Straßenbau

Witten-Stockum: Lärm durch Bodenwellen nervt Anwohner enorm

Eine aufgeplatzte Bodenwelle im Kreuzungsbereich Hörder Straße, Himmelohstraße und Borgäcker in Witten-Stockum verursacht Lärm, wenn Fahrzeuge darüber fahren. Anwohner sind genervt.

Eine aufgeplatzte Bodenwelle im Kreuzungsbereich Hörder Straße, Himmelohstraße und Borgäcker in Witten-Stockum verursacht Lärm, wenn Fahrzeuge darüber fahren. Anwohner sind genervt.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Es rumpelt, wenn ein Lkw über die Bodenwellen der Hörder Straße in Witten-Stockum fährt. Anwohner nervt der Lärm gewaltig. Sie fordern Abhilfe.

Als das ältere Ehepaar im April seine barrierefreie Eigentumswohnung in dem schicken neuen Haus an der Himmelohstraße gleich neben dem Friedhof in Witten-Stockum bezogen hat, ahnten beide noch nicht, dass es laut werden würde. Denn der Balkon liegt zur vielbefahrenen Hörder Straße. Doch das eigentliche Problem sind starke Bodenwellen im Bereich der Ampelkreuzung.

Beim Ortstermin an der Kreuzung Hörder Straße, Himmelohstraße und Borgäcker zeigt sich: Es rumpelt tatsächlich ordentlich, wenn ein Lkw über die Unebenheiten fährt, die sich mittlerweile zu tiefen Spurrinnen entwickelt haben. Wenn die Ladung nicht gesichert ist, sei es umso schlimmer, so der 77-jährige Anwohner. „Diese Ladung wird beim Passieren jeder Bodenwelle katapultartig in die Höhe geworfen und landet wieder hart auf der Ladefläche – und das dreimal hintereinander, weil sich auf diesem Stück eben drei Bodenwellen befinden – in beiden Fahrtrichtungen.“ Im Sommer draußen zu sitzen, das sei „unmöglich“.

Anwohner haben längst bei der Stadt Witten um Abhilfe gebeten

Er vermutet, dass sie durch Asphaltverschiebungen, Wurzeln der Straßenbäume, aber auch durch Straßenbauarbeiten bei der Verlegung der Leitungen für die Ampelanlage entstanden sind. Die Eigentümergemeinschaft der neu errichteten Häuser an der Himmelohstraße hat längst bei Polizei und Stadt um Abhilfe gebeten.

Immerhin sei dann ein Verkehrsschild auf der Hörder Straße aufgestellt worden, etwa 50 Meter vor der Ampel in Fahrtrichtung Bochum. Es verweist auf die Bodenwellen. „Doch es bringt nichts“, sagt der Senior. „Es wird entweder übersehen oder ignoriert.“ Außerdem beginnen die Bodenwellen bereits einige Meter vor diesem Schild. Auch an Tempo 30 würden sich die meisten Autofahrer an dieser Stelle nicht halten, sondern „noch ordentlich Gas geben“, wenn die Ampel auf gelb schaltet. Auf der Gegenspur in Fahrtrichtung Stockum steht nicht einmal solch ein Schild, obwohl es auch dort Bodenwellen gibt, wundern sich die Anwohner.

Straßen NRW verspricht: Demnächst soll sich etwas tun

Sie wünschen sich ein Zusatzschild „Radarkontrolle“. Noch besser aber fänden sie es, wenn die Bodenwellen ganz verschwänden. Eine Anfrage dieser Redaktion ergab: Nicht die Stadt ist zuständig, sondern Straßen NRW. Dort sei das Problem bekannt, heißt es aus der Regionalniederlassung Ruhr. Demnächst werde sich etwas tun. Die Unebenheiten sollen abgefräst und angeglichen werden, möglichst noch in diesem Winter.

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