Wiesenviertel

Wittener Tummelmarkt begeistert mit uriger Atmosphäre

Zahlreiche Besucher kamen am Samstag auf den Humboldtplatz, schlenderten entlang der 28 Gastronomie- und Marktstände – oder setzten sich einfach.

Foto: Thomas Nitsche

Zahlreiche Besucher kamen am Samstag auf den Humboldtplatz, schlenderten entlang der 28 Gastronomie- und Marktstände – oder setzten sich einfach. Foto: Thomas Nitsche

  Dank Sponsoren konnte in diesem Jahr ein zweiter Tummelmarkt auf dem Humboldtplatz stattfinden. Das Publikum verweilt und genießt die Atmosphäre.

Wenn man auf einem Platz steht, aber das Gefühl hat, man befinde sich mitten in einem überdimensionalen Wohnzimmer, muss dieser Markt schon etwas ganz Besonderes sein. Und als ein solcher erwies sich der Tummelmarkt auf dem Humboldtplatz am Samstag.

Teppiche und Sofas, gemütliche Sitzecken und Nischen, liebevolle Dekos und Details schufen eine ganz spezielle und urige Atmosphäre beim zweiten Tummelmarkt in diesem Jahr. An 28 Ständen wurden jede Menge herzhafte und exotische Speisen, Getränke, Lebensmittel in Eigenanbau, Handwerkskunst, Textilien, Schmuck oder Pflanzen angeboten. Die Besucher schlenderten über den Markt, gönnten sich dort eine lange Pause.

Gemütlich sitzen bei Live-Musik

Genau das ist das Ziel der Veranstalter des Tummelmarkts, wie Lea Meyer (28) verriet: „Wir möchten, dass die Leute nicht nur kaufen, sondern verweilen, zusammensitzen und die Atmosphäre genießen.“ Dazu gehört auch Live-Musik, die am Samstag von den Duos „Unplugged“ und „Jason Pollux“ dargeboten wurde.

Einen ausgedehnten Bummel hat Manuel Dolderer gemacht, der mit seinen Söhnen Jonathan (7) und Constantin (4) auf dem Markt war. „Es ist großartig hier, wie überhaupt das ganze Wiesenviertel ein toller Ort geworden ist, und der Tummelmarkt bringt das noch mal zusammen“, sagte der 40-Jährige. „Schade, dass es das nicht schon früher gegeben hat.“

Auch Ilona Otto (51) gefällt das Konzept, wie sie sagte: „Ich fühle mich hier sehr wohl und würde es durchaus als alternative Szene bezeichnen im Vergleich zu einem herkömmlichen Markt. Das ganze hat Herz. Hier lebt was.“

Dass der Tummelmarkt noch lebt, ist dem Einsatz des vierköpfigen Organisations-Teams, bestehend aus Lea Mayer, Lisa Marie Wagner, Marie Sammet und Benedikt Reitz zu verdanken. Die ersten drei Märkte in 2016 wurden unterstützt durch das Bundesinstitut für Bau, Stadt und Raumforschung. Vom „Schwarzmarkt“-Projekt für Stadtgestaltung profitierte das ganze Wiesenviertel.

Ostermann und Daniel-Immobilien sponsern

Nachdem das Projekt im Juli 2016 ausgelaufen war, musste das Geld für den nächsten Markt im Oktober komplett in Eigenregie aufgebracht werden. Möglich wurde das durch eine Erweiterung des Marktes mit zusätzlichen Ständen an der Steinstraße, bei der die Finanzierung durch die Einnahmen aus den Standgebühren gesichert wurde. Dies blieb allerdings eine einmalige Aktion.

Mittlerweile sind mit Ostermann und Daniel-Immobilien zwei Sponsoren gefunden worden, die sich mit Spenden an den Kosten beteiligen. Ob der Tummelmarkt langfristig weiterbestehen wird, steht in den Sternen. Lisa Marie Wagner (27): „Mittlerweile haben wir alle einen festen Job. Bei den ersten Tummelmärkten haben wir studiert und hatten mehr Zeit.“

Viele helfen ehrenamtlich

Ohne Ehrenamt kein Markt: „Ein besonderer Dank geht an Marcel Drache“, sagt Organisatorin Lisa Marie Wagner. „Er betätigt sich nicht nur als DJ, sondern steht auch am Mischpult, um die Bands abzumischen und macht das rein ehrenamtlich.“

Überhaupt wäre der ganze Tummelmarkt ohne die ehrenamtlichen Helfer nicht möglich.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik