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Der Schöne aus Diedenshausen

Diedenshausen.   Zu ihrer Hochzeit im Jahr 1920 hat Luise Dienst einen Apfelbaum mit in die Ehe gebracht. Die Sorte war weithin bekannt als „Der Diedenshausener“ oder „Der Schöne aus Diedenshausen“. Gepflanzt wurde das Bäumchen im Bereich Dörrwiese, wo er heute noch steht – als letzter greise Altbaum dieser Lokalsorte. Die war besonders beliebt, weil sie für die Menschen in Wittgenstein nach dem Klarapfel, die erste reife Apfelsorte des Herbstes war. Die Kinder steckten sich auf dem Schulweg einen Apfel in die Tasche, und die Mütter und Großmütter freuten sich über das helle Apfelmus und den frischen Belag für den Kuchen.

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Zu ihrer Hochzeit im Jahr 1920 hat Luise Dienst einen Apfelbaum mit in die Ehe gebracht. Die Sorte war weithin bekannt als „Der Diedenshausener“ oder „Der Schöne aus Diedenshausen“. Gepflanzt wurde das Bäumchen im Bereich Dörrwiese, wo er heute noch steht – als letzter greise Altbaum dieser Lokalsorte. Die war besonders beliebt, weil sie für die Menschen in Wittgenstein nach dem Klarapfel, die erste reife Apfelsorte des Herbstes war. Die Kinder steckten sich auf dem Schulweg einen Apfel in die Tasche, und die Mütter und Großmütter freuten sich über das helle Apfelmus und den frischen Belag für den Kuchen.

Die Lokalsorte wurde in der Diedenshäuser Baumschule Philipp Dienst vermehrt und in den Verkauf gebracht. Im Baumschulverzeichnis der 1950er Jahre ist sie noch gelistet, geriet dann fast in Vergessenheit.

Durch intensive Recherche konnte der Diedenshausener Obstliebhaber und Museumsleiter im Heimathaus, Joachim Dienst, in den letzten Jahren den letzten Altbaum ausfindig machen. Dann nahm er Kontakt zu Theo Morgenschweis vom Vorstand des Pomologen-Vereins NRW auf. Der hat sich die Erhaltung der genetischen Vielfalt an Obstgehölzen in Gärten und der Landschaft zum Ziel gesetzt.

Was den „Schönen aus Diedenshausen“ betrifft, wurde zunächst festgestellt, dass die Sorte nicht mehr im Bestand der Baumschule Philipp Dienst ist. Aber im Winter 2015 wurden von dem greisen Altbaum Reiser geschnitten und im Frühjahr 2016 auf eine Hochstamm- Unterlage „Bittenfelder Sämling“ gepfropft. „Auf diese Weise haben wir nun die erste Nachzucht“, freut sich Theo Morgenweis. Dieser Baum soll im Beisein einiger „prominenter“ Heimat- und Naturfreunde und hoffentlich zahlreicher Bürger am Samstag um 17 Uhr auf der Wiese beim Heimathaus wieder angepflanzt werden.

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Museumsfest

Danach folgt das Museumsfest mit Ausstellung, Dorfführungen um 19 und 21 Uhr, Steaks, Würstchen, Getränke.


4 HeimathausDiedenshausenJohannes-Althusius-Straße 5

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