Corona-Schutzimpfung

Corona-Impfung in NRW - Die wichtigsten Fragen und Antworten

Lesedauer: 18 Minuten
Warum Impfstoffe bei älteren Menschen teilweise nicht wirken

Manche Impfstoffe wirken bei Älteren nicht gut. Warum, erklärt Virologe Dittmer im Interview. Und: Was bringt uns das neue Antikörper-Medikament?

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NRW.  Das Thema Corona-Impfung beschäftigt viele Menschen. Wir geben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Covid 19-Schutzimpfung in NRW.

In NRW haben die Corona-Impfungen begonnen. Wie schützt die Impfung? Wer wird zuerst geimpft? Was ist über Nebenwirkungen bekannt? Wir geben Antworten auf häufig gestellte Fragen. (Per Klick auf eines der vier Themen springen Sie direkt zur Stelle im Artikel)


Corona-Impfung NRW: Fragen zur Impfreihenfolge und Bevölkerungsgruppen

Wer wird wann in NRW geimpft?

Wann ein Mensch seine Corona-Impfung erhält, hängt unter anderem vom Alter ab. Als erste Gruppe wurden über 80-Jährige sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen als erste geimpft. Denn sie haben aufgrund ihres Alters ein höheres Risiko, schwer durch das Virus zu erkranken als etwa junge, gesunde Menschen. Diese höchste Risikogruppe soll bis Ende April/Anfang Mai geimpft sein, es handelt sich laut Schätzungen des Landes NRW um rund 1,2 Millionen Menschen.

Außerdem werden Pflegekräfte und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit einem sehr hohen Infektionsrisiko geimpft, wenn sie in Notaufnahmen, auf Intensivstationen, im Rettungsdiensten und in den Impfzentren arbeiten.

Ab dem 8. März sollen dann NRW-weit die Impfungen in der so genannten Priorisierungsgruppe 2 an der Reihe sein. Zunächst darf das Personal in Kitas und Tageseltern mit einem Impfangebot rechnen, ebenso Lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen, Polizisten „mit direktem Kontakt zu Bürgern“ sowie Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Es handelt sich insgesamt um rund 750.000 Impfkandidaten.

Über 70-Jährige werden nach derzeitigen Planungen ab Anfang Mai dran sein. Um diesmal Chaos bei der Impfterminvergabe zu vermeiden, sollen die "Ü70-er" jahrgangsweise oder zweijahrgangsweise eingeladen werden. Auch für diese Bevölkerungsgruppe (rund 1,6 Millionen Menschen) kommen auch nur die Impfstoffe von Biontech oder Moderna in Frage, da NRW das Vakzin von Astrazeneca nicht für alle Bürger freigegeben hat.

Über die weitere Impfreihenfolge informiert das Land NRW auch auf seiner Seite zum Coronavirus.

Ich bin chronisch krank und nehme mehrere Medikamente: Mit wem kann ich vorab klären, ob ich tatsächlich geimpft werden kann?

Am Besten sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an, ob Ihre Erkrankung oder Ihre Medikamente für oder gegen eine Impfung sprechen.

Ich bin Allergiker, kann ich mich impfen lassen oder besser nicht?

Bei allen Impfstoffen können nach Anwendung allergische Reaktionen auftreten. Nicht geimpft werden dürfen demnach Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf die Inhaltsstoffe Polyethylenglykol (=Macrogol) und Tromethamin/Trometamol.

Das Helmholtz-Zentrum München hat auf seiner Seite allergieinformationsdienst.de Informationen für Allergiker in Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung zusammengefasst. Auch die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften eine einseitige Patienteninformation veröffentlicht (PDF).

Ich habe einen Kinderwunsch oder bin schwanger, verzichte ich besser auf die Impfung?

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben. Der „Mythos“, dass die Impfung unfruchtbar mache, mache vielen Frauen Angst, sagte Ciesek im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Solche „Fehlinformationskampagnen“ würden das Vertrauen in die Impfstoffe untergraben. Es handle sich um „ein Gerücht“.

Zwar würden Impfstoffe in frühen Studienphasen nicht an Schwangeren getestet. „Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen hier eine spezielle Gefahr sehen würde“, sagte Ciesek. Es sei vielmehr „das normale Vorgehen“, dass man neue Präparate nicht an sensiblen Gruppen wie Kleinkindern oder Schwangeren teste. „Die Erkrankung ist prinzipiell gefährlicher für Schwangere als die Impfung.“

Die Hersteller Biontech und Pfizer haben im Februar eine große Studie zum Einsatz ihres Corona-Impfstoffs bei Schwangeren angekündigt. Diese soll die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs für werdende Mütter unternehmen.

Können Kinder und Jugendliche geimpft werden?

Aktuell gibt es keinen Impfstoff, der für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zugelassen ist. Der Biontech-Impfstoff darf erst ab 16 Jahren eingesetzt werden.

„Wann bei Covid-19-Impfstoffen mit einer Zulassungserweiterung in der Europäischen Union für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen zu rechnen ist, ist derzeit noch nicht absehbar“, hieß es Mitte Februar aus dem Berliner Gesundheitsministerium. Klinische Prüfungen mit zugelassenen Covid-19 Impfstoffen, die Kinder und Jugendliche einschließen, haben nach den Eintragungen im Studienregister in den USA teilweise begonnen oder sind in Kürze geplant.

Wann Impfstoffe für Kinder dann zugelassen werden, ist noch offen. Der Direktor des Zentrums- für Kinder und Jugendmedizin der Universität Mainz, Fred Zepp, der Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist, sagte im Februar, er rechne „frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres damit“, dass Kinder in Deutschland geimpft werden könnten.


Corona-Impfung NRW: Fragen rund um die Terminbuchung

Wer informiert mich überhaupt und auf welchem Wege darüber, wenn ich zur Impfung gehen bzw. einen Termin machen kann?

Derzeit können ausschließlich Personen ab 80 Jahren, die zu Hause leben und ein Einladungsschreiben per Post erhalten haben, einen Impf-Termin im Impfzentrum vereinbaren. Andere Personen aus der Priorisierungsgruppe 1, die in NRW leben und arbeiten, werden gesondert eingeladen.

Wie dies bei den folgenden Gruppen gehandhabt wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Kann ich gemeinsame Doppeltermine buchen als Ehepaar oder für meine Eltern?

In der Anfangsphase war dies zunächst nicht möglich. Mittlerweile wurde dies von den Kassenärztlichen Vereinigungen geändert und Kinder können auch online etwa einen gemeinsamen Termin für ihre Eltern vereinbaren, sofern einer verfügbar ist.

Die KV Nordrhein teilte dazu auch mit, dass auch Personen, die sich bereits im Terminbuchungsportal registriert haben, einen Impftermin für eine weitere anspruchsberechtigte Person online vereinbaren können. Telefonisch gab es die „gemeinsame Buchung“ bereits.

Ist die Online-Terminbuchung der einzige Weg, um Impftermine zu buchen?

Nein, Impftermine können auch telefonisch vereinbart werden. Wer im Zuständigkeitsbereich der KV Nordrhein lebt (westliches NRW bis Essen) wählt die Rufnummer 0800-116117-01. Im östlichen Teil von NRW (ab Bochum) ist die KV Westfalen-Lippe anzurufen. Die Rufnummer hier: 0800-116117-02

Die beiden KVen arbeiten mit verschiedenen Online-Systemen zur Vereinbarung eines Impftermins.

Zum Online-Buchungssystem im Rheinland

Zum Online-Buchungssystem in Westfalen-Lippe

Ich habe schon einen Termin für die erste Impfung aber noch nicht einen Zweittermin - was soll ich tun?

