Musik-Pädagogik

Wittener Musikschule informiert über „Jekits“-Programm

Die „Jekits“-Kinder der Grundschulen eröffneten im vergangenen Juni im Haus Witten den Musikschultag.

Foto: Nitsche

Die „Jekits“-Kinder der Grundschulen eröffneten im vergangenen Juni im Haus Witten den Musikschultag.

Witten.   Mit der Anmeldung zur Grundschule werden Kinder Teil des „Jekits“-Projekts. Sie müssen sich bald für ein Instrument entscheiden.

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Wie ist das, auf der Gitarre zu spielen? Tut das Zupfen vielleicht an den Fingern weh? Dann wäre zum Beispiel die Querflöte das Richtige. Oder die Klarinette. Oder das Akkordeon. Oder die Trompete. Viele Instrumente stehen zur Auswahl für Grundschüler, die beim „Jekits“-Programm mitmachen. Am Freitag dürfen die Kinder diese ausprobieren. Für Eltern gibt’s alle wichtigen Informationen.

Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen

Jekits – das heißt: Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen. Das inzwischen NRW-weite Programm hat vor zwei Jahren seinen Vorgänger „Jeki“ (Jedem Kind ein Instrument) abgelöst. Das Projekt läuft in Witten im 13. Jahr und seit 2009 flächendeckend an allen 17 Grundschulen. Es war einst als Vorläufer anlässlich des Kulturhauptstadtjahrs im Ruhrgebiet an den Start gegangen. „Über 1400 Wittener Schüler nehmen teil“, sagt Musikschulleiter Michael Eckelt.

Koordinator des Ganzen ist Martin Martmöller (54), der auch die Info-Veranstaltung im Haus Witten moderiert. Er hat Klavier und Kontrabass studiert und unterrichtet an der Musikschule Gesang, Gitarre und Blockflöte. „Klavier und Gitarre stehen überall hoch im Kurs“, sagt Martmöller. Die Vorliebe für Ersteres rühre vermutlich noch aus dem 19. Jahrhundert her, als Töchter aus höheren Bürgerkreisen auf jeden Fall Klavier lernen mussten.

„Das wünschen sich viele Eltern immer noch für ihre Kinder.“ Die Auswahl der Instrumente sei aber auch oft Modeerscheinungen unterworfen, das gelte etwa für Saxophon und Klarinette oder für Querflöte und Geige. Martmöller weist darauf hin, dass Instrumente, die sonst eine gewisse Körpergröße erforderten, inzwischen in kindgerechter Form zu haben sind.

Auch eine türkische Laute steht zur Wahl

Zur Auswahl im Reigen der Instrumente stehen inzwischen außerdem etwas exotischere Varianten. Dazu zählen beispielsweise die Djembe, eine afrikanische Trommel, und das Cajon, ein kistenartiges Schlagwerk. Sehr gern genommen – vor allem in Schulen mit hohem Migrantenanteil – werde inzwischen auch die Baglama, eine traditionelle türkische Laute.

Im ersten Schuljahr können alle Kinder die Instrumente kostenfrei kennenlernen. Im zweiten Schuljahr ist die Teilnahme freiwillig und kostet was, nur Empfänger von Sozialleistungen zahlen weiterhin nichts. Übrigens haben Lehrer und Eltern der Baedecker-, der Gerichts- und der Hellwegschule sich für den Schwerpunkt Tanzen entschieden, während die Rüdinghauser singen. Und damit’s in Klasse 3 und 4 nahtlos weitergehen kann, hat die Musikschule das „Grundschulmusizieren“ eingeführt.

>> INFORMATION

  • Die Musikschule informiert am Freitag, 20. April, ab 17 Uhr in Haus Witten (Ruhrstr. 86) über das „Jekits“-Programm.
  • Es sei ganz wichtig, diese Veranstaltung zu besuchen, so Musikschulleiter Michael Eckelt. Denn: „Kinder können hier die Instrumente ausprobieren.“ Weitere Info: 581-2572.

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