Klima

Witten: Über 60 Klimaschützer streiken aus Liebe zur Natur

Klimaschützer der „Fridays for Future“-Bewegung ziehen am Valentinstag durch die Wittener Innenstadt.

Klimaschützer der „Fridays for Future“-Bewegung ziehen am Valentinstag durch die Wittener Innenstadt.

Foto: Lena Karuss

Witten.  Jeden Monat wird in Witten gestreikt. Am Valentinstag organisieren die Klimaaktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung ein besonderes Programm.

Aus „Liebe zur Natur“ sind die Klimaaktivisten der Bewegung „Fridays for Future“ am Valentinstag in Witten auf die Straße gegangen. Etwa 65 Teilnehmer versammelten sich auf dem Rathausplatz. Für den Tag der Liebe hatten sie sich ein besonderes Programm ausgedacht.

Bevor die Klimaschützen losziehen, informiert Sprecherin Lilly über den aktuellen Stand. „Der Januar war der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.“ Auch über die Lage in Datteln wird gesprochen: „Das Kohlekraftwerk Datteln 4 soll im Sommer 2020 ans Netz gehen“, sagt sie. Die Aktivsten der Bewegung „Ende Gelände“ hätten allerdings bereits gezeigt, dass ihnen das nicht passt und das Kraftwerk besetzt.

Sängerin aus Witten musiziert für den Klimaschutz

Die Demonstranten ziehen mit Schildern und Plakaten vom Rathausplatz in Richtung Bahnhofstraße und machen ihrer Wut über den Klimawandel Luft. „Datteln 4 - Nicht mit mir! Datteln 4 - Verhindern wir!“ rufen sie.

Zum Valentinstag soll es nach dem Demozug durch die Innenstadt noch ein abwechslungsreiches Programm. „Wir werden singen und tanzen“, sagt Nouri, eine Organisatorin. Außerdem gibt es einen Poetry Slam. Eine Sängerin aus Witten will zwei Lieder spielen.

Klimaziele für das Jahr 2020 in Witten

Bei der ersten Klimademo in diesem Jahr im Januar haben die Teilnehmer Ziele festgelegt, die sie 2020 erreichen wollen. Dazu zählt vor allem der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege. Außerdem wollen die Klimaschützer in diesem Jahr erreichen, dass die Stadt Witten den Klimanotstand ausruft.

„Wir haben einen Antrag bei der Stadt gestellt, um herauszufinden, welche Konzerne in Witten den größten CO2-Ausstoß haben“, sagt Nouro. „Jetzt warten wir auf eine Antwort. Dann können wir einen Beschwerdekatalog bei der Stadt einreichen.“

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