Kultur

Wittener Publikum liebt Gershwin-Musical mit Pariser Flair

Das Musical „Ein Amerikaner in Paris“, hier ein Kinoplakat des gleichnamigen Films, war im Saalbau Witten zu sehen.

Das Musical „Ein Amerikaner in Paris“, hier ein Kinoplakat des gleichnamigen Films, war im Saalbau Witten zu sehen.

Witten.  Französische Lebensart im Wittener Saalbau: Das Musical „Ein Amerikaner in Paris“ begeisterte das Publikum. Denn hier stimmte einfach alles.

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Die Zuschauer im gut besuchten Saalbau wurden am Donnerstagabend (5.12.) Zeugen einer außerordentlich gelungenen Inszenierung. Das Euro-Studio Landgraf aus Titisee-Neustadt hat sich in Witten bereits mit gelungenen Operetten- und Musicalaufführungen hervorgetan. Diesmal gelang der Konzertdirektion ein besonderer Coup.

Bei der Aufführung des Musicals „Ein Amerikaner in Paris“ von George Gershwin stimmte einfach alles. Die Dreiecksgeschichte zwischen der Verkäuferin Lise Dassin (Mariana Hidemi), dem Maler Jerry Mulligan (Tobias Joch) und dem Barsänger Henri Baurel (Nico Schweers) spielt 1945 in Paris unmittelbar nach Kriegsende. Die Menschen wachen langsam aus der durch Verfolgung und Unterdrückung hervorgerufenen Schockstarre auf und verspüren einen unbändigen Drang nach Leben.

Festival Orchester Krakau musizierte in Witten mit hinreißendem Schwung

Der amerikanische Komponist George Gershwin hat dieses besondere Flair in Noten gesetzt und durch die Verbindung amerikanischer Musik und Pariser Lebensart ein unsterbliches Musical geschaffen. Das Festival Orchester Krakau musizierte die eingängigen Melodien mit hinreißendem Schwung und spornte die Sänger zu einer großen Leistung an.

Melodien wie „I got Rhythm“ , „S’Wonderful“ oder „For you – for me“ gingen unter die Haut und rissen die Zuhörer begeistert mit. Darüber hinaus glänzten alle Darsteller sowohl mit schauspielerischem Vermögen als auch mit Balletteinlagen im klassischen Stil. Dabei tat sich besonders die zierlich gewachsene Hauptdarstellerin Mariana Hidemi als Lise hervor, die einen Solotanz gekonnt mit Pariser Jungmädchencharme verband.

Aufwändige Lichtshow illuminierte die Bühne im Saalbau Witten

Ganz besondere Aufmerksamkeit verdiente auch das Bühnenbild. Dabei erhielt die Saalbaubühne durch eine aufwändige Lichtshow ungeahnte Tiefe. Allein diese Videoprojektion war ein Kunstwerk für sich. Es gab keine Fotos, alle Bilder waren gemalt und wurden durch Digitaltechnik bewegt. Sie unterstrichen das Bühnengeschehen eindrucksvoll.

Zum Schluss verwandelte sich der Eiffelturm mit Hilfe der Computeranimation in eine ferne Galaxie. Die Zuhörer spendeten für diese herausragende Leistung lang anhaltenden Beifall.

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