Wer noch keinen Zweittermin erhalten hat, bekommt den beim ersten Impftermin im Impfzentrum.

Muss ich in das Impfzentrum in meinem Landkreis oder kann ich auch einen Termin in der Nachbarstadt/Nachbarlandkreis vereinbaren?

Vorgesehen ist es derzeit nicht, heißt es explizit von der KV Nordrhein. Der Hintergrund: Die Impfzentren der Kreise bekommen vom Land bezogen auf die Zahl der Impfberechtigten ein Kontingent ​an Impfdosen zugewiesen.

Damit diese Kontingente auch passen und auf einmal nicht plötzlich zu wenig Dosen verfügbar sind, empfiehlt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, dass sich Impfwillige ihre Corona-Impfung in ihrem Heimatkreis/ihrer Heimatstadt „abholen“. In Westfalen-Lippe hört man jedoch von Einzelfällen, in denen das möglich gemacht wurde.

Muss ich unbedingt ins Impfzentrum oder kann ich auch zu meinem Hausarzt gehen?

Momentan gibt es diese Möglichkeit noch nicht. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will mit „flächendeckenden Impfungen gegen das Coronavirus in Arztpraxen spätestens ab April“ beginnen. Bundesweit würden dazu mindestens 40.000 Arztpraxen benötigt (mehr zum Thema). Auch für die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW ist eine Einbindung niedergelassener Ärzte „erklärtes Ziel“. „Das wäre der einfachste Weg, viele Menschen schnell zu impfen“, sagt ein Sprecher der KV Nordrhein. Auch im Bereich der KV Westfalen-Lippe werden dazu gerade Mediziner befragt. Erste Rückmeldungen zeigten einen „positiven Trend“.

Dass Hausärzte impfen können, steht außer Frage, allerdings: Wegen der schwierigen Lagerungsbedingungen des Biontech-Impfstoffs fielen private Praxen bislang aus. Der Impfstoff von Astrazeneca ist indes weniger anspruchsvoll, weshalb auch die Städte die Mithilfe der niedergelassenen Ärzte begrüßen würden.

Ich bin körperlich eingeschränkt und kann das Haus nicht verlassen, kommt dann ein Impfteam zu mir?

Hochaltrige können bis auf Weiteres nur mit den empfindlichen Stoffen von Biontec/Pfizer und Moderna geimpft werden, die aber kaum für die häusliche Impfung geeignet sind. „Wir arbeiten mit Hochdruck zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen daran, Menschen, die sich nicht in ein Impfzentrum begeben können, zu Hause impfen zu können“, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Anfang Februar. Wann es so weit ist, ist noch unklar.

Was kostet mich die Impfung?

Für die BürgerInnen ist die Impfung unabhängig vom Versicherungsstatus (privat/gesetzlich/freiwillig) kostenlos. Wichtig ist nur, dass man in Deutschland krankenversichert ist (bei einem Wohnort im Ausland). Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund, die Kosten für die Spritzen und Kanülen tragen die Länder. Darüber hinaus teilen sich die Länder mit dem Bund die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Impfzentren.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Zum Impftermin sind die Terminbestätigung und der Personalausweis mitzubringen, falls vorhanden auch der Impfausweis. Nicht zwingend erforderlich sind die folgenden Unterlagen, allerdings beschleunigt das Mitbringen der bereits ausgefüllten Unterlagen in zweifacher Ausfertigung den Prozess im Impfzentrum:

  • Einverständniserklärung (gilt nur für den ersten Termin!) und Anamnesebögen (bei beiden Terminen)
  • Falls vorhanden: medizinische Unterlagen wie Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste.

Die Unterlagen finden Sie auf dieser folgenden Website (Der Anamnesebogen ist im Einwilligungsbogen enthalten)

Wer keine Möglichkeit hat, die Unterlagen auszudrucken, kann die Terminbestätigung auch auf einem Smartphone, Tablet oder mobilem PC vorzeigen.

