte die Corona-Impfungen zunächst nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen empfohlen.

>>> Nur selten geimpft: Wird Corona zur Pandemie der Kinder?

War die Impfung von Kindern und Jugendlichen zunächst nur bei niedergelassenen Ärzten möglich, können sie sich jetzt auch grundsätzlich in den NRW-Impfzentren impfen lassen. Voraussetzung: Im Impfzentrum müssen Kinderärzte die Jugendlichen beziehungsweise ihre Sorgeberechtigten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) beraten.

Corona-Impfung bei Allergikern und bei Menschen mit Vorerkrankungen

Bei allen Impfstoffen können nach Anwendung allergische Reaktionen auftreten. Nicht geimpft werden dürfen demnach Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf die Inhaltsstoffe Polyethylenglykol (=Macrogol) und Tromethamin/Trometamol.

Das Helmholtz-Zentrum München hat auf seiner Seite allergieinformationsdienst.de Informationen für Allergiker in Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung zusammengefasst. Auch die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften eine einseitige Patienteninformation veröffentlicht (PDF).

Menschen mit chronischen Krankheiten oder anderen Vorerkrankungen sollten vorab klären, ob sie tatsächlich geimpft werden können. Am Besten sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an, ob Ihre Erkrankung oder Ihre Medikamente für oder gegen eine Impfung sprechen. Lesen Sie auch: Corona-Impfung bei Vorerkrankungen: Das sollten Sie wissen

Corona-Impfungen in NRW: So ist der Fortschritt bei den Impfungen

Die Impfung gegen eine Covid19-Infektion schreiten in NRW in höchst unterschiedlichem Tempo voran. Das zeigen Zahlen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe kontinuierlich veröffentlichen. Erfahren Sie hier, wieviele Menschen in ihrer Stadt oder in ihrem Kreis bereits geimpft wurden.

Corona-Impfungen in NRW - So vereinbare ich einen Impftermin

Wer informiert mich und auf welchem Wege darüber, dass ich zur Impfung gehen darf beziehungsweise einen Termin vereinbaren kann? Kann ich mir das Impfzentrum aussuchen? Und ist es möglich gemeinsame Doppeltermine buchen als Ehepaar oder etwa für meine Eltern? In diesem Artikel haben wir wichtige Informationen rund um die Impfungen in den NRW-Impfzentren und in den Hausarztpraxen gesammelt.

Antworten auf wichtige Fragen zur Buchung eines Impftermins und welche Unterlagen Sie zum Impftermin bei ihrem Arzt oder im Impfzentrum mitbringen müssen.

Lesen Sie dazu auch: Corona-Impfungen: Braucht man dafür wirklich den Impfpass?

Corona-Impfungen in NRW - Diese Impfstoffe werden eingesetzt und das ist zu Nebenwirkungen bekannt

Aktuell sind in Deutschland vier Impfstoffe zugelassen, die in den Impfzentren und bei Ärzten verimpft werden. Es handelt sich um die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson (die Impfstoffe im Vergleich).

Zuletzt in Deutschland zugelassen wurde der Impfstoff von Johnson & Johnson. Der Vektorimpfstoff muss im Gegensatz zu den übrigen Wirkstoffen nur einmal geimpft werden, damit er vollständig wirkt. Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wird in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden..

Weitere Impfstoffhersteller haben die Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt, darunter der Produzent des russischen Sputnik V-Vakzins. Was bereits über die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe und mögliche Nebenwirkungen bekannt ist.

Weitere Informationen: So wirksam sind die Impfstoffe noch bei Mutationen

Lockerungen für Geimpfte und genesene Corona-Patienten

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann sich seit dem 14. Juni seinen Impfnachweis digital ausstellen lassen. Bereits Geimpfte können sich das dafür nötige Dokument in vielen Apotheken oder bei ihrem Hausarzt besorgen: Digitaler Impfnachweis: So bekommt man ihn in der Apotheke

Urlaub: Reisen ins Ausland für Geimpfte ohne Quarantäne - wo dies geht

Auch immer mehr Länder erlauben Geimpften die quarantänefreie Einreise, um dort Urlaub zu machen. In der EU gibt es nun einen europaweit gültigen Impfausweis. Wohin Corona-Geimpfte ohne Quarantäne reisen können.

Auf unserer Themenseite zum Coronavirus haben wir auch viele Informationen rund um die Corona-Impfung für Sie aufbereitet. In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie zudem alles Wissenswerte zur Entwicklung der Corona-Pandemie in der Region.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Corona NRW

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben