Rettungsaktion

Tiere können aus der Brandruine in Berleburg gerettet werden

Am nächsten Morgen, ohne die dichten Rauchschwaden, wird das ganze Ausmaß der Brandkatastrophe sichtbar.

Am nächsten Morgen, ohne die dichten Rauchschwaden, wird das ganze Ausmaß der Brandkatastrophe sichtbar.

Foto: Matthias Böhl

Bad Berleburg.   Nach dem Großbrand in Bad Berleburg steht die Ursache des Feuers jetzt endgültig fest. Fische und Papageien wurden aus dem Gebäude gerettet.

Der Geruch von verbranntem Holz liegt am Morgen nach dem Brand immer noch in der Luft. Immer noch qualmt es an den verkohlten Trümmern des ehemaligen „Westfälischen Hofes“.

Am Dienstagnachmittag hatte der Brand des Traditionsgebäudes in Bad Berleburg, in dem heute ein Wellness-Hotel untergebracht ist, für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt und auch zahlreiche Schaulustige angelockt. Am Mittwochmorgen war die Feuerwehr immer noch vor Ort: Es galt, weitere Glutnester abzulöschen und der Kripo bei der Brandermittlung behilflich zu sein.

Fische in Speisefass gesetzt

Doch standen die Nachlöscharbeiten nicht immer im Vordergrund. Die beiden Feuerwehrleute Lukas Brune und Jan-Steven Schenk hatten während der Gebäude-Begehung eine Entdeckung gemacht, die sie sich zu Herzen nahmen: „Wir haben einen Teich im Gebäude entdeckt, in dem Fische waren“, erinnert sich Lukas Brune.

„Zwei waren leider tot“, fügt er hinzu. „Und da haben wir uns entschlossen, dass wir die Tiere da raus holen müssen“, waren sich beide sofort einig. „Wir haben uns ein Speisfass geholt und es mit Wasser gefüllt. Der Lukas hat dann die Fische aus dem Teich geholt und ich habe sie ins Speisfass gesetzt“, erzählt Jan-Steven Schenk.

Pumpe aus Teich mitgenommen

Jetzt knien beide neben dem Fass und schauen nach ihren Schützlingen. „Die Pumpe haben wir aus dem Teich mitgenommen“, erklären sie. Auch an das Futter haben die beiden Kameraden gedacht – und mit den Koi-Sticks, die sie ebenfalls in der Brandruine gefunden haben, sind die elf Goldfische nun erst einmal gut versorgt.

„Über das kalte und mit Schaum versetzte Löschwasser, das beim Brand in den Teich gelaufen ist, waren die Fische nicht so glücklich“, sind sich beide Feuerwehrleute sicher.

Unachtsamkeit bei Dacharbeiten

Aber nicht nur Fische wurden gestern von der Feuerwehr aus dem Gebäude geholt: Auch zwei Papageien, die den Brand überlebt haben, wurden am Morgen gefunden und von den Feuerwehrleuten mit Käfigen aus der Brandruine geholt. Sie wurden sogleich mit einem Feuerwehr-Fahrzeug zu einer Tierarztpraxis nach Arfeld gebracht.

Mit dem Teleskopmast der Feu­erwehr Erndtebrück ging es an die Nachlöscharbeiten, konnte die Kripo unterstützt werden. Das Ergebnis hier: „Es spricht viel für die Ursache, wie sie schon am Brandtag bereits ermittelt wurde.“ Demnach hat eine Unachtsamkeit bei Dacharbeiten das Feuer ausgelöst.

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