Ich habe meinen Impfausweis verloren, kann ich einen neuen bekommen?

Man kann beim Arzt einen neuen Impfausweis erhalten. Allerdings sollte dann nachgeforscht werden, welche Impfungen in der Vergangenheit stattgefunden haben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, Impfungen der vergangenen zehn Jahre aus ärztlichen Unterlagen zu ermitteln.

Auch anhand einer Blutuntersuchung kann herausgefunden werden, ob ein Impfschutz gegen bestimmte Krankheiten bereits vorliegt. Die Kosten müssen allerdings in der Regel selbst getragen werden.


Corona-Impfung NRW: Fragen zum Impfstoff

Kann ich mir den Impfstoff aussuchen?

Nein. Welches der bereits zugelassenen Vakzine verimpft wird, kann man nicht selbst aussuchen. Es gibt jedoch Altersbeschränkungen bei dem Astrazeneca-Impfstoff. Da bei der Zulassung wenig Erfahrungen zur Wirksamkeit bei Älteren vorlagen, wird der Impfstoff derzeit nur bei Menschen unter 65 Jahren eingesetzt.

Aktuell sind in Deutschland drei Impfstoffe zugelassen. Die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie der Vektor-Impfstoff von Astrazeneca. Weitere Hersteller haben die Zulassung bei der Europäischen Medizin-Aufsicht (EMA) beantragt.

Ob es in der Zukunft, wenn weitere Impfstoffe zugelassen sind und viele Impfdosen verfügbar sind, die Möglichkeit geben wird, ist offen. Grundsätzlich stehe es aber jedem frei, auf einen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Impfstoff zu warten. „Wann dies der Fall sein wird, kann derzeit nicht gesagt werden“, so ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums im Februar.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach Impfungen kann es immer zu Reaktionen und Nebenwirkungen kommen – auch bei ganz herkömmlichen Spritzen wie Tetanus- oder Mumps-Masern-Röteln-Impfungen. Das gilt also auch grundsätzlich auch für Corona-Impfstoffe.

Laut RKI können Impfreaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten Astrazeneca-Vakzin auftreten. Sie beginnen in der Regel kurz nach der Impfung und halten wenige Tage an. Beim Astrazeneca-Vakzin zählen Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Krankheitsgefühle zu den häufigsten Nebenwirkungen.

Aus den klinischen Prüfungen ist nach RKI-Angaben aber grundsätzlich bekannt, dass der Impfstoff von Astrazeneca reaktogen ist, also häufig Impfreaktionen auslöse und auch, dass bei den beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna die Reaktionen nach der zweiten Dosis stärker ausfallen können.

Auch nach der Zulassung des Impfstoffs gibt es weiterhin Untersuchungen, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs zu bekommen. Das für die Impfstoffkontrolle zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) prüft etwa derzeit, ob die Nebenwirkungen zu stark ausfallen. Bei Verdacht auf eine Nebenwirkung kann man dies auch dem PEI online melden.

Was bedeutet Wirksamkeit bei Impfstoffen überhaupt?

Warum der Impfschutz bei Astrazeneca bei 82,4 Prozent liegt
Warum der Impfschutz bei Astrazeneca bei 82,4 Prozent liegt

Die Studien zur Wirksamkeit von Vakzinen sind Risikobetrachtungen. Sie vergleichen die Zahl der Infektionen in zwei Gruppen. Dabei wird primär analysiert, ob und nicht wie krank die Menschen werden. Geimpfte werden dabei nicht vorsätzlich einer Viruslast ausgesetzt.

Moderna beziffert die Wirksamkeit seines Impfstoffs auf 94 Prozent – gemessen 14 Tage nach der zweiten Dosis. Das Vakzin von Biontech/Pfizer zeigte Firmenangaben zufolge eine Wirksamkeit von 95 Prozent, gemessen sieben Tage nach der zweiten Dosis.

