Nazis

Zahl rechter Straftaten steigt in Witten von 25 auf 35

Mit Pegida sei die Zahl rechtsextremer Gewalttaten sprunghaft angestiegen, so die Landtagsabgeordnete der Grünen, Verena Schäffer.

Mit Pegida sei die Zahl rechtsextremer Gewalttaten sprunghaft angestiegen, so die Landtagsabgeordnete der Grünen, Verena Schäffer.

Foto: imago stock&people,Archiv

EN-Kreis/Witten.   Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Verena Schäffer, weist auf einen „starken Anstieg“ rechter Straftaten im Kreis hin, gerade in Witten.

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Gegen den landesweiten Trend hat sich die Zahl rechter Straftaten im EN-Kreis 2017 erhöht. Witten war nach Angaben der Landtagsabgeordneten der Grünen, Verena Schäffer, besonders betroffen. Es gab einen Anstieg von 25 auf 35 Delikten.

Bei den insgesamt 77 Straftaten im vergangenen Kreis (2016: 65) handelt es sich meist um die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole oder Volksverhetzung. Das können zum Beispiel gesprühte Hakenkreuze sein, wie sie gerade in Annen entdeckt wurden. In drei Fällen (Schwelm) wurde Gewalt angewendet.

Spitzenreiter nach Witten ist Hattingen mit 14 rechten Taten (Vorjahr acht), gefolgt von Schwelm (11,Vorjahr acht), Wetter (7, Vorjahr drei), Sprockhövel und Gevelsberg (jeweils 3, Vorjahr drei bzw. zwei) und Ennepetal (2, Vorjahr fünf, darunter ein Gewaltdelikt). Nur in Breckerfeld passierte nichts.

Schäffer fordert das Land auf, die Kommunen im Kampf gegen Rechts über 2018 hinaus durch das Programm „NRWeltoffen“ zu unterstützen. Der landesweite Rückgang könne nicht darüber hinwegtäuschen, „dass wir weiterhin ein deutliches Problem mit Rechtsextremismus und Rassismus haben“.

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