Politik

Wittener Rat unterstützt Bewerbung für Gartenschau 2027

Witten an der Ruhr: Eine erfolgreiche Bewerbung an der Internationalen Gartenschau 2027, die im Ruhrgebiet stattfinden wird, könnte viele Millionen an Fördermitteln ins Ruhrtal fließen lassen.

Witten an der Ruhr: Eine erfolgreiche Bewerbung an der Internationalen Gartenschau 2027, die im Ruhrgebiet stattfinden wird, könnte viele Millionen an Fördermitteln ins Ruhrtal fließen lassen.

Foto: Hans Blossey

Witten.   Deutliche Verbesserungen für das Ruhrtal verspricht sich der Wittener Rat von einer Bewerbung an der Gartenschau 2027. Kritik kam von den Linken.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Rat hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass sich Witten mit den Städten Herdecke, Wetter und Hattingen bei der Internationalen Gartenschau (IGA) Metropole Ruhr im Jahr 2027 bewirbt. Anders als bei der „Regionale“ will der EN-Kreis diesmal nicht leer ausgehen.

Im Rat flackerte Montagabend (24.9.) noch einmal die Diskussion auf, die schon der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt geführt hatte und durch einen Antrag der Linkspartei ausgelöst wurde. Die wollte einen Beschluss verschieben, weil sie sich erst noch einmal gründlich mit der Entwicklungsstudie „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ beschäftigen will, weil sie frühzeitige Finanzierungszusagen befürchtet und keinen „Blankoscheck“ ausstellen will, wie Oliver Kalusch sagte.

Baurat: Höhe des Eigenanteils steht noch nicht fest

Bedenken, mit dem Beschluss pro IGA würden bereits Projekte und mögliche Kosten festgezurrt, wurden von allen Parteien und Stadtbaurat Stefan Rommelfanger zerstreut. „Die Höhe des Eigenanteils steht in keinster Weise fest“, sagte der Baudezernent an die Adresse der Linken, die in ihrem Antrag behaupten, die Projekte in den kreisangehörigen Städten müssten von den Kommunen selbst bezahlt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, führte Rommelfanger aus, „ein Signal von Politik und Verwaltung zu senden“ – dass die vier Städte auf den IGA-Zug aufspringen wollen. Denn man werde nur eine Chance haben, „das Projekt in die Region zu holen, wenn wir gemeinsam auftreten“. Alles andere, ob konkrete Projekte oder genauere Kosten, sei noch gar nicht festgelegt. Rommelfanger kündigte eine Vorlage an, die sich genau damit befassen wird, Ausgaben, Folgekosten, Machbarkeit. „Auch wir brauchen Angaben über die Budgets“, sagte er.

„Perlenkette“ von Projekten entlang der Ruhr geplant

Zu den nächsten Planungsschritten gehört nun eine weitere Konkretisierung der Projekte. Dabei ist wie berichtet eine „regelrechte „Perlenkette“ entlang der Ruhr geplant. In Witten soll es vor allem um das Muttental gehen. Auch der Ruhrtalradweg wird eine Rolle spielen. „Das kann die Situation im Ruhrtal nur deutlich verbessern“, plädierte Klaus Wiegand (SPD) unter Applaus für eine Bewerbung der vier Städte. Joris Imhauser von den Grünen stellte klar, dass das Land zum jetzigen Zeitpunkt lediglich grünes Licht von den Kommunen wolle, „dass wir das Projekt unterstützen“. Jede einzelne Maßnahme müsse dann ohnehin noch von den Fachausschüssen in den Städten genehmigt werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben