Drogen

Wittener Kioskbesitzer soll nicht nur Bonbons verkauft haben

Gegen den 47-jährigen Wittener wird vor dem Landgericht in Bochum verhandelt.

Gegen den 47-jährigen Wittener wird vor dem Landgericht in Bochum verhandelt.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Witten.  Ein Kioskbesitzer aus Witten soll nicht nur Klümpchen verkauft haben. Er steht vor Gericht, weil er laut Anklage auch mit Drogen gehandelt hat.

Als Drogendealer angeklagt, muss sich ein 47-jähriger Wittener seit Montag (9.9.) vor dem Landgericht Bochum verantworten. In seinem Kiosk und einem Schuppen dahinter stellten Fahnder im März laut Anklage 1,1 Kilo Marihuana, drei Kilo Amphetamine und 150 Ecstasy-Tabletten sicher.

Er habe mit Betäubungsmitteln gehandelt, Amphetamin selbst hergestellt und auch selbst Drogen genommen, wirft die Staatsanwältin dem Beschuldigten vor. Der Mann kündigte zum Prozessauftakt ein Geständnis an. Allerdings sei der Großteil der Drogen für den Eigenkonsum bestimmt gewesen.

Neben den beschlagnahmten Betäubungsmitteln wurden Pfefferspray gefunden, ein verpacktes Gewehr und Chemikalien zur Amphetaminherstellung. Außerdem stellten die Ermittler mehrere Stangen unverzollter Zigaretten und rund 4000 Euro in bar sicher. Auf dem Rechner des Angeklagten wurden Kinder- und Gewaltpornos gefunden. Ein entsprechendes Verfahren ist bereits abgetrennt.

Möglicherweise wird der Angeklagte aus Witten in eine Entzugsklinik eingewiesen

Ein medizinischer Gutachter folgt dem Prozess, um die Drogensucht des Mannes beurteilen zu können. Möglicherweise droht die Einweisung in eine Entzugsklinik. Aufgeflogen war der Wittener nach einem Tipp an die Polizei. Daraufhin wurden sein Kiosk und die Privaträume durchsucht. Seit März sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 19. September fortgesetzt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben