Oldtimer-Rallye

2. Sauerland-Klassik: Blech gewordene Träume in Wittgenstein

Die Sauerland-Klassik in Wittgenstein
Peter Kehrle / www.fotogeist.de

Drei Strecken haben die Teilnehmer der Sauerland Klassik 2017 durch Südwestfalen geführt. Hier Eindrücke aus Wittgenstein. Video: Peter Kehrle

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Wittgenstein.   So viel Automobilgeschichte wie bei der zweiten Auflage der Sauerland-Klassik sucht man in Wittgenstein sonst vergebens. Es geht durch Berleburg und Bad Laasphe.

So viel Automobilgeschichte wie bei der zweiten Auflage der Sauerland-Klassik sucht man in Wittgenstein sonst vergebens. Vom Austin Seven, Baujahr 1930, über VW Käfer bis hin zum Porsche 911 wurde den interessierten Zuschauern alles geboten. Die Etappe am Samstag führte unter anderem durch Bad Berleburg und Bad Laasphe, samt Mittagessen der Fahrer im Jagdhof Glashütte.

Jörg Crone hatte mit seinem Riley TT Sprite einen der ältesten Wagen des Fahrerfelds: „Solche Wagen muss man schon suchen und dann einen Weg finden ihn zu bekommen. Das ist nicht immer einfach“, merkt der Hamburger an. „Ich habe schon immer Oldtimer gehabt, die dann mit der Zeit immer älter und exotischer wurden.“

In Andorra zugelassen

Auch der Mendener Karl-Friedrich Aster war mit seinem Fahrzeugwahl sehr zufrieden. Er fuhr einen seltenen BMW 2002 Turbo, der aus der Sammlung eines Andorraners stammt: „Viele der Turbo-Modelle wurden schon früh verschrottet“, erklärt er. „Es macht einfach unheimlich viel Spaß, ihn zu fahren. Man merkt den Unterschied zu modernen Autos sofort.“

Sauerland Klassik im Jaguar Land Rover (2017)
Sauerland Klassik im Jaguar Land Rover
Video von Torsten Berninghaus

Auch das Ehepaar Anette und Wolfgang Gross aus Quickborn in Schleswig-Holstein kam auf seine Kosten: ,,Wir nehmen an drei bis vier Rallys im Jahr teil, aber die Sauerland Classics sind schon etwas Besonderes. Alles ist top organisiert und die Prüfungen machen uns sehr viel Spaß“, sagt Annette Gross, die zusammen mit ihrem Ehemann im Mini Cooper 1300 Innocenti an der Veranstaltung teilnahm.

„Die alten Autos sind sehr interessant anzusehen. Sowas sieht man nicht alle Tage in Wittgenstein“, fand auch Ilonka Rode, die an diesem Tag als Zuschauerin den Weg zur Jagdhütte Glashütte gefunden hat.

Insgesamt 128 Autos aus acht Jahrzehnten, geführt von Fahrern aus sieben verschiedenen Nationen nahmen an der Veranstaltung teil. Die Gesamtstrecke beträgt 618 Kilometer. Die Teilnehmer haben sich schon am Mittwoch zur technischen Abnahme auf dem Alten Markt in Attendorn zusammengefunden, wo nochmal die letzten Vorbereitungen getroffen wurden. Die Rallye startete offiziell am Donnerstag auf dem Marktplatz in Attendorn.

Von Winnetou nach Wittgenstein

Die erste Etappe führte über Plettenberg und Sundern, um am späten Nachmittag das Revier von Winnetou und Old Shatterhand bei den Karl-May-Festspielen in Elspe zu kreuzen. Der zweite Streckenabschnitt, der knapp 290 Kilometer lang war und viele Einblicke in die Natur bot, wurde am Freitag befahren. Dazu gab es ein Fahrerfest auf der MS Westfalen auf dem Biggesee, wo sich die Auto-Interessierten nochmal intensiv über ihre Schätze austauschen konnten. Die Samstags-Etappe führte die Teilnehmer ins Herz des Sauerlandes und nach Siegen-Wittgenstein.

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