Ruhrtalengel

Wittenerin bastelt aus Müll Spielzeuge für den guten Zweck

Marion Seeger und Marlis Fye (re.) zeigen, was sie alles gebastelt haben.

Marion Seeger und Marlis Fye (re.) zeigen, was sie alles gebastelt haben.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Wittenerin Marion Seeger hat aus alten Haushaltsgegenständen Spielzeuge gebastelt. Die will sie nun zugunsten der Ruhrtalengel verkaufen.

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Was man aus CDs, Tennisbällen, Klopapierrollen, Wollresten, Knöpfen und alten Zeitungen nicht alles basteln kann: Marion Seeger hat gemeinsam mit ihrer Schwägerin Marlis Fye (72) rund 200 Spielzeuge – Kreisel, Figuren und Dekostücke – für den guten Zweck gefertigt. Am Samstag, 30. November, steht die 63-Jährige ab 9 Uhr im Bommeraner Edeka und bietet ihre Ware an. Der Erlös geht an die Ruhrtalengel. „Jeder Cent wird gespendet“, betont Seeger.

Eine ehrenamtliche Aufgabe wäre nichts für sie

Marion Seeger musste wegen einer Krankheit ihre Arbeit als Erzieherin nach 40 Jahren an den Nagel hängen. Deshalb suchte sie nach einer neuen Aufgabe. Das Ehrenamt sei aber nichts für sie. „Dann hätte ich eine zu große Verantwortung. Ich will etwas ohne Verpflichtungen machen“, sagt die Frührentnerin. Sie suchte nach einer Beschäftigung, die einen sozialen Zweck unterstützt und nachhaltig ist. Sie achte darauf die Umwelt zu schützen und bei den Fridays for Future sei sie auch immer mitgelaufen. Beim Ausräumen von alten CDs kam ihr die zündende Idee: Aus alten Sachen Neues machen.

Die Seniorin ließ ihrer Kreativität freien Lauf – und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Aus Tennisbällen und einer Klopapierrolle hat sie Fußballmännchen gebastelt. Ganz einfach: Einem Tennisball ein Gesicht aufmalen, eine halbe Klopapierrolle als Körper drunter kleben und dann noch ein selbst gestricktes Trikot überziehen.

Ihre Schwägerin Marlis hat sie beim Stricken tatkräftig unterstützt. Kreisel hat die 63-Jährige auch gebastelt. Sie nahm einen Bleistift, steckte diesen in eine CD, befestigte das Ganze und damit der Kreisel schöner aussieht, verzierte sie ihn mit Pappe.

Ihre Tochter Kerstin reist extra aus Hamburg an, um sie beim Verkauf zu unterstützen

Ihre Familie und ihr Mann Manfred stehen voll hinter ihr. „Es ist einfach super, wie motiviert sie ist. Die Beschäftigung tut ihr einfach gut“, sagt der 62-Jährige. Ihre Tochter Kerstin kommt extra aus Hamburg angereist, um sie beim Verkauf zu unterstützen. Es sollen ja möglichst viele Spenden für die Ruhrtalengel gesammelt werden.

Dafür entschied Marion Seeger sich, weil die Organisation Kinder unterstützt. Projekte wie Kochen für Kinder und die Hausaufgabenhilfe hätten sie überzeugt. „Die Ruhrtalengel unterstützen sozial schwache Kinder“, lobt Seeger. „Das ist wichtig, weil Kinder unsere Zukunft sind.“




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