Der Impfstoff von Astrazeneca hingegen wies laut Hersteller in einer Studie mit mehr als 11.000 Teilnehmern eine Wirksamkeit von etwa 70 Prozent auf. Ist er deshalb weniger wirksam? Das Problem dieses Wertes: In einem Teil der Studie unterliefen offenbar Fehler, die die Daten in Misskredit brachten. Es gab unterschiedliche Effektivitätszahlen für zwei Teile der Studie, in denen nicht die gleichen Mengen des Impfstoffs verimpft wurden. In einem Studienteil lag die Wirksamkeit bei 59,5 Prozent, im anderen bei 91.

In dieser Woche wurde ein weiterer Teil der Studie von Forschern der Universität Oxford in noch ungeprüfter Form veröffentlicht. Er wies eine Wirksamkeit von etwa 86 Prozent auf. Dabei wurde der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung auf zwölf Wochen ausgedehnt. Bei Vektorimpfstoffen, gerade bei dem von Astrazeneca, habe man sehen können, „dass eine Immunität noch nachreifen kann“, erklärte Virologe Christian Drosten in einem NDR-Podcast.

Zur Verdeutlichung: Eine Wirksamkeit in einer Größenordnung von 59 bis 95 Prozent wird von Infektiologen als gut bezeichnet. Bei der jährlichen Grippeschutzimpfung etwa liegt die Effektivität bei 20 bis 80 Prozent.

Wann bietet die Impfung vollumfänglichen Schutz?

Die Corona-Schutzimpfung mit den aktuell verwendeten Impfstoffen müssen im Abstand weniger Wochen zweimal durchgeführt werden. Sonst können sie nicht den vollen Impfschutz entfalten.

Wirkt die Corona-Impfung gegen die Virus-Mutationen?

Zur Wirksamkeit der aktuell zugelassenen Impfstoffe gegen die bekannten Mutationen ist die Forschungslage noch dünn, da es keine klinischen Daten gibt. Laut einer aktuellen Untersuchung soll der Biontech-Impfstoff wahrscheinlich auch gegen die südafrikanische Virusvariante schützen. Allerdings sei die Zahl der dagegen gebildeten Antikörper wohl geringer, heißt es.

Bei der britischen Mutation ist dies etwas anders. Mehreren Studien zufolge wirken die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca auch gegen diese Mutation. Die Untersuchungen deuteten Experten zufolge darauf hin, dass die Impfungen vielleicht nicht vor jeder Infektion schützen könnten, aber doch vor schweren und tödliche Verläufen.


Corona-Impfung NRW: Nach der Impfung

Muss man noch Maske tragen, wenn man geimpft ist?

Ja. Die Impfstoffe versprechen zwar einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung, trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres den Mund-Nase-Schutz tragen und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Denn auch wer geimpft ist, könnte noch zur Übertragung des Coronavirus beitragen, so das RKI in seiner FAQ zum Coronavirus.

Kann ich mich nach einer Impfung wieder bedenkenlos mit älteren Menschen treffen?

Bedenkenlos nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht. Bei Kontakten sollte weiterhin der Mund-Nase-Schutz getragen werden, da eine Impfung nicht ausschließt, dass man das Virus überträgt.

Sind Reisen ins Ausland für Geimpfte wieder möglich?

Erst die Corona-Impfung, dann ohne Beschränkungen entspannt in den Urlaub fliegen: Erste Länder haben bereits Vereinbarungen geschlossen, dass Menschen mit Corona-Impfpass ohne Auflagen reisen können. Bislang bremsen die meisten Länder der Europäischen Union aber noch: Zentrales Argument ist, dass noch gar nicht feststeht, ob Geimpfte nicht doch das Virus weitertragen könnten.

Ich will mehr über die Corona-Pandemie und auch die Corona-Impfungen erfahren.

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