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Witten: Uni-Neubau entsteht aus 10.000 Einzelteilen aus Holz

Die Holzbauarbeiten am neuen Gebäude der Uni Witten sind angelaufen. Nach nur rund neun Wochen sollen die umfangreichen Arbeiten schon abgeschlossen sein   

Die Holzbauarbeiten am neuen Gebäude der Uni Witten sind angelaufen. Nach nur rund neun Wochen sollen die umfangreichen Arbeiten schon abgeschlossen sein   

Foto: Johannes Buldmann/UWH

Witten.  Der Rohbau ist so gut wie fertig, nun starten in Witten die Holzarbeiten am Uni-Neubau. Bis November werden 10.000 Einzelteile verbaut.

Seit März entsteht in Witten der Campus-Erweiterungsbau der Universität Witten/Herdecke. Nun haben die Holzbauarbeiten an dem innovativen Gebäude begonnen – das Bauprojekt geht damit in eine zentrale Phase. Derzeit montiert ein Team die Holzelemente für das viergeschossige Gebäude. Bis Anfang November kommen 1200 Kubikmeter hochpräzise vorgefertigte Holzelemente auf die Baustelle und werden laut Universität zu „einem der nachhaltigsten Hochschulgebäude Deutschlands“ montiert.

Die millimetergenaue Vorfertigung der Elemente erfolgt im Stammwerk der bayerischen Firma Züblin, die den Zuschlag für den Erweiterungsbau erhalten hat. Bereits Anfang November soll die Konstruktion aus zertifiziertem Fichtenholz stehen. Sie setzt sich aus rund 10.000 unterschiedlichen Einzelteilen zusammen.

Räume im Neubau der Uni Witten können flexibel gestaltet werden

Vom Tragwerk, über den Innenausbau bis zur Fassade – das vielfältige Potenzial von Holz als Baustoff werde im Campus-Neubau voll ausgeschöpft, so die Universität. Entworfen hat das Gebäude das Berliner Architekturbüro Kaden+Lager. Jeder verbaute Kubikmeter Holz soll eine Tonne klimaschädliches CO2 binden. Die Entscheidung für diesen Baustoff sei „damit auch ein Bekenntnis zu einer insgesamt nachhaltigen Universität“, so Kanzler Jan Peter Nonnenkamp.

Zudem ermögliche die modulare Bauweise vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre. Denn im Neubau wird die Raumgestaltung flexibel handhabbar sein. So können im größtenteils offen angelegten Gebäudeinneren Räume durch herausnehmbare oder ergänzende Wände schnell umgebaut werden. Auch ein Anschluss des Neubaus an die Bestandsbauten auf dem Uni-Campus ist theoretisch möglich.

Im Spätsommer 2021 soll der Neubau fertig sein. Dort finden dann neun Seminar- und Veranstaltungsräume, Büro- und Verwaltungsräume, die Bibliothek und ein Café ihren Platz. Das Großprojekt ist mit rund 22 Millionen Euro veranschlagt.

Für den Neubau musste der bisherige große Parkplatz der Uni an der Alfred-Herrhausen-Straße weichen. Als Ersatz dazu soll ein Parkhaus neben dem Gebäude ZBZ, in dem die Universitätszahnklinik zu finden ist, entstehen. Ein Dortmunder Investor hat das entsprechende Grundstück bereits erworben. In dem kostenpflichtigen Parkhaus mit rund 600 Stellplätzen hat die Uni als künftiger Hauptnutzer bereits 280 Parkplätze angemietet.

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