Coronavirus

Witten: Stadtgalerie soll ab Donnerstag schließen

Leere in der Stadtgalerie: Noch ist die Wittener Einkaufsmall geöffnet, auch wenn das Coronavirus (hier am Samstag) die Kunden fernhält. Ab Donnerstag plant die Stadt die endgültige Schließung.

Leere in der Stadtgalerie: Noch ist die Wittener Einkaufsmall geöffnet, auch wenn das Coronavirus (hier am Samstag) die Kunden fernhält. Ab Donnerstag plant die Stadt die endgültige Schließung.

Witten  Die Stadt Witten schränkt für einen Monat das öffentliche Leben weiter ein. Die Stadtgalerie muss schließen, ebenso Lokale wie das Café del Sol.

Die Stadt Witten plant, ab Donnerstag das öffentliche Leben noch stärker einzuschränken. Schließen muss demnach auch die Stadtgalerie - und zwar wie viele Geschäfte und Einrichtungen bis zum 19. April 2020.

Mit Berufung auf das Infektionsschutzgesetz will die Stadt am Mittwoch (18.3.) eine allgemeine Verfügung veröffentlichen. Sie tritt dann ab Donnerstag in Kraft. Bis dahin hält die Stadt es sich offen, die Verordnung zu ergänzen, so Stadtsprecher Jörg Schäfer. Eine Empfehlung hat sie bereits am Dienstag (17.3.) veröffentlicht.

Trauerfeiern können in Witten stattfinden

Demnach werden alle privaten und öffentlichen Feiern verboten, unabhängig von der Personenzahl. Lediglich Trauerfeiern können stattfinden, mit einem Minimum an Teilnehmern.

Komplett schließen müssen Bars, Spielhallen, Cafés, Eisdielen, Kinos und Museen sowie Fitnessstudios, Schwimmbäder und Spaßbäder. Die Volkshochschule und die Stadtbücherei sind bereits geschlossen, auch das Training in Sportvereinen muss vollständig eingestellt werden.

Möbelhaus-Kunden müssen sich am Eingang registrieren

Klare Regeln gibt es für Einrichtungshäuser und Shoppingmalls. Diese müssen schließen, sofern sie mehr als 15 Geschäfte aufweisen. "Das ist bei der Stadtgalerie der Fall", sagt Babett Arnold vom Stadtgalerie-Management. Sie hofft schon seit Anfang der Woche auf eine klare Anweisung von Land oder Stadt, "denn ohne die können und dürfen auch wir nicht handeln. Der derzeitige Schwebezustand bringt keinem etwas."

Das Einrichtungshaus Ostermann erhöht seine Auflagen, um den Betrieb aufrecht zuerhalten. Seit Dienstag müssen sich Kunden bei Eintritt ins Möbelhauses registrieren lassen, um eventuelle Infektionsketten nachverfolgen zu können, so steht es auf der Homepage. Die Mitarbeiter verzichten auf engen Kundenkontakt, wie etwa beim Händeschütteln. Das Restaurant und der Kinder-Bereich sind geschlossen.

Kellner im Extrablatt fragen Daten ab

Auch Restaurants oder Hotels dürfen öffnen, müssen aber Auflagen erfüllen - etwa die Zahl der Besucher einschränken und auflisten. In Witten wird dies unterschiedlich umgesetzt: Das Café del Sol an der Ruhrstraße hat entschieden, ab Mittwoch (18.3.) nicht mehr zu öffnen.

Das Café Extrablatt dagegen am Berliner Platz passt sich täglich den neuen Auflagen an. "Wir haben bereits jetzt die Tische weiter auseinandergestellt und einige Tische rausgenommen", so eine Mitarbeiterin. Außerdem müssen seit Dienstag die Kunden einen Zettel mit persönlichen Angaben ausfüllen. Die Kellner bringen die Registrierungskarten zusammen mit der Karte an den Tisch. Zudem öffnet das Extrablatt demnächst nur noch bis 15 Uhr. "Nur so können wir gewährleisten, dass wir weiter öffnen können."

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