Videotalk / Folge 129

Freigabe der Impfreihenfolge: Warum Klinikchef Werner warnt

Lesedauer: 3 Minuten
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 129

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 129

In der Debatte um eine Aufhebung der Impf-Priorisierung warnt der Chef der Essener Uniklinik vor chaotischen Zuständen in den Arztpraxen.

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Essen.   Im Video: Jochen A. Werner plädiert dafür, die Impfreihenfolge „noch ein paar Wochen durchzuhalten“. Sonst drohten chaotische Zustände in Praxen.

Angesichts der Aufhebung der Impfpriorisierung in vielen Bundesländern warnt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, vor chaotischen Zuständen in den Arztpraxen. In unserem Videocast „19 – die Chefvisite“ bedauert Werner, dass nicht auch die Betriebsärzte bereits impfen – diese könnten den Ansturm „abpuffern“, so der Mediziner.

Aus seiner Sicht wäre es besser, die bislang geltende Reihenfolge noch „einige Wochen durchzuhalten“. Auch die Ständige Impfkommission empfehle, neben Risikogruppen zunächst die Über-60-Jährigen zu schützen. Denn diese hätten „maßgeblichen Einfluss auf den Inzidenzwert und vor allem auf die Auslastung der Krankenhäuser“, betont Werner. Das Problem dabei sei, „dass dadurch viele in Konflikt mit ihrem Urlaub kommen“.

Warum sind Superreiche so erfolgreich?

Superreiche sind so erfolgreich, weil sie ihre „Vision eiskalt verfolgen“. Sie wollten „nicht anderen gefallen, sondern sich selbst treu bleiben“, sagt der Medienunternehmer und Autor Julien Backhaus in der Sendung, der sich in einem Buch mit dem Thema befasst hat. Superreichen wie Tesla-Chef Elon Musk oder Microsoft-Gründer Bill Gates sei wichtig, „eigene Standards zu erfüllen“.

Ihre „Geschichte“ müssten sie immer wieder erzählen, um Erfolg zu haben – ein bekanntes Konzept aus dem Marketing. „Die Amerikaner haben ein größeres Mundwerk als Fähigkeiten“, so Backhaus: „Wir erfinden es, sie vermarkten es“, sagt er mit Blick auf deutsche Ingenieurserfolge. Doch so ließen sich auch Ideen zum Geschäft machen, die anfangs eher verrückt erschienen.

Wein aus Ostfriesland – keine Schnapsidee

Wein aus Ostfriesland – auch diese Idee scheint zunächst verrückt und klingt nach einer Schnapsidee. Dennoch hat die Erste Ostfriesische Winzergenossenschaft (OWG) um Torsten Oltmanns das erste Weinfeld im Landkreis Leer eingerichtet: „Wir haben hier so viele Sonnenstunden wie Stuttgart“, so Oltmanns. Er hofft auf einen Spitzenwein, der in zwei oder drei Jahren für rund 20 Euro die Flasche verkauft werden könnte.

Möglich werde das nunmehr 14. Weinanbaugebiet in Deutschland durch den Klimawandel, berichtet die OWG-Winzerin Angelina Schmücker. Sie verweist darauf, dass große Champagnerhäuser inzwischen Flächen in Großbritannien ankaufen würden: „Der Wein aus dem Süden wird zu süß“, so die „Quereinstiegswinzerin aus dem Ruhrgebiet“, wie sie sich selbst bezeichnet. Daher sieht sie „gutes Potenzial“ für den Tropfen aus Ostfriesland.

>>> Mehr Infos zur "Chefvisite":

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am kommenden Montag, den 17. Mai, ist Prof. Helga Rübsamen-Schaeff, Virologin und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, als Talk-Gast dabei. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUP-magazin.de!

Eine Sammlung der bisherigen Sendungen gibt's auf der Themenseite zur "Chefvisite"

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