Waldweihnacht

Wittener Waldweihnacht im Fackelschein auf dem Kahlen Plack

Auch für die jungen Teilnehmer ist die Waldweihnacht auf dem Kahlen Plack stets ein großes Ereignis.

Foto: G.Weckelmann

Auch für die jungen Teilnehmer ist die Waldweihnacht auf dem Kahlen Plack stets ein großes Ereignis. Foto: G.Weckelmann

witten.   Die Kreuzgemeinde lädt zur Waldweihnacht. Pfarrer hielt bereits 1934 unter freiem Himmel Gottesdienste ab, um das Predigtverbot zu umgehen.

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Bei Einbruch der Dunkelheit im Fackellicht im tiefen Wald – wenn da keine Weihnachtsstimmung aufkommt, wann dann? Wer es erleben möchte, hat dazu am 17. Dezember die Möglichkeit. Denn ab 17 Uhr findet auf dem Kahlen Plack, der unweit des Annener Freibades liegt, die Waldweihnacht der Wittener Kreuzgemeinde statt. Und noch aus einem anderen Grund ist dies eine besondere Veranstaltung: Denn es handelt sich bereits um die 40. Weihnachtsfeier der Gemeinde an diesem Ort. Das Thema lautet diesmal: „Weihnachten – Gottes Tauschbörse“.

Rückblick: Bereits im Herbst 1933 hatte sich in Deutschland die „Bekennende Kirche“ als Gegenpart zu den „Deutschen Christen“ etabliert. Zur „Bekennenden Kirche“ gehörte auch der in Witten in dieser Zeit tätige Jugend- und Gemeindepfarrer Johannes Busch. Das von den Nazi-Machthabern des Dritten Reiches gegen ihn im Herbst 1934 verhängte Predigtverbot bedeutete für den Geistlichen zugleich auch, die Wittener Johanniskirche,seine Predigtstätte, nicht mehr betreten zu dürfen.

Pastor Busch umging das verhängte Predigtverbot, indem er unter freiem Himmel Gottesdienste abhielt, um das Wort Gottes zu verkündigen. In dieser Zeit wurde also die Idee der Waldweihnacht geboren und in die Tat umgesetzt.

Bis in die späten 60er Jahre fand die Waldweihnacht allerdings nicht auf dem Kahlen Plack, sondern auf dem Annener Berg statt. Also auf dem Gelände, auf dem sich heutzutage das 1973 gegründete Institut für Waldorfpädagogik befindet.

Umzug vom Annener Berg auf den Kahlen Plack

Die Waldweihnachtstradition wurde im Jahre 1977 vom damaligen Ersten Vorsitzenden des CVJM Anger, Reinhold Scheffler, aufgegriffen und von 15 jungen Frauen und Männern in die Tat umgesetzt. So kam es am vierten Advent 1977 zur Renaissance der Waldweihnacht. Seit 40 Jahren ist sie regelmäßig auf dem Kahlen Plack.

Vor Beginn der Veranstaltung werden die Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores der Kreuzgemeinde Advents- und Weihnachtslieder spielen, während der Feierstunde werden solche Lieder gesungen. Die biblische Weihnachtsbotschaft von der Geburt Jesu und weihnachtliche Texte und Gedichte werden von Sprecherinnen der Kreuzgemeinde verlesen. Die Ansprache zum Thema hält der Pastor im Ruhestand Walter Hein, der auch für den liturgischen Teil der Waldweihnacht verantwortlich ist. Die musikalische Leitung liegt erneut in den Händen von Barbara Schorling von der Kreuzgemeinde.

Parkmöglichkeiten gibt es auf dem großen städtischen Parkplatz Herdecker Straße, gegenüber vom Forsthaus, kurz hinter dem Annener Freibad.

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