Richtfest

Friederike-Fliedner-Haus in Bad Berleburg wächst weiter

Der große Moment: Eckehard Hof (Berge Bau) verkündet vom Baugerüst aus den Richtspruch. Neben ihm Birgit Niehaus-Malytczuk, Geschäftsleiterin Altenhilfe Wittgenstein Evangelisches Johanneswerk gGmbH.

Der große Moment: Eckehard Hof (Berge Bau) verkündet vom Baugerüst aus den Richtspruch. Neben ihm Birgit Niehaus-Malytczuk, Geschäftsleiterin Altenhilfe Wittgenstein Evangelisches Johanneswerk gGmbH.

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Berleburg.  Die neue Einrichtung für betreuungs- und pflegebedürftige Menschen in der Berleburger Mühlwiese funktioniert nach dem Hausgemeinschaftskonzept.

Dieses Bauprojekt an der Mühlwiese im Herzen Bad Berleburgs kann sich sehen lassen: Rund 10,5 Millionen Euro investiert das Evangelische Johanneswerk in sein neues Friederike-Fliedner-Haus – mit 72 Einzelplätzen für betreuungs- und pflegebedürftige Menschen nach dem Hausgemeinschaftskonzept. Freitagnachmittag wurde Richtfest gefeiert.

Das Johanneswerk

Auf rund 3700 Quadratmetern Fläche „wollen wir einen neuen Wohn- und Lebensort schaffen“, erklärt im künftigen Multifunktionsraum des Erdgeschosses Johanneswerk-Geschäftsführer Dr. Bo­do de Vries den Festgästen – mit sechs Hausgemeinschaften auf drei Etagen. Sein Dank gilt nicht zuletzt der Stadt Bad Berleburg, die das Projekt „unterstützt und begleitet“ habe.

Die Stadtverwaltung

Sowohl Verwaltung als auch Politik sei es „superwichtig“ gewesen, „dass dieses Projekt hier umgesetzt wird“, betont Regina Linde, im Rathaus Abteilungsleiterin Bürgerdienste, stellvertretend für den Bürgermeister. Und der Bedarf an stationären Pflegeplätzen steige. Namens der Stadt überreicht Linde einen Gutschein zur Anpflanzung eines Baumes auf dem Gelände. Und da werde der Bürgermeister auch gerne helfen.

Der Kirchenkreis

„Immer mehr alte Menschen“ bräuchten einen Ort, „wo sie ihre Würde behalten, wenn sie ihren Alltag nicht mehr selbst gestalten“, sagt Stefan Berk, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein in seiner „Kurzandacht“. Und genau der entstehe hier gerade.

Die Politik

Auch die heimische CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach gratuliert „zu diesem Neubau“ – mit „Räumen der Begegnung und der Menschlichkeit“. Sie hebt hervor, das mit den Bauarbeiten heimische Firmen beauftragt worden seien.

Der Architekt

Seit 2017 plant und steuert Diplom-Ingenieur Sven Genius das Projekt, als Architekt der Bielefelder proService Gesellschaft für Verwaltungs- und Serviceleistungen im sozialen Bereich mbh – übrigens eine Tochtergesellschaft des Johanneswerks. Mittlerweile seien bereits rund 1500 Kubikmeter Beton vergossen und rund 131 Tonnen Stahl verbaut worden, berichtet er. Immerhin 23 Gewerke im Gebäude zählt er auf.

Und bei der Planung hätten stets die künftigen Bewohner im Vordergrund gestanden. So liege der Standort des Heims bewusst zentral mitten in der Kernstadt. Außerdem habe das Haus zum Beispiel bewusst „tiefgezogene Fenster“, damit die Bewohner einen besseren Blick nach draußen in ihre Umwelt haben.

Der Generalunternehmer

„Alles läuft nach Plan – und das Ziel, das Gebäude bis zum Winter dicht zu haben, ist realistisch“, vermeldet Bernd Berge, Geschäftsführer des Generalunternehmers Berge Bau aus Erndtebrück. Die Kooperation mit Architekt Genius funktioniere „reibungslos“. Und: „Wir sind dankbar für einen unfallfreien Verlauf.“

Die Geschäftsleiterin

Birgit Niehaus-Malytczuk als Geschäftsleiterin Altenhilfe Wittgen­stein im Johanneswerk begrüßt vor allem die Mitarbeiter aus dem Altenheim „Haus am Sähling“, die kommendes Jahr „teilweise in ein neues Haus“ umziehen – „eine besondere und aufregende Situation“.

Der Rundgang

Für besonders Interessierte unter den Richtfest-Gästen gab’s zum Schluss eine kurze Führung mit Architekt Sven Genius durch den mehrgeschossigen Rohbau.

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