Fotorätsel

Wittener haben schöne Erinnerungen an die Straße Hohenstein

Das Rätselbild: So sah ein Blick in die Straße Hohenstein in Witten Ende der 60er Jahre aus. Die beiden Häuser links stehen schon lange nicht mehr.

Das Rätselbild: So sah ein Blick in die Straße Hohenstein in Witten Ende der 60er Jahre aus. Die beiden Häuser links stehen schon lange nicht mehr.

Foto: Davide Bentivoglio

Witten.  Über die Straße Hohenstein wanderten die Wittener früher ins Grüne, manche wuchsen dort auf. Es gibt schöne Geschichten zu unserem Fotorätsel.

Selten haben wir so viele Rückmeldungen bekommen wie zu diesem historischen Fotorätsel. Mit der Straße Hohenstein verbinden zahlreiche Wittener schöne Erinnerungen. Einige, die uns geschrieben haben, sind dort sogar aufgewachsen. Unser Rätselbild zeigte am Samstag (10.8.) die Straße kurz vor der Einmündung zum Hammerteich. An der linken Seite sind die Häuser Hohenstein Nr. 1 und 3 zu sehen, die Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre abgerissen wurden. Rechts angeschnitten ist das 1895 erbaute Haus Hohenstein Nr. 4 zu erkennen, in dem man früher die „Gaststätte zum Hohenstein“ fand. An was sich Wittener erinnern:

„Als ich jetzt meine Großeltern, Horst und Magdalene Kruse, besuchte, zeigten Sie mir voller Stolz das Bild der Straße zum Hohenstein aus der Samstagsausgabe Ihrer Zeitung. Das Bild zeigt das Elternhaus meiner Großmutter (Hohenstein 1), in dem sie aufgewachsen ist und zusammen mit meinem Großvater und ihrer Familie viele glückliche Jahre verbracht hat. Sie ist heute 91 Jahre alt. Das Haus hatte einen riesigen Garten mit Obstbäumen, Taubenschlag und Außentoilette. Denn im Haus gab es noch keine. Auch mein Vater hat die ersten Jahre seiner Kindheit dort verbracht, bis er im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern in die Stadt ziehen musste, da die Häuser an die Stadt verkauft und abgerissen wurden. Laut meiner Großmutter ist neben der Freiheit, die man vor allem als Kind dort hatte, mit das Beste gewesen, dass man sich nicht schick machen musste, wenn man vor die Haustür gegangen ist.“ Nadja Bischoff

Vom Kopfsteinpflaster kräftig durchgeschüttelt

„Ich bin im Haus Hohenstein 9 hinten links auf dem Rätselbild geboren worden. Meine Familie waren Flüchtlinge aus Ostpreußen und die Familie Kockskämper hat uns Unterkunft gegeben! Die Familie habe ich noch in meiner Schulzeit oft besucht. Es gab da eine Bude an der Straße hoch zum Hohenstein. Ach, das waren Zeiten.“ Inga Engelhardt

Das Bild zeigt die Straße, die hinauf zum Hohenstein führt. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass die ganze Familie mit dem alten VW-Käfer raufgefahren ist und im oberen Abschnitt über das kurze Stück Kopfsteinpflaster musste, was uns immer heftig durchgeschüttelt hat. Im Winter sind wir öfter mit dem Schlitten den Fußweg neben der Straße hinabgefahren, was ein Riesenspaß war.“ Olaf Sumann

„Schon als Jugendlicher fand ich mit vielen Gleichgesinnten über die Straße Hohenstein den Weg in die Försterstube. Jepp und Zenzi konnten uns mit bayerischem Akzent bestens unterhalten. Später folgten die Feste im großen Saal des Hohensteins, wo man damals den Pilzpickern zujubelte. Bis zu Guido Dellwigs Zeit führte uns die Straße immer wieder in die gute Küche auf den Hohenstein.“ Guido Schulze-Arendt

