Platzgestaltung

Wittener Kornmarkt findet als „grüne Mitte“ größten Zuspruch

Claudio Rabe vom Planungsamt vor den verschiedenen Varianten für die Platzgestaltung des Kornmarktes. Rechts unten sieht man die von Bürgern bei einer Info-Veranstaltung im Rathaus favorisierte „Grüne Mitte“.

Claudio Rabe vom Planungsamt vor den verschiedenen Varianten für die Platzgestaltung des Kornmarktes. Rechts unten sieht man die von Bürgern bei einer Info-Veranstaltung im Rathaus favorisierte „Grüne Mitte“.

Foto: aug/Skizzen: wbp Landschaftsarchitekten GmbH

Witten.   Wo heute noch Autos parken, könnte man eines Tages unter schattigen Bäumen sitzen. Der Kornmarkt kommt als grüne Oase mitten in der City gut an.

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Eine grüne Oase mitten in der City mit Wasserband, Sackträger (-brunnen), Bänken, Bäumen und Gastronomie: Diese erstmals öffentlich gezeigte Skizze für die Platzgestaltung des Kornmarkts hat bei Bürgern die größte Resonanz gefunden.

Allerdings war die Info-Veranstaltung des Planungsamtes am Dienstagabend (25.9.) im Rathaus alles andere als gut besucht, weshalb man aus dem Ergebnis nicht mal einen Trend ableiten kann, wie die Mehrheit der Bürger und die Politik die Zukunft dieser wichtigen Innenstadtfläche sieht.

Aufhorchen ließ der geballte Unmut, was die geplante (und bereits festgelegte) Bebauung des Platzes angeht. „Ich versuche, die Gebäude zu ignorieren, sie könnten auch irgendwo in der Vorstadt stehen“, sagte ein Zuhörer. Die Bebauung müsse sich dem Erscheinungsbild des Platzes anpassen, forderte er. „Diese hässlichen Kästen passen in keinster Weise zur wunderschönen Johanniskirche“, sagte eine Dame.

Mix aus Bäumen, Sackträger, Bänken und Gastronomie

Nun, es ging diesmal aber nicht um die beiden Neubauten, die das Architektenbüro Kemper, Steiner & Partner entworfen hat, sondern um den Platz. Landschaftsarchitektin Christine Wolf vom Büro „wbp“ präsentierte drei Varianten mit einem Mix aus Bäumen, Sackträger, Bänken und Gastronomie, in unterschiedlicher Anordnung.

Die Variante A sieht einen laut Wolf „recht offenen Platz“ mit einer doppelten Baumreihe zur Hauptstraße hin vor. Die Gastronomie im Erdgeschoss des kleineren, zur Hauptstraße hin stehenden neuen Gebäudekörpers öffnet sich zur Straße und neu gestalteten Platzfläche. Weiter hinten, Richtung „Old House“, könnte hinter dem dort lang gestreckten Neubau ein weiterer, kleinerer Quartiersplatz entstehen.

„Starkes Pendant zum sehr offenen Rathausplatz“

Variante B sieht einen noch „deutlich offeneren Raum“ mit zwei größeren bäumen vor. Der Sackträger stünde wieder dort, wo er historisch angesiedelt war: in der linken oberen Ecke zur Hauptstraße hin, an der Treppe zur Kirche. Stufen könnten die Höhenunterschiede überwinden, „man könnte sich hier auch in die Sonne setzen“, sagte die Planerin.

Am meisten konnte sie mit Variante C punkten, der grünsten von allen. Sie sieht neben einer langen Baumreihe zur Hauptstraße eine „grüne Mitte“ mit Sackträger vor. Es könnten Beete mit einer etwa 40 cm hohen Einfassung angelegt werden, von kleinen Wegen durchzogen und nach Jahreszeit bepflanzt, werden, Bänke unter Bäumen würden Schatten spenden. Christine Wolf sähe darin ein „starkes Pendant zum sehr offenen Rathausplatz“. Bis November will sie die Pläne konkretisieren, weil die Stadt dann einen Förderantrag für das geschätzt 600 000 Euro teure Projekt stellen möchte.

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