Fernsehen

Wittenerin Tanja Wedhorn geht wieder in Serie

Nach „Reiff für die Insel“ auf Föhr drehte Tanja Wedhorn jetzt „Praxis mit Meerblick“ auf Rügen. Bei allem Arbeitsstress hätten Insel-Drehs auch Erholungswert, meint die Wittenerin, die im hektischen Berlin lebt.Foto:ARD Degeto/Christine Schröder

Nach „Reiff für die Insel“ auf Föhr drehte Tanja Wedhorn jetzt „Praxis mit Meerblick“ auf Rügen. Bei allem Arbeitsstress hätten Insel-Drehs auch Erholungswert, meint die Wittenerin, die im hektischen Berlin lebt.Foto:ARD Degeto/Christine Schröder

Witten.  Aktuell ist Tanja Wedhorn in „Praxis mit Meerblick“ zu sehen. An ihrer Heimatstadt Witten mag sie besonders Hohenstein und Annener Freibad.

Nach den TV-Erfolgen „Bianca – Wege zum Glück“ und „Reiff für die Insel“ geht die vielbeschäftigte Wittener Schauspielerin Tanja Wedhorn in „Praxis mit Meerblick“ wohl wieder in Serie. Freitagabend war Auftakt in der ARD, zwei weitere Drehbücher sollen im Herbst umgesetzt werden. „Bei Erfolg sind dann zwei Folgen pro Jahr geplant“, sagt die 45-Jährige, die seit 1993 in Berlin lebt, aber regelmäßig ihre Familie in Witten besucht.

In „Praxis mit Meerblick“ spielt Tanja Wedhorn eine Ärztin, die es vom Ruhrgebiet nach Rügen verschlägt. In „Reiff für die Insel“ (2013 – 2015) stellte sie die Juristin Katharina Reiff dar, die nach der Trennung von ihrem untreuen Freund einen Tapetenwechsel braucht und auf Föhr andockt. Ist die Wittenerin auf Insel-Filme abonniert?

Lieblingsinsel ist Rügen-Nachbar Hiddensee

„Nein, es dürfen natürlich auch andere Drehbücher sein“, meint sie lachend. Aber bei allem Arbeitsstress hätten vierwöchige Filmaufnahmen dort „einen gewissen Erholungseffekt“, gerade wenn man wie sie mitten in Berlin wohnt. Ihre Lieblingsinsel ist übrigens der Rügen-Nachbar Hiddensee: „Autofrei – herrlich.“

Auch an Witten schätzt sie eher die idyllischen Seiten, „Die Woche vor Ostern habe ich meine Schwester und meine Mutter besucht. Mit den Kindern waren wir dann auf dem Hohenstein. Außerdem habe ich ihnen meine alte Grundschule, die Borbachschule, in Nachbarschaft meiner alten Heimat am Kohlensiepen gezeigt“, erzählt die Mutter zweier Söhne. Und wenn sie mal dienstags in Witten ist, gehört ein Besuch des Kinderflohmarkts am Kemnader See unbedingt dazu: „Der ist der Hammer!“

Das Ruhrgebiet und Berlin seien sich ähnlich, was den rauen Charme und die Direktheit der Menschen angehe. „Deshalb fühle ich mich auch so wohl dort.“ Allerdings gebe es in der Spree-Metropole noch mehr Möglichkeiten, „parallel zu existieren“: „Da guckt keiner, wenn jemand einen komischen Hut trägt oder barfuß zum Bäcker geht“, hat sie festgestellt.

Spannend ist jeder Bereich

Von der Tragödie bis zur Komödie hat die Wittenerin im TV und auf der Bühne in fast 20 Jahren ihr Können ausgespielt. Spannend findet sie alle Bereich, gibt keinem den Vorzug, meint aber: „Komödien werden von den Leuten unterschätzt, weil man lacht. Dabei gehören ungeheure Präzision und exaktes Timing dazu, damit so eine witzige Szene zündet.“

Beim Filmdreh sei nach der letzten Klappe für sie als Schauspielerin Schluss: „Das Ergebnis von ,Praxis mit Meerblick’ kann ich mir gemütlich auf der Couch mit einer Tüte Chips ansehen. Auf der Theaterbühne ist das anders.“ Dort würde das Herzklopfen jeden Abend neu beginnen: „Selbst wenn man vor 600 Leuten gut gespielt hat und der Vorhang fällt, hat man nichts in der Hand.“

Erstmal ist Tanja Wedhorn in weitere Produktionen eingebunden. „Aber im Sommer bin ich mit Sicherheit in Witten. Ein Besuch im Annener Freibad gehört unbedingt dazu.“

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