Siegen-Wittgenstein

Polizei: Erschreckend viele Verstöße rund um Schulstart

11.000 Fahrzeuge wurden im Umfeld von Schulen und Kindergärten kontrolliert. Erschreckend hoch war hierbei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße.

11.000 Fahrzeuge wurden im Umfeld von Schulen und Kindergärten kontrolliert. Erschreckend hoch war hierbei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße.

Foto: Martin Möller / WAZ

Siegen-Wittgenstein.  11.000 Fahrzeuge wurden im Umfeld von Schulen und Kindergärten kontrolliert. Erschreckend hoch war hierbei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße.

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Mit dem Schulstart Ende August begann in NRW viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Für die Schulanfänger bedeutet dies aber nicht nur eine neue Situation im Schulbereich, sondern auch als Teilnehmer am Straßenverkehr. Die unerfahrenen Kinder sind als Verkehrsteilnehmer besonderen Gefahren ausgesetzt. Sie müssen sich auf die neue Situation im Straßenverkehr erst einstellen und werden häufig abgelenkt. Gleichzeitig beginnt die dunkle Jahreszeit und bringt durch sich verschlechternde Sichtverhältnisse zusätzliche Gefahrenmomente mit sich.

Als Präventionsmaßnahme hat die Kreispolizeibehörde seit Ende August verstärkt Verkehrskontrollen auf Schulwegen und im Umfeld von Kindergärten durchgeführt. Dabei wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Verkehrsverstöße festgestellt und konsequent geahndet.

Einsatzbilanz

11.000 Fahrzeuge wurden im Umfeld von Schulen und Kindergärten kontrolliert. Erschreckend hoch war hierbei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße.

711 Verstöße mussten insgesamt registriert werden, in 685 Fällen kamen die Fahrzeugführer dabei noch mit einem halbwegs blauen Auge davon. Bei ihnen blieb es bei einem Verwarngeld.

26 Fahrzeugführer waren aber so schnell unterwegs, dass ihnen gegen sie eine Anzeige gefertigt werden musste und sie die damit verbundenen Punkte in Flensburg erhalten. Bei insgesamt drei Fahrzeugführern war der Verstoß so gravierend, dass zusätzlich ein Fahrverbot droht.

Die beiden „Spitzenreiter“: 69 km/h bei vorgeschriebenen 30 km/h sowie 112 km/h bei vorgeschriebenen 50 km/h.

8 Mal ertappten die Beamten Personen bei Verstößen gegen die Anschnallpflicht. Dabei war zum Glück nur ein Fall bei einem Kind.

Elterntaxi bleibt Problem

Eine Erfahrung der letzten Jahre hat sich aber auch leider wieder bestätigt: Viele Eltern bringen und holen ihre Kinder im Auto und fahren dabei bis vor die Schultür. Dadurch kommt es an vielen Schulstandorten immer wieder zu teils chaotischen Situationen.

Aufgrund der vielen zeitgleich ankommenden, haltenden und wieder anfahrenden Fahrzeuge entstehen viele gefährliche Situationen, die selbst Erwachsene regelmäßig überfordern. Deshalb die Bitte der Polizei: Lassen Sie Ihre Kinder ruhig deutlich vor dem Schulgelände aussteigen und ein paar Meter laufen. Helfen Sie mit, den täglichen Weg zur Schule sicherer zu machen.

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