Tödlicher Reitunfall

Reiterin (31) stirbt bei Unfall - Großeinsatz im Wald

Der Rettungshubschrauber startet an der Reithalle in Kunst Wittgenstein. In der Nähe hatte es einen tödlichen Reitunfall gegeben. Eine Frau (31) ist dabei gestorben.

Der Rettungshubschrauber startet an der Reithalle in Kunst Wittgenstein. In der Nähe hatte es einen tödlichen Reitunfall gegeben. Eine Frau (31) ist dabei gestorben.

Foto: Matthias Böhl / WP

Bad Laasphe.  Bei einem Unfall ist eine 31-jährige Frau aus Bad Laasphe tödlich verletzt worden. Sie war mit anderen Reitern im Wald unterwegs.

Bei einem Reitunfall am Samstag ist eine 31-jährige Frau aus Bad Laasphe tödlich verletzt worden. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, ist es am Samstagnachmittag in einem abgelegenen Waldstück oberhalb von Kunst-Wittgenstein zu dem tragischen Unglück gekommen. Die Frau war mit zwei weiteren Reiterinnen unterwegs, als sie aus bislang noch ungeklärter Ursache stürzte. Bei dem Unfall verletzte sich die Frau so schwer, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Gegen 13.44 Uhr wurde ein Notruf abgesetzt.

Suche nach Unglücksstelle

Die beiden Begleiterinnen der verunglückten Frau alarmierten den Rettungsdienst und damit zeitgleich auch die Freiwillige Feuerwehr. „Das hat sich als gängige Praxis bewährt“, erläutert der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr, Dirk Höbener im Gespräch mit dieser Zeitung. Hintergrund sei, dass es bei Unfällen mit Reitern oder Wanderern häufig unklare Ortsangaben gebe und der Rettungsdienst bei der Suche nach Verletzten oder seiner Arbeit in abgelegenen oder unwegsamen Gebieten unterstützt werden müsse. Genau das war auch am Samstagnachmittag der Fall: Der Unfall ereignete sich mitten im Wald in einem Dreieck zwischen Laaspherhütte, Herbertshausen und der Friedrichshütte.

Feuerwehr ist zuerst am Unfallort

Die Freiwillige Feuerwehr rückte sofort mit etwa 25 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen aus. „Wir haben die verunglückte Frau dann gegen 14 Uhr gefunden und begonnen, sie zu versorgen. Das war schon eine dramatische Situation“, sagt Einsatzleiter Höbener, dessen Feuerwehrleute auch den Rettungsdienst zur Unfallstelle gelotst haben. Die Sanitäter trafen gegen 14.06 Uhr ein. Auch die Hubschrauberbesatzung des Rettungshubschrauber Christoph 25 aus Siegen wurden von der Feuerwehr am Landeplatz bei der Reithalle in Kunst-Wittgenstein abgeholt und zum Einsatzort gefahren. „Der Hubschrauber hätte dort oben am Berg nicht landen können“, erläutert Höbener.

Seelsorger für Angehörige

An der Unglücksstelle kümmerten sich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr dann auch um die Begleiterinnen des Unfallopfers und die drei Pferde. Eines hatte sich bei dem Unfall auch verletzt, weshalb auch ein Veterinär hinzugezogen wurde. Für die Unfallzeugen und Angehörige wurde ein Seelsorger gerufen. „Auch wir werden den Einsatz nachbearbeiten“, macht Höbener deutlich, denn auch die Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr gehen solche dramatischen Ereignisse nahe.

Ermittlungen dauern noch an

Zur Ursache oder dem genauen Unfallhergang machte die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein am Sonntag noch keine Angaben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten noch an, hieß es.

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