Konzertkritik

Witten: Vorweihnachtliche Motown-Musik begeistert Publikum

Weihnachtslieder im Motown-Stil erklangen im Wittener Saalbau.

Weihnachtslieder im Motown-Stil erklangen im Wittener Saalbau.

Foto: Bernd Boehner

Witten.  „O Holy Night”, „Winter Wonderland” und „Jingle Bells”: Die Gruppe Motown brachte mit rockig-fetzigen Rhythmen den Wittener Saalbau zum Schwingen.

Vorweihnachtliche Musik erklang im Saalbau ungewohnt anders. Kein „Leise rieselt der Schnee“, sondern vorwiegend fetzige Rhythmen im afro-amerikanischen Sound, mit einigen feierlich lyrischen Einlagen. Die Theatergemeinde Volksbühne Witten hatte am Freitagabend die amerikanische Gruppe „Motown“ eingeladen.

Dieses von Berry Gordy und anderen Afroamerikanern gegründete Plattenlabel hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Musik einer lang unterdrückten Bevölkerungsgruppe publik zu machen und damit Rassenschranken zu überwinden.

Wandelbare und vor Kraft strotzende Stimmen

Die leicht abgedunkelte Bühne war festlich und farbenfroh ausgestattet und wurde von einem glitzernden Weihnachtsbaum und einer von unzähligen Lichtern illuminierten Rückwand beherrscht. Auf ihr agierten eine aus fünf Musikern bestehende Rockband und vier Frontsänger. Alle zusammen boten eine mitreißende Musikshow und stimmten auf ihre Art auf das bevorstehende Fest ein. Die Gesangssolisten Wilson D. Michaels, Marshall Titus, Julius P. Williams III und Ashley Washing überzeugten das Publikum im gut besuchten Saalbau nicht nur mit ihren wandelbaren und vor Kraft strotzenden Stimmen, sondern bewiesen darüber hinaus mit synchronen Bewegungen und tänzerischen Schrittfolgen ihre choreographische Begabung.

So erklangen beschwingte, auf Weihnachten bezogene Songs wie „Silver Bells“, „This Christmas“ oder „Driving home for Christmas“. Bei einigen Songs traten auch Musiker aus der Band als Solisten in den Vordergrund. Besonders Maximilian Semrau (Saxofon) und Martin Werner (Gitarre) bewiesen dabei ihre enorme Fertigkeit auf ihren Instrumenten sowie ihre hohe jazz-musikalische Begabung.

Beifallsstürme des begeisterten Publikums

Es gab auch lyrisch feierliche Einlagen. Das bekannte Lied „O holy night“ trug nur das Vokalquartett mit getragenem Ernst vor. Beim „Little drummer boy“ begleitete der Schlagzeuger Richy Denis auf einer Kastentrommel. Beim Lied „Santa Claus is coming to town“ sangen die Zuhörer laut mit. Am Schluss erklangen weitere beschwingte Titel welche das begeisterte Publikum stehend und mit Beifallsstürmen quittierte.

Mit der auf herkömmliche Art vorgetragenen Zugabe „Stille Nacht“ gab es noch einen besinnlichen Ausklang. Es kann Weihnachten werden, auch nach dieser Einstimmung der besonderen Art.

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