Arbeitskreis Schienenverkehr

In der Gemeinschaft den ÖPNV erhalten und verbessern

Otto Wunderlich eröffnet die Feierlichkeit und begrüßt begeistert die vielen Gäste.

Otto Wunderlich eröffnet die Feierlichkeit und begrüßt begeistert die vielen Gäste.

Foto: Emma Rothenpieler

Bad Laasphe.  „Ich habe nicht mit so vielen Menschen gerechnet. Ich bin überwältigt“, eröffnete Otto Wunderlich, 1. Vorsitzender das Fest sichtlich berührt.

30 Jahre besteht der Arbeitskreis „Schienenverkehr Südwestfalen“ und setzt sich für die Verbesserung und Gestaltung des ÖPNV im Kreis Siegen-Wittgenstein ein. Dieser Geburtstag musste ordentlich gefeiert werden: Im KHB Café am Bad Laaspher Bahnhof trafen sich Landräte, Vertreter der Kurhessenbahn, des Arbeitskreises und der Stadt Bad Laasphe sowie viele weitere Gäste, um auf die Feierlichkeit anzustoßen.

„Ich habe nicht mit so vielen Menschen gerechnet. Ich bin überwältigt. Danke“, eröffnete Otto Wunderlich, 1. Vorsitzender des AK Schienenverkehr das Fest sichtlich berührt. Wunderlich blickte gerne auf die vergangenen 30 Jahre zurück. Seine Erfahrungen im Arbeitskreis sind stets positiv gewesen: „Gemeinschaft ist wichtig und Gemeinschaft funktioniert hier immer gut.“

Landrat Andreas Müller (SPD), übernahm in seiner Funktion als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe die Schirmherrschaft und gratulierte neben dem Arbeitskreis auch der Kurhessenbahn. Die bedient die Strecke Kreuztal-Cölbe auf der Trasse der Oberen Lahntalbahn. Diese Strecke besteht seit 130 Jahren. Und Müller weiß, sie war bei Fahrgästen nicht immer so beliebt wie heute: „Ende 1980 sahen viele keine Zukunft mehr in der Strecke“, so Müller. Zwischen Bad Laasphe und Erndtebrück sei damals werktags nur ein Zug pro Tag gefahren, am Wochenende gar keiner. Heute fahren täglich 16 Züge unter der Woche, 14 am Wochenende. Mithilfe des AK Südwestfalen sei dies Realität geworden. „Heute ist der Bad Laaspher Bahnhof wieder ein echter Verkehrsknotenpunkt“, freut sich Müller. Die Obere Lahntalbahn sei unverzichtbar für Schüler und Berufstätige. „Auch touristisch ist die Obere Lahntalbahn eine Perle, ein echtes Highlight“, lobte er. Anlässlich des 30. Geburtstages des Arbeitskreises hat Landrat Müller ein Geschenk mitgebracht: Ab dem 15. Dezember 2019 werden die Universitätsstädte Marburg und Siegen (bis Betzdorf) per Direktverbindung vernetzt, um das Angebot attraktiver zu gestalten und den Markt zu erforschen. Vorerst zwar nur an Samstagen und jeweils nur zwei Züge in beide Richtungen – aber Ziel sei es, diese Strecke in Zukunft an allen Verkehrstagen einzubinden. Außerdem ist auch in Planung, die Strecke Bad Laasphe- Erndtebrück im Stundentakt zu bedienen und Saßmannshausen mit einer Haltestelle einzubeziehen.

Bundestagsabgeordneter Volkmar Klein (CDU) ließ sich die Feierlichkeit auch nicht entgehen und zeigte sich begeistert von der neuen Bahnstrecke: „Am Ende geht es bei Eisenbahnen darum, Menschen zusammenzubringen – und zwar über Landesgrenzen hinaus.“

Auch Marian Zachow, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf steht hinter dem Projekt: „Grenzen ignorieren und zusammenarbeiten“, lautet sein Motto. „Am Ende gewinnt der, der sich vernetzt und nicht der, der nur an seinem eigenen Kanaldeckel arbeitet“, so Zachow.

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