Astrazeneca - Alle News, Infos und Hintergründe

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wurde von dem gleichnamigen britisch-schwedischen Pharmakonzern und der Universität Oxford entwickelt. Bei dem Vakzin namens Vaxzevria handelt es sich genau wie bei dem Mittel von Johnson & Johnson um einen Vektorimpfstoff. In Deutschland ist die Astrazeneca-Impfung seit Ende Januar 2021 für Personen ab 18 Jahren zugelassen, wird aber erst ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen.

Für die Immunisierung gegen Covid-19 müssen zwei Impfdosen mit einem Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht werden. Die erste Wirkung setzt ungefähr drei Wochen nach der ersten Dosis ein, vollständiger Schutz besteht aber laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung erst rund zwei Wochen nach Gabe der zweiten Dosis. Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, ist dann um bis zum 80 Prozent geringer als bei nicht-geimpften Personen.

Nach einer Immunisierung mit Astrazeneca kann es zu typischen Impfreaktionen kommen, wie sie üblicherweise auch nach anderen Impfungen auftreten. Dazu zählen beispielsweise Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder allgemeines Krankheitsgefühl.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung mit Astrazeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Der Grund dafür sind vereinzelte schwere Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen: So entwickelten wenige Personen nach der Impfung mit Vaxzevria eine lebensgefährliche Hirnvenenthrombose, die mit einer niedrigen Thrombozytenzahl im Blut einherging. Die Erkrankung wird auch als Sinusvenenthrombose bezeichnet und kann sich unter anderem durch Kopfschmerzen äußern. Laut Paul-Ehrlich-Institut traten die meisten Fälle sieben bis vierzehn Tage nach der Impfung auf, betroffen waren besonders Frauen unter 55 Jahren. Einige Fälle verliefen tödlich.

Weil viele Impfwillige durch Berichte über die schweren Nebenwirkungen verunsichert waren, hoben Bund und Länder die Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca bereits früher auf als für andere Vakzine. Die Impfung ist grundsätzlich auch für Personen unter 60 Jahren möglich, soll aber laut Stiko nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz erfolgen.

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