Eltern bewirtschafteten die Gaststätte „Zum Hohenstein“

„Das Bild zeigt die Straße Hohenstein. Rechts erkennt man gerade noch die Fassade vom Haus Hohenstein Nr. 4. Das war meine „Heimat“, die Gaststätte „Zum Hohenstein“. Meine Eltern, Elisabeth und Adolf Staupe, haben von 1930 bis 1966 das Restaurant bewirtschaftet.“ Adolf Staupe

„Handelt es sich vielleicht um die Straße Hohenstein? Falls dem so ist, dann habe ich wahrlich Erinnerungen an diese Gegend, aus den 50er/60er Jahren. In den 50er Jahren ging ich mit meinen Eltern sonntags häufig zum Hohenstein/Hammerteich spazieren. Wir haben den Blick vom Bergerdenkmal genossen und anschließend Kaffee und Kuchen. Auch unter der Woche war ich mit Freunden nach der Schule zum Toben auf dem Hohenstein. Besonders glücklich waren wir, wenn wir einen verirrten Tennisball hinter der Anlage des TC Hohenstein Witten fanden. Mit Beginn der 60er Jahre war es dann immer ein beliebter Halt, nach einer Tanzveranstaltung mit der Freundin, um ein wenig zu schmusen. Ja, und irgendwann lernte ich Inge kennen, eine Mitarbeiterin des Parkhauses Hohenstein. Eine herrliche Zeit. Ich bin sehr dankbar, in diese Zeit hineingeboren zu sein.“ Werner Schultze

„Das Bild ist unten auf der Straße Hohenstein aufgenommen. Wenn wir als Kinder sonntags auf dem Familienspaziergang dort angekommen waren – auf dem langen Weg vom unteren Crengeldanz hoch –, hatten wir das Schlimmste hinter uns. Diese Gewaltmärsche waren bei mir und meinen Geschwistern nicht so beliebt. Später haben wir dort gerne eine Runde Minigolf gespielt.“ Gerd Gahr

Hoch zum Hohenstein, wo man Fußball spielte

„Hohenstein! Nach den beiden Häusern links geht es zum Hammerteich. Das Lokal rechts war Staupes Hof mit Außengastronomie, wo ich mit meinem Opa oft einkehrte. Heute ist da eine Kita.“ Michael Kiffmeier

„Folgt man der Straße auf dem Rätselbild, landet man auf dem Hohenstein. Rechts hinter dem Restaurant war ich mal mit meinen Kindergeburtstagsgästen Minigolf spielen. Die Minigolfanlage war auch sonst ab und an ein beliebter Anlaufpunkt bei Spaziergängen. Als meine Mutter noch ein Kind war, war das Gasthaus auf ihren Ausflügen mit meinen Großeltern eine willkommene Einkehr.“ Christina Wildvang

„Das Foto zeigt die Straße Hohenstein am Beginn der Abzweigung von der Wetterstraße. Zwischen 1975 und 2005 haben wir diese Straße mehrmals in der Woche mit dem Rad erklommen. Anschließend spielten wir auf der großen Wiese oben am Hohenstein Fußball. Es waren sehr schöne Jahre.“ Michael Ruthe

„Im Sommer haben wir in der Borbach Forellen gefangen“

„Dieses Bild wurde von der Wetterstraße in Richtung Hohenstein gemacht. Rechts ist die Gaststätte Staupe. Links wohnten Wicher, Vesper und Jonas. Mit ihnen spielte ich in den 50er Jahren beim FC Witten 92 Fußball. Im Winter war der Hammerteich zugefroren und wir konnten dort Schlittschuh laufen. Im Sommer haben wir in der Borbach Forellen gefangen. Ach, wir hatten zu dieser Zeit eine spannende Kindheit. Wir konnten in den Ruinen spielen, in der Ruhr schwimmen und uns am Hammerteich und auf dem Hohenstein austoben.“ Horst Rittinghaus

„Ich bin seit 27 Jahren glücklich mit der Tochter des Eigentümers der Gastwirtschaft am rechten Bildrand verheiratet. Familie Staupe betrieb die Gastwirtschaft über viele Jahre in eigener Regie. Seit den frühen 90er Jahren wird das Gebäude als Kita genutzt.“ Ralf Stehmann

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