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Witten: Polizei schickt ihren alten Presse-Bulli in Rente

Ab in den Ruhestand: Volker Schütte (links) Nicole Schüttauf (Mitte) und Thomas Kaster von der Polizei verabschiedeten die mobile Pressestelle, einen 17 Jahre alten Bulli.

Ab in den Ruhestand: Volker Schütte (links) Nicole Schüttauf (Mitte) und Thomas Kaster von der Polizei verabschiedeten die mobile Pressestelle, einen 17 Jahre alten Bulli.

Foto: Polizei Bochum

Witten.  Nach 17 Jahren ist Feierabend. Ein Bulli der Polizei Witten, Bochum und Herne hat ausgedient. Er diente lange als mobile Pressestelle. Und nun?

Ein alter Bulli der Polizei für Witten, Bochum und Herne hat ausgedient. Nach 17 Jahren Dienst, davon acht als Wagen der Pressestelle, und mehr als 100.000 Kilometern auf dem Tacho verabschiedeten die Beamten den T 4.

„Ich bin schon etwas traurig, dass wir ihn jetzt abgeben mussten. Wir haben das Auto immer gehegt und gepflegt“, sagt Polizeisprecher Volker Schütte. Am Ende habe nur die Batterie mal schlapp gemacht. Ansonsten arbeitete der VW ohne Murren und Knurren. Ohne Krankenschein, sprich längere Werkstatt-Aufenthalte.

Auch Journalisten haben mit dem Oldie gute Erfahrungen gemacht. Bei größeren Einsätzen, sprich „Lagen“, diente er ihnen mitunter als erste Anlaufstelle. An kalten Tagen gab es das Pressegespräch auch mal im Auto bei heißem Kaffee. Wenn der T 4 seinen Stammplatz im unteren Parkdeck des Polizeipräsidiums Bochum neben dem Info-Mobil der Kriminalprävention und des Opferschutzes (KPO) mal verließ, ging es nicht selten nach Witten. „Wir haben hier einige Einsätze mit dem Pressebulli erlebt“, erklärt Schütte.

Bulli durfte beim Tag der offenen Tür der Wache in Witten nicht fehlen

Die waren mal schön und mal weniger erfreulich. So ging es unter anderem zu schweren Verkehrsunfällen oder wie in den vergangenen Monaten zur Suche von Anita S. am Kemnader See. Beim Tag der offenen Tür an der Wache in der Casinostraße durfte die mobile Pressestelle ebenfalls nicht fehlen. „Wir wurden auch in Witten immer auf das Kennzeichen angesprochen“, sagt Schütte.

Dem in Bochum stationierten Bulli wurde zufällig das Nummernschild „NRW5-1848“ zugewiesen. Was Fußballkenner wissen dürften: Das ist das Gründungsjahr des Fußballzweitligisten VfL Bochum. Schütte: „Dadurch kamen wir auch bei Einsätzen rund um Fußballspiele immer in schöne Gespräche mit den Fans.“

Jetzt wird der „Auto-Opa“ versteigert oder verkauft

Und was wird jetzt aus dem Polizeiauto außer Diensten? Auf jeden Fall darf es noch einige Kilometer abspulen. „Dann aber als Zivilist“, wie Schütte erklärt. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) wird den Bulli versteigern oder verkaufen. „Wir haben ihn mit Dank entlassen und können eine gute Endnote ausstellen“, sagt der Hauptkommissar mit einem Augenzwinkern.

Insgesamt sind knapp 450 Polizeifahrzeuge für Bochum, Witten und Herne im Einsatz, davon rund 15 in Witten, unter anderem zwei Bullis, normale Streifenwagen, als Polizeifahrzeuge nicht erkennbare Autos der zivilen Einsatztrupps und Kripo – sowie zwei E-Bikes und vier Mountainbikes.

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