Polizei

Wittener (12) fuhr mit Schülerticket im ICE bis Würzburg

Der zwölfjährige Junge fuhr erst mit dem Regioalexpress von Witten nach Essen und stieg dort in den ICE nach Nürnberg.

Der zwölfjährige Junge fuhr erst mit dem Regioalexpress von Witten nach Essen und stieg dort in den ICE nach Nürnberg.

Foto: Lars Heidrich / Funke Foto Services

Würzburg/Witten.  Die Reiselust hat ein Kind (12) aus Witten gepackt. Mit dem ICE wollte der Junge nach Nürnberg fahren. Ob ein Schokoticket als Fahrkarte reichte?

Reiselustig hat sich ein zwölfjähriger Junge aus Witten gezeigt, obwohl die Herbstferien gerade erst vorbei sind. Er schwänzte die Schule und setzte sich in einen ICE, um einen Freund in Nürnberg zu besuchen. Ganz so weit hat er es aber nicht geschafft, zumal er nur ein Schokoticket besaß. In Würzburg nahmen Bundespolizisten den Ausreißer in Empfang.

Aber der Reihe nach. Statt in die Schule zu gehen, fuhr der Junge nach Angaben der Würzburger Polizei morgens um 7.10 Uhr zum Wittener Bahnhof. Von dort ging es weiter mit der Abellio-Bahn nach Essen, wo er nach 40-minütiger Wartezeit in einen ICE gen Süddeutschland stieg. Er hatte die Reise am Vortag gut im Internet geplant. Um eine Fahrkarte kümmerte er sich allerdings nicht. Dachte er, das Schülerticket reicht, das er für den Verkehrsverbund Rhein Ruhr besaß?

Kind aus Witten fiel Zugpersonal erst nach Frankfurt auf

Immerhin kam er damit fast bis Würzburg. Niemand hatte ihn bisher als vermisst gemeldet. Die Eltern dachten, er sei in der Schule. Die hatte die Eltern laut Polizei nicht über die Abwesenheit des Kindes informiert. Kontrolliert wurde der Junge erst, als das ICE-Personal in Frankfurt wechselte. Den Zugbegleitern fiel nicht nur das fehlende Ticket auf, sondern auch, dass der Junge ohne Begleitung unterwegs war. In Würzburg übergaben sie das Kind mittags der Bundespolizei.

Die brauchte nicht lange, um festzustellen, dass der Junge ausgerissen war. Die 330 Kilometer lange Rückfahrt trat er gegen 18 Uhr mit Papas Auto an. Der musste ihn nämlich abholen. In der Zwischenzeit wurde er von den netten Beamten der Bundespolizei versorgt und hatte viel Zeit, über seinen Ausflug nachzudenken....

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